10.07.2020 | 18:05 Uhr Laute Baustelle - Anwohner in Meißen bekommen Gehörschutz vom Amt

Im Meißen wird an der B6 am Elbufer eine Stützwand saniert. Bei den Bauarbeiten wird unter anderem Beton mit Höchstdruckwasserstrahlen abgefräst. Die Lärmentwicklung dabei überschreitet die Grenzwerte, in der Spitze werden bis zu 95 Dezibel erreicht. Betroffene Anwohner sollen nun Gehörschutz bekommen - gestellt vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Meißen Bauarbeiten Lärmschutz
Diese Baustelle an der Siebeneichener Straße in Meißen verursacht viel Dreck und vor allem Lärm. Anwohner sollen deshalb jetzt einen Gehörschutz bekommen. Bildrechte: Claudia Hübschmann

Es geht nur um eine Strecke von rund 700 Metern, am Meißener Elbufer, zwischen Eisbus und Eisenbahnbrücke, die die Altstadt mit dem Bahnhof verbindet. Dort wird an der B6, die hier Siebeneichener Straße heißt, seit zwei Wochen eine Stützwand saniert.

Das Problem ist dabei nicht allein, dass die Arbeiten nach Angaben des zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) voraussichtlich noch bis Ende August dauern werden. Das Hauptproblem für die Anwohner ist die Lärmentwicklung bei den Bauarbeiten - zum Einsatz kommen Höchstdruckwasserstrahler, die die oberste Betonschicht entfernen sollen.

Grenzwerte überschritten

Bei diesen Arbeiten entstehe eine Lärmbelastung von bis zu 95 Dezibel. Das hätten tägliche Messungen des Landesamtes ergeben, berichtet die "Sächsische Zeitung". Zudem überschritten auch die Belästigungen durch die Staubentwicklung der Baustelle die zulässigen Werte, heißt es weiter.

Verfahren alternativlos

Gleichwohl hat das Lasuv mitgeteilt, dass "Höchstdruckwasserstrahlen für das Entfernen der obersten Betonschicht alternativlos" seien. Andere in Erwägung gezogene Methoden hätten demnach die gesunde Bausubstanz nicht vollständig erhalten und den Schaden noch größer werden lassen.

Mittagsruhe und Gehörschutz

Um die Belastung für die Anlieger zu lindern, sei mittlerweile mit besonders stark betroffenen Anwohnern vereinbart worden, dass diese einen persönlichen Hörschutz erhalten. Die Strahlarbeiten sollen nun generell nicht länger als bis 13 Uhr durchgeführt werden.

Details noch unklar

Die genaueren Details - wie viele Anwohner insgesamt betroffen sind und wann sie welche Art von Gehörschutz bekommen sollen - sind aber offenbar noch unklar. Auf Nachfrage von MDR SACHSEN bestätigte eine Sprecherin des Lasuv am Freitagmittag zwar prinzipiell, dass den Anliegern geholfen werden soll. Eine genauere Information dazu werde es aber erst "in der nächsten Woche" geben.

Quelle: MDR/rad

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