Schwerpunkte Dresden und Leipzig Elf Festnahmen bei Großrazzia im Drogenmilieu

Polizisten stehen an einer durch ein Polizeifahrzeug blockierten Straße
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Etwa 1.300 Polizeibeamte haben bei einer Großrazzia in Sachsen und anderen Bundesländern am Mittwoch das Drogenmilieu ins Visier genommen. Unter der Federführung des Landeskriminalamts (LKA) wurden vor allem in Dresden und Leipzig zahlreiche Gebäude wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln durchsucht, wie LKA-Sprecher Tom Bernhardt sagte.

Elf Männer im Alter zwischen 25 und 41 Jahren wurden festgenommen, weil gegen sie Haftbefehle vorlagen - alle im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln, so Bernhardt. Fünf Festnahmen gab es in Dresden, fünf in Leipzig und eine in Berlin. Sieben Verdächtige seien deutsche Staatsbürger, zwei ukrainische, einer irakischer und ein Verdächtiger habe die deutsch-irakische Staatsbürgerschaft. Der Ermittlungsrichter habe Untersuchungshaft für die Festgenommenen angeordnet.

Drogen und Vermögenswerte sichergestellt

Insgesamt wurden am Mittwoch 50 Wohnungen und Objekte durchsucht. Der Großteil dieser Gebäude befindet sich im Stadtgebiet oder dem Umland von Dresden und Leipzig. Jeweils ein Objekt wurde in Berlin, Jena, Halle und im brandenburgischen Senftenberg durchsucht.

Neben den Festnahmen hätten die Beamten am Mittwoch knapp 180.000 Euro Bargeld, Waffen und Munition und vier Pkw sichergestellt, so die Staatsanwaltschaft Dresden. Auch mehrere Kilogramm Drogen, zwei Mottorräder, IT-Technik und eine Jacht habe man beschlagnahmt.

Wegen des hohen Bedarfs an Spezialkräften wurden die Maßnahmen durch Spezialeinsatzkommandos aus sechs Bundesländern und der GSG 9 unterstützt.

Tom Bernhardt Landeskriminalamt Sachsen

Polizeiaktion dauert an

Die Staatsanwaltschaften in Leipzig und Dresden ermitteln den Angaben zufolge gemeinsam mit der Polizei und dem Zoll seit Sommer 2020 in einem "größeren Verfahrenskomplex" wegen des Verdachts auf organisierten Drogenhandel in nicht geringer Menge. Dabei seien "mehrere Tatverdächtige" ermittelt und Strukturen der Bande aufgedeckt worden.

Durch die Vollstreckung von Haftbefehlen, der Sicherstellung weiterer Beweismittel und insbesondere der Sicherung von Vermögenswerten über bestehende Arrestbeschlüsse, kann Köpfen der Szene ein schwerer Schlag versetzt und die bestehenden Strukturen geschwächt werden.

Petric Kleine Präsident Landeskriminalamt

Quelle: MDR/lam/bj/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2021 | ab 08:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 27.01.2021 | 19:00 Uhr

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