Vorschlag der gemeinnützigen Arbeit oder Amnestie Kritik an Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen in Corona-Zeiten

Gefängnis
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In Sachsen gibt es Kritik daran, dass Ersatzfreiheitsstrafen wieder vollstreckt werden. Der Sprecher der Gefangenengewerkschaft GGBO, Manuel Matzke, sagte dem MDR, mit Blick auf eine zweite Corona-Welle sei es nicht sinnvoll, die Betroffenen ins Gefängnis zu stecken. Er plädierte stattdessen für eine Amnestie.

Ähnlich äußerte sich die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel. Corona habe die sächsischen Gefängnisse zwar im Wesentlichen verschont, man könne sich aber nicht in Sicherheit wiegen. Nagel schlägt vor, die Ersatzfreiheitsstrafen in gemeinnützige Arbeit umzuwandeln. Betroffen sind rund 3.000 Menschen.

Ersatzfreiheitsstrafen verhängen Gerichte, wenn jemand eine Geldstrafe nicht zahlen kann oder will. Sie waren wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL | 13.08.2020 | 06:07 Uhr

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