Fußball | 3. Liga Unverständnis bei Dynamo Dresden: DFL lehnt Antrag auf Aufstockung ab

Die Deutsche Fußball Liga hat den Antrag von Dynamo Dresden auf eine Aufstockung der 2. Liga abgeschmettert. Die Schwarz-Gelben reagierten mit Enttäuschung und Unverständis auf die Entscheidung.

Markus Kauczinski
Am Tag des Abstiegs stand Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (re.) in Sandhausen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Bildrechte: imago images/Eibner

Dynamo Dresdens Kampf um den Klassenerhalt endete jäh, bevor er so richtig angefangen hat. Die Entscheidung fiel bereits, bevor es zu einer Abstimmung kommen konnte. Der Antrag der Sachsen auf eine Aufstockung der 2. Fußball-Bundesliga wird auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga keine Rolle spielen. Wie der Absteiger bestätigte, teilte die DFL dem Klub am Freitag mit, dass der entsprechende Antrag Anfang August nicht zur Abstimmung gestellt wird.

Marco Hartmann 6, Dresden enttäuscht
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SGD-Geschäftsführer Born: Sportliche Integrität spielt offenbar keine Rolle

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born zeigte für das Verhalten der DFL kein Verständnis. "Wir haben als Verein die wirtschaftliche Solidarität im Zuge der Fortsetzung des Spielbetriebes in der 2. Bundesliga uneingeschränkt gelebt. Es ist unverständlich, dass die sportliche Integrität des Wettbewerbes in der 2. Bundesliga offenbar keinerlei Rolle spielt. Anders lässt sich die ablehnende Haltung der DFL nicht erklären", sagte der 52-Jährige.

Als Grund für die ausbleibende Abstimmung führte die DFL gegenüber der SGD an, dass der eingereichte Vorschlag nach Rücksprache mit den DFL-Klubs auf der Mitgliederversammlung nicht mehrheitsfähig sei. Dies kritisiert der achtmalige DDR-Meister vehement, da eine solche Rücksprache "mit vereinzelten Vereinen der Liga keinen repräsentativen Charakter/Anspruch" haben könne.

Neun Spiele in 28 Tagen

Bereits vor dem Ende der vergangenen Saison hatte Dresden angekündigt, aufgrund des Abstiegs juristische Schritte prüfen zu wollen. Ein entsprechendes Gutachten über die Erfolgsaussichten liegt dem Club angeblich vor. Dynamo sieht eine Wettbewerbsbenachteiligung, da die Mannschaft aufgrund von mehreren Coronavirus-Fällen zunächst in Quarantäne und dann neun Spiele in 28 Tagen absolvieren musste. Der Drittligist aus Sachsen prüft derzeit weitere rechtliche Schritte.

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MDR aktuell 21:45 Uhr Di 21.07.2020 21:45Uhr 00:53 min

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dpa/sid

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Juli 2020 | 19:30 Uhr

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