Fußball | 3. Liga Nach der Klatsche gegen Wehen Wiesbaden: Die Auer Seele brodelt

Vier Spiele, zwei Punkte – der FC Erzgebirge Aue hat seine bisherigen Auftritte in der 3. Liga ziemlich vermasselt. Gegen Wehen Wiesbaden gab's zuletzt eine deftige Klatsche, was der Auer Seele überhaupt nicht guttat.

Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden bejubelt das 2:0, Sam Schreck FC Erzgebirge Aue Mitte frustriert
Sam Schreck und der FC Erzgebirge Aue bekamen vom SV Wehen Wiesbaden eine Abreibung verpasst. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Die 3. Liga ist ein steiniges Pflaster. Das bekommt derzeit Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue zu spüren, der am Sonntag (14. August) gegen den SV Wehen Wiesbaden mächtig ins Stolpern geriet und sang- und klanglos mit 1:5 unterging. Eine Niederlage, die der Auer Seele sehr weh tat.

Ehrentreffer kein Trostpflaster

Bereits zur Pause lagen die "Veilchen" mit 0:2 zurück, und auch ein Dreifachwechsel von Trainer Timo Rost (Tashchy, Knezevic und Thiel kamen für Huth, Barylla und Schikora) half nichts. Die Gäste aus Hessen spielten weiter ihre Schnelligkeitsvorteile aus, ließen die Auer Spieler alt aussehen und erhöhten auf 5:0. Selbst das 1:5 in der 76. Minute durch den vorherigen Wiesbadener Maximilian Thiel stimmte die Auer Fans wenig verwunderlich nicht gnädiger.

Aue-Trainer Rost: "Den Schuh muss ich mir anziehen"

Was ein Befreiungsschlag für Aue werden sollte, wurde zum Heimdebakel. Schon zum Pausengang gab es Pfiffe für die eigenen Spieler, nach dem ernüchternden 0:5-Zwischenstand sangen die FCE-Anhänger höhnisch: "Einer geht noch, einer geht noch rein."

Im Gegensatz dazu muss Aue-Coach Rost in einer anderen Vorstellung gewesen sein, denn bei "Sport im Osten" lobte er die Zuschauer, die nach seiner Ansicht in der ersten und zweiten Halbzeit hinter der Mannschaft standen. "Großes Kompliment an unsere Fans. Es war ein brutal gebrauchter Tag für uns. Da gibt’s keine Worte mehr hinzuzugfügen", betonte der 43-Jährige. Seine Jungs nahm Rost in Schutz: "Es gibt keinen Vorwurf an die Truppe, den Schuh muss ich mir anziehen. Das war heute ein Lehrbeispiel vom Gegner, wie du in der 3. Liga Fußball spielen musst."

Dimitrij Nazarov 5 min
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FCE-Kapitän Nazarov: "Wir können uns nur bei jedem Fan entschuldigen"

Auch FCE-Kapitän Dimitrij Nazarov musste sich nach dem Schlusspfiff erst einmal sammeln, versuchte dann aber in Richtung der Fans die passenden Worte zu finden: "Wenn man am Zaun erwachsene Männer sieht, die den Tränen nahe sind – das sagt alles. Die Region lebt den Fußball hier und freut sich darauf, alle zwei Wochen hierherzukommen. Wir können uns nur bei jedem Fan entschuldigen, das ist nicht Aue." Was gibt es zu tun? "Wir müssen die extremen Fehler abstellen. Wir müssen das analysieren und gegen Saarbrücken besser machen", sagte Nazarov.

Lindemann: "Nerven behalten und miteinander reden"

Logischerweise war "SpiO"-Experte Lutz Lindemann vom Auftritt der "Veilchen" schwer enttäuscht. "Wenn ich das Spiel sehe, muss man Angst haben, dass es eine sehr schwache Saison wird", bekräftigte der einstige Trainer und Manager des FCE und fuhr fort: "Die Reaktion des Publikums sagt einiges." Sein Tipp für den FC Erzgebirge in der jetzigen Situation: "Nerven behalten und miteinander reden – aber ordentlich."

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jmd

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Aue Trainer Timo Rost auf dem Weg zum Training.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 15. August 2022 | 17:45 Uhr

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