MDR I 12.01.2022 Willkommen in Schinne: MDR-Doku über Freude, Sehnsucht und Perspektiven des Landlebens

Wie lebt es sich auf dem Land? Was bewegt die Menschen dort? Ist das Dorfleben immer eine „Postkarten-Idylle“? Diesen Fragen geht der Film „Willkommen in Schinne – Landleben in der Altmark“ aus der MDR-Reihe „HeimatGeschichten“ nach.

Die Erntekrone aus Schinne
Erntezeit in Schinne Bildrechte: Open house media

Zwei Jahre lang hat der Dokumentarfilmer Tom Lemke die Bewohnerinnen und Bewohner von Schinne filmisch begleitet. Entstanden ist ein unterhaltsames und nachdenkliches Zeitdokument über Freude, Sehnsucht und Perspektiven, die das Landleben zu bieten hat – ab sofort in der ARD Mediathek sowie am 16. Januar 2022, um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.

Im kleinen Dorf Schinne in der Altmark leben etwas mehr als 400 Menschen. Es sind Alteingesessene, viele Rückkehrer und einige Zugezogene. Schinne liegt in der Nähe von Stendal in Sachsen-Anhalt. Man kann hier gut leben und das in einer Region, wo viele Dörfer seit den 1990er Jahren langsam aussterben. In diesem Dorf gibt es eine Grundschule, eine neue Turnhalle und sieben Vereine, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner engagieren. Aber das Landleben hat auch hier zwei Seiten …

Landwirt Frank Lenz mit seinem Sohn Karl
Landwirt Frank Lenz mit seinem Sohn Karl Bildrechte: Open house media

So macht sich beispielsweise Landwirt Frank Lenz Gedanken darüber, wie es später mit seinem Milchviehbetrieb weitergehen wird. Sein Sohn Karl ist zehn Jahre alt und will den Familienbetrieb einmal übernehmen. Die wirkliche Last, die ein Landwirt trägt, sieht er noch nicht.

Die Frage des Fortbestehens vom Familienbetrieb steht auch im Hause Rohst an. Detlef Rohst hat den Pferdezuchtbetrieb von seinem Vater übernommen. Seine Tochter Cindy will den Betrieb übernehmen, aber sie muss ihn auf neue Füße stellen.

Bärbel Koslowski hat ein Heimatmuseum
Bärbel Koslowski hat ein Heimatmuseum Bildrechte: Open house media

Bärbel Koslowski ist Rentnerin und besitzt einen großen Vierseitenhof, der einst der Landwirtschaftsbetrieb ihrer Großeltern war. Viele dieser typischen Altmark-Höfe zerfallen. Bärbel Koslowski hat ein Museum daraus gemacht.

Als die Pandemie über das Land kam, brach auch in Schinne das soziale Leben zusammen. Nach und nach versuchen die Bewohner seitdem Strukturen wiederzubeleben, die die Menschen im Dorf zusammenhalten.