Fußball | 2. Bundesliga DFL-Chef Seifert zu Dynamo: "Mir tut es sehr leid!"

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat sich erstmals zur Wutrede von Dynamo Dresdens Chris Löwe geäußert und dabei Verständnis gezeigt. Auch die Situation rund um den Klub nach der Corona-Pause lässt ihn nicht kalt.

Christian Seifert (DFL-Geschäftsführer)
Christian Seifert Bildrechte: imago images / Contrast

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat Verständnis für den emotionalen Ausbruch von Dynamo Dresdens Profi Chris Löwe gezeigt. "Mir tut es sehr leid für Dynamo Dresden. Mir tut es auch leid, dass der Spieler sich so fühlt. Ich fand es gut, dass er diese Emotionen auch rauslässt. Wo soll er auch damit hin?", sagte Seifert am Montag bei "Sport1".

Seifert: Nehme es in keiner Weise persönlich

Löwe hatte am vergangenen Donnerstag nach der 0:2-Niederlage des Zweitliga-Schlusslichts bei Holstein Kiel die Deutsche Fußball Liga (DFL) und namentlich auch deren Boss Seifert verbal scharf attackiert. "Wir sind am Ende die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß!", hatte Löwe am "Sky"-Mikrofon gesagt: "Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL, Christian Seifert oder wer auch immer, sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was bei uns in unseren Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal! Die sitzen da in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen und wir sind es, die das ausbaden!". Seifert sagte hierzu: "Ich habe das in keiner Weise persönlich genommen, denn eigentlich meint er ja nicht mich, sondern den Umstand, unter dem nun mal die 2. Bundesliga wieder gestartet ist - und insbesondere die Tatsache, dass natürlich Dresden durch zwei Infektionsfälle kurz vor dem Start einen wie auch immer gearteten Effekt verspürt hat, der sicherlich nicht zum Vorteil war."

Gespräch mit Dynamo

Weiter kündigte Seifert an, die DFL werde "im Gespräch mit den Verantwortlichen von Dynamo Dresden versuchen, die Situation nochmals zu erläutern, die alle 36 Klubs sehenden Auges, dass so etwas passieren könnte, getroffen haben". Hätte man damals noch länger mit dem Spielbetrieb pausiert, und "wären in dieser Zeit bei anderen Klubs positive Infektionsfälle eingetreten, dann hätte man uns möglicherweise vorgeworfen, wie naiv das war, das Ganze auszusetzen", erläuterte der 51-Jährige. Wegen positiver Coronafälle und einer Mannschaftsquarantäne kurz vor dem Restart der 2. Bundesliga musste Dynamo seine Partien seither im Dreitagesrhythmus absolvieren. Vor dem 34. und letzten Spieltag am kommenden Sonntag hat Dynamo nur noch minimale theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born (links) und Sportgeschäftsführer Ralf Minge bei der Mitgliederversammlung von Dynamo Dresden.
V. li.: Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born und Sport-Geschäftsführer Ralf Minge Bildrechte: imago/Steffen Kuttner

sid

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Aue-Cheftrainer Dirk Schuster
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 23. Juni 2020 | 11:40 Uhr

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