Fußball | 2. Bundesliga Späte Glücksgefühle für Erzgebirge Aue

18. Spieltag

Spiel aus dem Feuer gerissen, 600. Zweitliga-Tor erzielt und das 50. Spiel für Trainer Dirk Schuster veredelt: Der FC Erzgebirge Aue ist mit einem knappen Sieg in die Rückrunde gestartet, nach dem es gegen Schlusslicht Würzburger Kickers lange Zeit nicht aussah. Doch die Gäste selbst brachten die Veilchen in die Partie zurück.

Auch dreckige Siege bringen drei Punkte. Das 2:1 gegen Würzburg gehört sicher in diese Kategorie. Aber Aue verdiente sich auch deshalb die drei Punkte, weil sie trotz Rückstandes immer dranblieben und dann die Gunst der Stunde nutzten.

Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue - Würzburger Kickers in Bildern

Scheetreiben im Erzgebirgsstadion
Flockenwirbel im Erzgebirge: Die Veilchen empfingen zum Rückrundenauftakt die Würzburger Kickers. Bildrechte: Picture Point
Scheetreiben im Erzgebirgsstadion
Flockenwirbel im Erzgebirge: Die Veilchen empfingen zum Rückrundenauftakt die Würzburger Kickers. Bildrechte: Picture Point
Marc Hensel und Dirk Schuster
Und der wünschte sich schon auf der Pressekonferenz den Dreier. Mahnte aber, dass Würzburg mit der Elf, die zum Saisonauftakt 3:0 geschlagen wurde, nicht mehr viel gemein hat. Bildrechte: Picture Point
Christian Strohdiek und Pascal Testroet
Aue kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Pascal Testroet vergab hier eine gute Chance. Bildrechte: Picture Point
Würzburgs Ridge Munsy trifft zum 0:1 und jubelt
Das Tor fiel auf der anderen Seite. Ex-Veilchen Ridge Munsy traf ins rechte Eck. Bildrechte: Picture Point
Aues Florian Krüger trifft zum 1:1
In der Schlussphase stach dann Florian Krüger zu, veredelte einen Konter zum Ausgleich. Bildrechte: Picture Point
Spielerkreis Erzgebirge Aue
Ein Sieg war Pflicht - immerhin feierte Trainer Dirk Schuster mit dem 50. Spiel für die Veilchen ein rundes Jubiläum. Bildrechte: Picture Point
Patrick Sontheimer und John Patrick Strauß
Und so wurde es in der ersten Halbzeit die erwartet zähe Angelegenheit. Beide Teams kreierten kaum Chancen. Hier versucht Jim-Patrick Strauß, den Ball an Patrick Sontheimer vorbei zu spitzeln. Bildrechte: Picture Point
Chance für Würzburg, Ognjen Gnjatic (33, Aue), Marvin Pieringer (10, Wuerzburg), Torwart Martin Männel / Maennel (1, Aue).
Aues Schlussmann Martin Männel musste zudem bei den Angriffsversuchen der Gäste stets auf der Hut sein. Bildrechte: Picture Point
Aues Florian Krüger trifft zum 1:1
Und Krüger machte klar: Aue will hier mehr, will die drei Punkte. Bildrechte: Picture Point
Aues Florian Ballas bejubelt den Treffer zum 2:1
Dann legte Krüger in der 86. Minute auf Florian Ballas quer, der in den Winkel traf. Der Sieg war perfekt. Bildrechte: Picture Point
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Aue mit Genauigkeitsproblemen

Dirk Schuster schickte die Siegerelf von Osnabrück auf den von fleißigen Helfern freigeräumten Platz. Und die kam nur schwer in die Partie, hätte dennoch in der achten Minute um ein Haar geführt: Nach einer Eingabe von der rechten Seite durch Jan Hochscheidt säbelte Sören Gonther zunächst über den Ball. Pascal Testroet stocherte aus fünf Metern, ein Würzburger Bein war aber dazwischen.

Danach scheiterte Aue meist an eigenen Ungenauigkeiten, die Gäste wurden zudem mutiger. Angetrieben vom ballsicheren David Kopacz kamen sie in der 27. Minute zur besten Chance. Doch Marvin Pieringer haute den Ball aus sieben Metern neben den Kasten. Auch Ridge Munsy zeigte kurz vor der Pause, warum Würzburg aktuell auf dem letzten Platz steht. Von Aue kam derweil offensiv wenig, einzig beim Flachschuss von Florian Krüger (28.) wurde es halbwegs gefährlich.

Patrick Sontheimer und John Patrick Strauß
John Patrick Strauß (re.) versucht an Patrick Sontheimer vorbeizukommen. Bildrechte: Picture Point

Würzburg führt - Aue am Ende eiskalt

Nach dem Wechsel kam Aue mit dem eingewechselten Calogero Rizzuto besser ins Spiel. Krüger und Testroet vergaben aber gute Chancen. Das rächte sich. Der Ex-Auer Munsy nutzte in der 52. Minute eine Nachlässigkeit in der Deckung und nagelte den Ball in den rechten Winkel.

Die Gastgeber blieben aber dran, der Ball wollte nur nicht in die Maschen. Krügers Kopfball fehlte die Genauigkeit, Dimitrij Nazarov verpasste den Ball vor dem Tor. Auf der Gegenseite musste Martin Männel gegen Kopacz in höchster Not retten. Als die Zeit knapp wurde, half Würzburg mit. Nach eigenem Freistoß standen die Gäste hinten völlig blank. Testroet marschiert durch, legte auf Krüger ab, der zum 1:1 in den Winkel traf (78.). Gegen nun verunsicherte Gäste gelang Florian Ballas mit Traumtor in den rechten Knick – die Vorarbeit kam von Krüger – sogar noch der Siegtreffer (86.).

Aues Florian Krüger trifft zum 1:1
Aues Florian Krüger trifft zum 1:1 Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer:

Benjamin Sachs (Würzburg): "Glückwunsch an Erzgebirge Aue. Wir hatten uns viel vorgenommen, kamen gut ins Spiel. Wir haben auch taktisch die Aufgaben gut gespielt. Dann kam Aue mit der ersten Situation nach dem Wechsel. Ich habe viele Chancen auf beiden Seiten gesehen. Wir machen das 1:0, das ist das, was du brauchst. Haben das zweite auf dem Fuß. Das machen wir nicht, das 1:1 war naiv verteidigt. Er ist mit der Hacke im Abseits, das kommt auch noch dazu. Wir standen immer tiefer. Das war am Ende brutal."

Dirk Schuster (FC Erzgebirge Aue): "Es war ein ausgeglichenes Spiel. In der ersten Halbzeit haben sich beide neutralisiert. Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir konnten heute eigentlich nur verlieren. Wir hatten Respekt. Wenn du dann in Rückstand gerätst, wird es schwer für uns. Wir haben aber die Geduld behalten. Nach dem 0:1 haben wir dem Gegner fast das 0:2 serviert. Wir haben aber nicht den Glauben verloren. Das Ausgleichsgeschenk haben wir dankend angenommen. Dann der Sonntagsschuss von Ballas. Wenn du weiter oben stehst, fliegt so einer auch mal rein. Ich bin stolz, dass wir das mit Ruhe weitergespielt haben."

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rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Januar 2021 | 21:45 Uhr

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