Fenster und Türen geschlossen halten Feuer in Gummifabrik in Ballenstedt – Brand unter Kontrolle

Im Landkreis Harz ist ein Großbrand in einer Gummifabrik unter Kontrolle. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Anwohner werden auch am Dienstag aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das Feuer in einer Gummifabrik in Ballenstedt ist noch nicht gelöscht. Einsatzleiter Holger Kohl sagte am am Dienstagmorgen MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe noch zahlreiche Glutnester und große Hitze. Die Kameraden müssten weiter unter Atemschutz löschen, weil es so stark qualme. Er rechne damit, dass der Einsatz noch den ganzen Tag dauere. Anwohner wurden aufgerufen, weiterhin Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Löscheinsatz der Feuerwehr in Ballenstedt läuft seit Sonntag. Auf dem Werksgelände waren Gummireste und Kautschuk zwischen zwei Lagerhallen in Brandt geraten. Zwischenzeitlich drohten die Flammen auf die Gebäude überzugreifen.

Fassaden und Dächer wurden durch die starke Hitze beschädigt – die Hallen brannten aber nicht vollständig aus. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Verletzt wurde niemand.

Wir kriegen nicht so schnell Löschwasser hier her, wie wir es eigentlich gerne hätten. Am Ende kann man alles löschen – es ist nur eine Frage der Zeit. Das Gummi ist teilweise vier Meter hoch gestapelt.

Holger Kohl, Freiwillige Feuerwehr der Stadt Ballenstedt

Der Einsatz könnte bis Dienstag andauern

Auch am Montagabend war die Feuerwehr noch mit schwerem Gerät dabei. Dabei hätten sie die zunächst gelöschten Gummistapel auseinander gezogen, sagte die Feuerwehrsprecherin der Stadt Ballenstedt. Die Flammen seien wieder aufgelodert, weil frischer Sauerstoff an das Gummi gekommen sei. Um besser löschen zu können, sei eine Drehleiter zum Einsatz gekommen.

Großbrand Feuer in Gummifabrik in Ballenstedt

Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle. Anwohner sollten aber bis Dienstagmorgen Fenster und Türen geschlossen halten. Laut Feuerwehr soll etwa eine Fläche von 600 bis 1.000 Quadratmeter gebrannt haben.

In einem Gummiwerk in Ballenstedt ist ein Feuer ausgebrochen: Feuerwehrleute im Einsatz, vor ihnen lodernde Flammen.
Auf einem Werksgelände in Ballenstedt haben bis Dienstagmorgen Gummireste und Kautschuk zwischen zwei Lagerhallen gebrannt. Zwischenzeitlich drohten die Flammen auf die Gebäude überzugreifen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
In einem Gummiwerk in Ballenstedt ist ein Feuer ausgebrochen: Feuerwehrleute im Einsatz, vor ihnen lodernde Flammen.
Auf einem Werksgelände in Ballenstedt haben bis Dienstagmorgen Gummireste und Kautschuk zwischen zwei Lagerhallen gebrannt. Zwischenzeitlich drohten die Flammen auf die Gebäude überzugreifen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Viele Feuerwehrleute stehen vor dem Großbrand in der Gummifabrik.
Fassaden und Dächer wurden durch die starke Hitze beschädigt – die Hallen brannten aber nicht vollständig aus. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
In einem Gummiwerk in Ballenstedt ist ein Feuer ausgebrochen. Eine Rauchsäule zeigt sich von Weitem schon.
Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Eine dicke, dunkle Rauchwolke steigt über der Gummifabrik empor.
Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Verletzt wurde niemand. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
In einem Gummiwerk in Ballenstedt ist ein Feuer ausgebrochen. Eine Rauchsäule zeigt sich von Weitem schon.
Den Schaden bezifferte die Polizei am Dienstagmittag auf etwa 500.000 Euro. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
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Das Feuer war am Sonntagabend gegen 20 Uhr auf dem Gelände des Gummiwerks ausgebrochen. Zeitweise stand Gummigranulat auf einer Fläche von etwa 600 bis 1.000 Quadratmeter in Flammen.

Es ist heftig, weil sonst ist hier nichts los. Es sieht schon wie eine Katastrophe aus, wie ein Bombemeinschlag – gruselig.

Anwohner Annabell und Alexander zum Brand der Gummifabrik
Ein junger Mann steht im T-Shirt vor zwei Mikrofonen.
Enrico Olbrich, Betreiber der Diskothek "Mirage" muss seine Pläne zur Wiedereröffnung überarbeiten. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

In einer der Hallen sollte in Kürze wieder die Diskothek "Mirage" aufmachen. Enrico Olbrich, Betreiber von der Diskothek, erklärt MDR SACHSEN-ANHALT, dass von den fünf Wasserhydranten in unmittelbare Nähe zur Fabrik nur zwei mit dem nötigen Wasserdruck funktionieren würden. "Wir haben schon vor drei Jahren darauf hingewiesen. Das funktioniert so nicht und die Feuerwehr ist dadurch komplett überfordert", meint Olbrich. Für ihn sei der Brand ein erneuter Schlag ins Gesicht. Die geplante Wiedereröffnung der Partylocation sei jetzt erstmal hinfällig. "Das ist jetzt einsturzgefährdet und wird definitiv abgerissen – das gibt es definitiv nicht mehr zu retten."

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Quelle: MDR/pow

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 27. Juli 2020 | 09:00 Uhr

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