Fußball | 3. Liga HFC: "Werden viel Spaß mit dem neuen Kader haben" - Huth-Verbleib unwahrscheinlich

Im vergangenen Jahr reichte es für den Halleschen Fußball-Club in der 3. Liga nur zu Rang 14. In dieser Saison soll es mit einem möglichst passgenauen Trainer-Kader nach oben gehen. Wir waren beim Trainingsauftakt dabei.

Der Hallesche FC hofft, in der kommenden Fußball-Drittliga-Saison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das sagte der wieder gewählte Präsident Jens Rauschenbach am Mittwoch (15.06.22) im "Sport im Osten"-Livestream des Trainingsauftakts.

"Wir reden nicht über einen Tabellenplatz und über Aufstiegsambitionen, aber wir werden mit dem neuen Kader viel Spaß haben", erwartet der Steuerberater. Nach Abstiegsgefahr, einem Trainerwechsel und Platz 14 im Vorjahr, das zweitschlechteste Ergebnis in den bisherigen zehn Drittliga-Jahren, peilt der Klub eine "Entwicklung an, wir wollen nicht im unteren Drittel herumdümpeln".

Jens Rauschenbach (HFC-Präsident) 11 min
Jens Rauschenbach (HFC-Präsident) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Man habe ganz speziell Spieler für das System von Trainer André Meyer gesucht: "Das Grundkorsett haben wir zusammen, wr brauchen eine Achse, aber auch junge und wilde Typen." Finanziell habe man den Etat des Vorjahres halten können, durch das Verpassen des DFB-Pokals sei es aber in gewisser Weise sogar eine Art Etaterhöhung, wie Rauschenbach bitter anmerkt.

Dass es mit den Neuzugängen zu haken schien, bereitete Sportchef Ralf Minge keine schlaflosen Nächte: "Wir waren mit einigen Spielern schon sehr weit, aber wir verkünden etwas erst, wenn auch die Tinte trocken ist und die sportmedizinische Untersuchung beansten ist." Entscheidend für den Teamerfolg sei, dass "das Puzzle am Ende stimmig ist". Kein Puzzleteil ist mehr Jan Löhmannsröben. Das HFC-Kapitel des Mittelfeldroutiniers (31), der einen Dreijahres-Vertrag gefordert haben soll, ist nach der Verpflichtung des Offenbachers Tunay Deniz beendet: "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere", so Minge.

Huth-Rückkehr: "Haben es nicht in der Hand"

Eine Rückkehr von Angreifer Elias Huth, der bei seiner Leihe aus Kaiserslautern als Nachfolger von Terrence Boyd voll eingeschlagen war, scheint derzeit unwahrscheinlich: Der Zweitliga-Aufsteiger will den in der Pfalz glücklosen Huth trotz laufenden Vertrags zwar abgeben, aber Halle ist nicht der einzige Interessent: "Wir haben es nicht in der Hand. Wenn sich die Tür einen Spalt öffnet, gehen wir rein und versuchen ihn zu holen."

Ralf Minge (HFC-Sportdirektor) 15 min
Ralf Minge (HFC-Sportdirektor) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ralf Minge (HFC-Sportdirektor) 15 min
Ralf Minge (HFC-Sportdirektor) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Noch separat trainieren die schwer verletzten Aaron Herzog und Toni Lindenhahn. Beim Herzog könnte es nach dessen Kreuzbandriss Ende August zu einem Comeback kommen. HFC-Urgestein Lindenhahn (31), seit 2009 im Verein, hofft nach einem Knorpelschaden in zwei Wochen ins Teamtraining einsteigen zu können. Befürchtungen über ein Karriere-Aus haben sich nicht bewahrheitet.

Höhepunkt gegen die Queens Park Rangers

Drei der Neuen fehlten noch: Rückkehrer und Angreifer Andor Bolyki bekommt noch ein paar Tage frei, weil er wegen der Aufstiegsspiele mit dem BFC Dynamo gegen Oldenburg eine lange Saison hatte. Timur Gayret und Seymour Fünger waren positiv auf Covid getestet worden, sind laut HFC aber schon wieder negativ. Höhepunkt der Vorbereitung ist das Gastspiel des englischen Zweitligisten Queens Park Rangers am 16. Juli.

Gedenken an HFC-Idol Bernd Bransch

Die kürzlich verstorbene HFC-Legende Bernd Bransch soll mit einer Straße hin zum Stadion geehrt werden. Das sagte HFC-Chef Rauschenbach. Das weitere Gedenken bespreche man gerade mit der Familie, der Fans und der Stadt, der das Chemie-Leuna-Stadion gehört: "Sein Wunsch noch einmal ins Stadion zu kommen, hat durch Corona und seine Erkrankung leider nicht mehr geklappt. Sein Tod ist ein Riesenverlust, für die Stadt, den Verein und den Fußball-Osten. Er war immer mit dem Verein in Kontakt, dabei aber nie ein Lautsprecher. Wie er sich für den Verein eingesetzt hat, da ist er ein Vorbild für alle." Der frühere Kapitän der DDR-Nationalelf und langjährige Abwehrchef des HFC war am Sonntag (12.06.2022) im Alter von 77 Jahren an einer Nerven-Erkrankung gestorben. Er wurde 1976 Olympiasieger und führte 1974 die DDR-Auswahl aufs Feld, die bei der WM in Hamburg die Auswahl der Bundesrepublik 1:0 bezwang.

Die Spielführer Franz Beckenbauer (BRD, li.) und Bernd Bransch (DDR) tauschen die Wimpel vor Schiedsrichter Ramon Barreto (Uruguay, Mitte)
Die Kapitäne Bernd Bransch (re.) und Franz Beckenbauer beim deutschen WM-Duell 1974. Bildrechte: IMAGO / Ferdi Hartung


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SV Meppen - FSV Zwickau
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 15. Juni 2022 | 17:45 Uhr

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