Fußball | DFB-Pokal Bayern München mit Lehrstunde für Carl Zeiss Jena

Die Frauen des FC Carl Zeiss Jena sind im DFB-Pokal-Viertelfinale krachend gescheitert. Gegen den FC Bayern München war Jena chancenlos. Bereits nach 45 Minuten war die Partie entschieden. Dabei präsentierten sich die Thüringerinnen vor allem im eigenen Strafraum amateurhaft, bekamen häufig den Ball nicht weg und luden die Gegnerinnen so zum Toreschießen ein. Diese nahmen das Angebot gleich neunmal an. Dass es nicht zweistellig wurde, hatte Jena seiner Torfrau Inga Schuldt zu verdanken.

1:9 (1:5) hieß es aus Sicht des FC Carl Zeiss Jena nach 90 einseitigen Minuten gegen Bayern München. Klara Bühl (9., 39.), Jovana Damnjanovic (25., 37.), Lina Magull (42.), Saki Kumagai (55.), Viviane Asseyi (83.) und Maximiliane Rall (88.) trafen für den in allen Belangen überlegenen Favoriten. Hinzu kam ein Eigentor durch Any Adam (77.). Ebenfalls ein Eigentor von Hanna Glas (40.) führte zum Jenaer Ehrentreffer.

Schuldt hält Rückstand in Grenzen

Die Bayern-Frauen, die letztmals 2018 in einem DFB-Pokal-Finale standen und dort im Elfmeterschießen dem VfL Wolfsburg unterlegen waren, ließen von der ersten Minute keinen Zweifel darüber aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Die Münchnerinnen erarbeiteten sich gegen erschreckend schwache Thüringerinnen, bei denen einige wichtige Spielerinnen wegen Corona-Infektionen nicht auflaufen konnten, Chancen im Minutentakt. Einzig Jenas Torfrau Inga Schuldt war es zu verdanken, dass die Pausenführung der Gäste nur 5:1 betrug.

Auch nach der Pause waren die Bayern-Frauen, bei denen Trainer Jens Scheuer durchwechselte, überlegen. Allerdings ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig.

Tina Kremlischka gegen Giulia Gwinn
Tina Kremlischka gegen Giulia Gwinn Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Spiel am Sonntag wichtiger

FCC-Trainerin Anne Pochert hatte im Vorfeld das Pokal-Viertelfinale gegen Bayern als "Bonusspiel" bezeichnet. Wichtiger sei das Bundesliga-Duell am Sonntag gegen den SC Sand. Dann gastiert der Tabellenletzte beim Vorletzten im Paradies. Mit einem Sieg würden die Nicht-Abstiegshoffnungen der Jenaerinnen noch einmal etwas größer werden.

"Am Ende ist das Ergebnis total deutlich und auch in der Höhe verdient für Bayern. Das war heute nicht nur ein Klassenunterschied, da waren zwei Klassen dazwischen. Wir hatten große Personalprobleme [fünf Corona-Fälle in der Mannschaft, Anm. der Redaktion], das war auch ein Grund warum wir nicht die erhoffte Leistung abrufen konnten", analysierte Pochert das Spiel im Anschluss. Der Plan, die Bayern höher zu attackieren sei nicht aufgegangen. Auch die vielen Standards seien in dieser Anzahl gegen ein Spitzenteam nicht alle zu verteidigen. Nun gelte es, gegen Sand mit neuer Motivation ein anderes Spiel zu zeigen.

Vorschaubild Anne Pochert 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

___
red/dpa

Videos und Audios zu den Pokal-Wettbewerben

Florian Scholz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Es war die härteste Nuss, die RB Leipzig im Achtelfinale der Champions League zugelost bekommen konnte - Manchester City. Der Kaufmännische Leiter Florian Scholz sprach von einem Hammergegner.

Mo 07.11.2022 13:58Uhr 00:49 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-rb-leipzig-manchester-city-florian-scholz-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Willi Orban
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Marco Rose
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (76)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 28. Februar 2022 | 21:45 Uhr