Fußball | 2. Bundesliga Krüger und Testroet bescheren Erzgebirge Aue drei Punkte zum Jahresauftakt

14. Spieltag

Erzgebirge Aue hat zum Jahresauftakt den vierten Saisonheimsieg gefeiert. Nach schwacher Anfangsphase mitsamt zwischenzeitlichem Rückstand sorgten allen voran Florian Krüger und Pascal Testroet für den 3:1 (1:1)-Erfolg über Eintracht Braunschweig um den früheren "Veilchen"-Trainer Daniel Meyer. Der FCE festigte mit nun 22 Punkten den sechsten Tabellenplatz.

Tor für Aue. Florian Krüger (11, Aue) trifft zum 1:1 und jubelt mit Pascal Testroet (37, Aue).
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Die Gastgeber, bei denen Sören Gonther (für Louis Samson) und Ben Zolinski (für Calogero Rizzuto) in die Startelf zurückkehrten, brauchten sichtbar lange Anlaufzeit, um sich die kurze Winterpause aus den Beinen zu schütteln. Braunschweig hingegen war von Anpfiff an bissiger, forscher und mutiger.

Kaufmann hält den Fuß hin, Krüger die Stirn

Tor für Eintracht Braunschweig. Fabio Kaufmann (7, Braunschweig) trifft zum 0:1.
Der Ex-Auer Kaufmann traf zur Braunschweiger Führung. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Das sollte sich gegen bis dato nachlässige "Veilchen" alsbald auszahlen. Nick Proschwitz hielt mit letztem Einsatz den Ball an der Grundlinie im Spiel – interessiert beobachtet von drei Auern spielten Lasse Schlüter und Felix Kroos dann jenen Doppelpass, den Schlüter aufs lange Eck weiteleitete, wo der frühere FCE-Akteur Fabio Kaufmann bloß noch den Fuß zur frühen Gästeführung hinhalten musste (17.).

John-Patrick Strauß' wichtige Grätsche im Fünfmeterraum gegen den aufgerückten Rechtsverteidiger Robin Ziegele verhinderte womöglich noch Schlimmeres (26.). Erst in dieser Phase fand die Schuster-Elf zu mehr Präsenz. Während die Eintracht Luft zu holen schien, setzten sich die Auer in deren Hälfte fest. Für diese deutliche Leistungssteigerung belohnten sich die Hausherren noch vor der Pause, als Florian Krüger nach Steve Breitkreuz' Kopfballverlängerung einer Riese-Ecke einköpfte (42.).

Traumkonter ebnet den Weg zum Auer Sieg

Tor für Aue. Florian Krüger / Krueger (11, Aue) trifft zum 2:1
Florian Krügers Kopfball nach tollem Konter stieß die Tür zum vierten Saisonheimsieg weit auf. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag

Jedoch kamen erneut die Gäste schwungvoll aus der Kabine. Clemens Fandrich klärte Kaufmanns Kopfball-Bogenlampe kaum eine Minute nach Wiederanpfiff für den geschlagenen Martin Männel von der Linie (46.). Später fehlten dem Braunschweiger Torschützen nach explosivem Lauf in die Tiefe nur Zentimeter zur erneuten Führung (65.).

Dies sollte aber das letzte Eintracht-Ausrufezeichen gewesen sein: Philipp Riese und der eingewechselte Dimitrij Nazarov brachten kurz darauf einen traumhaft ausgespielten Konter auf den Weg, den Pascal Testroet (Maßeingabe von halbrechts) und einmal mehr Krüger (punktgenauer Kopfball ins lange Eck) vollendeten (67.). Als Daniel Meyers Elf vergeblich die Brechstange schwang, versenkte Testroet die nahezu identische Auer Eckballvariante wie vor Krügers Ausgleich nun volley aus zehn Metern zum 3:1 in die Maschen (88.).

Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig in Bildern

Erzgebirgsstadion. Stadionansicht im winterlichen Weiss.
Das Lößnitztal rund um das Auer Erzgebirgsstadion war zum Zweitliga-Jahresauftakt blütenweiß eingeschneit. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Erzgebirgsstadion. Stadionansicht im winterlichen Weiss.
Das Lößnitztal rund um das Auer Erzgebirgsstadion war zum Zweitliga-Jahresauftakt blütenweiß eingeschneit. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild von links - Schiedsrichter Daniel Siebert, Trainer Daniel Meyer, Eintracht Braunschweig und Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue.
Das Spielfeld dank vieler Helfer und der funktionierenden Rasenheizung zeigte sich aber in robustem Zustand. Hier begrüßen sich Dirk Schuster und Daniel Meyer, Schusters Vorgänger auf der Auer Trainerbank und seit vergangenem Sommer in Braunschweiger Diensten. Es war Meyers erster Aufritt im Erzgebirge seit seiner Entlassung im August 2019. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild von links -  Marcel Bär (15, Braunschweig) und Steve Breitkreuz (12, Aue).
Die Gastgeber kamen gegen von Beginn an schwungvolle Braunschweiger schwer in die Partie. Hier versucht Steve Breitkreuz, den Ex-Zwickauer Marcel Bär vom Ball zu trennen. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Eintracht Braunschweig. Fabio Kaufmann (7, Braunschweig) trifft zum 0:1.
Fast folgerichtig brachte Fabio Kaufmann, der in der Saison 2016/17 einst 19 Zweitliga-Spiele für die "Veilchen" bestritt, Braunschweig gegen bis dato viel zu passiv agierende Gastgeber in Führung (17.). Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild von link - Robin Ziegele (40, Braunschweig), Ben Zolinksi (31, Aue) und Torwart Jasmin Fejzic (16, Braunschweig).
Aber die Heimelf hörte den Weckruf und arbeitete sich Stück für Stück ins Spiel. Hier verpasst Offensivmann Ben Zolinski eine Eingabe nur knapp. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Florian Krüger (11, Aue) trifft zum 1:1.
Der Lohn für die Leistungssteigerung folgte wenige Minuten vor der Halbzeit: Florian Krüger (hier verdeckt) köpfte kurz vor der Halbzeit den 1:1-Ausgleich (42.). Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Florian Krüger (11, Aue) trifft zum 1:1 und jubelt mit Pascal Testroet (37, Aue).
Pascal Testroet empfängt den U21-Nationalspieler anschließend zum Jubel. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Florian Krüger / Krueger (11, Aue) trifft zum 2:1
Nach erneut wackligem Beginn des FC Erzgebirge in der zweiten Halbzeit mitsamt zwei großen Chancen des Braunschweiger Torschützen Kaufmann (46./65.) zog die Schuster-Elf das Spiel dank eines wunderbar vorgestragenen Konters nach einer Eintracht-Ecke endgültig auf ihre Seite. Über Philipp Riese und Joker Dimitrij Nazarov kam der Ball zu Testroet, der am langen Pfosten einmal mehr Florian Krüger finden sollte – dessen Kopfball landete punktgenau im langen Eck (67.). Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Tor für Aue.  Florian Krüger / Krueger (11, Aue) trifft zum 2:1 und jubelt mit Pascal Testroet (37, Aue) und Sören Gonther (26, Aue)
Artig holt sich Krüger die Gratulationen von Vorbereiter Testroet und Innenverteidiger Sören Gonther ab. Bildrechte: PICTURE POINT/Sven Sonntag
Im Bild von links - Marcel Bär (15, Braunschweig), Florian Krüger (11, Aue) und Steve Breitkreuz (12, Aue).
Krüger hat nun bereits sieben Saisontore auf seinem Konto. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig -  Tor für Aue. Pascal Testroet (37, Aue) trifft zum 3:1 und jubelt.
Und es wurde noch besser: Pascal Testroet jagte einen von Florian Ballas verlängerten Riese-Eckball aus zehn Metern unhaltbar zur Entscheidung in die Maschen und dreht jubelnd ab (88.). Testroet ist mit neun Saisontoren aktuell bester FCE-Schütze. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig - der Endstand des Spieles an der Anzeigetafel.
Das 3:1 über den Aufsteiger bedeutete Erzgebirge Aues vierten Sieg im siebten Saisonheimspiel. Mit nun 22 Punkten setzte sich das Team von Cheftrainer Dirk Schuster weiter in der oberen Tabellenhälfte fest. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
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Das sagten die Trainer

Daniel Meyer (Braunschweig): "Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht, sind sehr gut reingekommen, verdient in Führung gegangen und haben sogar die Möglichkeit, das zweite Tor zu erzielen. Allerdings haben wir dann defensiv etwas Probleme bekommen, nachdem Aue den Spielaufbau umgestellt hat. Das haben wir dann nach der Pause wieder ganz gut in den Griff bekommen. Aber insgesamt muss man konstatieren, dass wir vorn nicht effizient genug sind und hinten eklatante Fehler machen. Das Frustrationslevel, wie das zweite Gegentor zustandekommt, ist nicht in Worte zu fassen."

Aue-Cheftrainer Dirk Schuster 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

So 03.01.2021 17:07Uhr 02:17 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-erzgebirge-aue-dirk-schuster-pressekonferenz-braunschweig-100.html

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Aue-Cheftrainer Dirk Schuster 2 min
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So 03.01.2021 17:07Uhr 02:17 min

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Dirk Schuster (Aue): "Wir waren die ersten 15, 20 Minuten relativ schläfrig, waren nicht kompakt genug. Und die Eintracht hat es gut hinten raus gespielt. Das 0:1 war mehr als verdient und für uns ein 'Hallo-wach'-Effekt. Wir haben in dieser Woche großen Wert auf Standards gelegt – und damit haben wir auch den Ausgleich erzielt. Eintracht ist dann wieder besser aus der Halbzeit gekommen. Uns hat dann die gute Umschaltaktion zur Führung geholfen. Erst mit dem 3:1 waren wir aber aller Sorgen ledig."

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Januar 2021 | 22:00 Uhr

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