Mitteldeutschland kompakt | 07.10.2022

Der Landkreis Mittelsachsen hat der Landesregierung vorgeworfen, keine klare Strategie zur Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen zu haben.

Um es gut zu machen, brauche man einen Plan, sagte Landrat Dirk Neubauer dem MDR. Den könnten Landkreise und Kommunen nicht alleine aufstellen. Aufnahme und Unterbringung der Geflüchteten sei das eine, Integration das andere, sagte Neubauer. Die meisten Kommunen in Sachsen seien am Ende der Fahnenstange angekommen. Mittelsachsen muss bis Jahresende 750 neue Unterbringungsplätze schaffen. Neubauer zufolge wird das gelingen.

Unter dem Motto "Das Licht breitet sich in der Stadt aus" findet das Lichtfest in Leipzig am Sonntag (9. Oktober) an mehreren Orten innerhalb des Innenstadtrings statt.

Von 19:00 bis 23:00 Uhr werden auf dem Augustusplatz, dem Burgplatz und dem Richard-Wagner-Platz Lichtinstallationen von Künstlerinnen und Künstlern aus Polen, Frankreich und Deutschland zu sehen sein. Eine Kerzeninstallation mit der Jahreszahl "89" soll von allen Besucherinnen und Besuchern im Nikolaikirchhof zum Leuchten gebracht werden. Mit dem Lichtfest erinnert die Stadt Leipzig an die entscheidende Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989. Von der Nikolaikirche aus zogen mehr als 70.000 Menschen über den Innenstadtring, um friedlich gegen das SED-Regime zu demonstrieren.

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen sieht so gut wie keine Kapazitäten mehr für die Aufnahme von Flüchtlingen.

Wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilte, gibt es derzeit noch sieben frei Plätze in Einzel- und 20 in Gemeinschafts-unterkünften. Den Angaben nach hat das Land die Ankunft weiterer Busse mit Flüchtlingen angekündigt. Schon mit einem Bus würden die noch freien Kapazitäten überstiegen, so die Sprecherin. Eine Lösung für das Problem sei nicht in Sicht. Schmalkalden-Meiningen hat nach eigenen Angaben bisher 1.116 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen. Außerdem sind derzeit 656 Flüchtlinge aus anderen Ländern im Landkreis untergebracht. Davon kommen die meisten aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.

Mit dem Anschnitt eines Zwiebelkuchens wurde heute der 369. Weimarer Zwiebelmarkt eröffnet.

Drei Tage lang nehmen rund 400 Verkaufsstände, mehrere Bühnen und Straßenkünstler die Innenstadt in Beschlag. Im Mittelpunkt des bekanntesten Thüringer Volksfests stehen wie immer die Zwiebelbauern aus Heldrungen. An ihren Ständen verkaufen sie kunstvoll geflochtene rot-weiße Zwiebelzöpfe. Es werden zehntausende Besucher erwartet.

Bundesumweltministerin Lemke will sich heute im Nationalpark Harz einen Eindruck vom Ausmaß der Schäden der Waldbrände dieses Sommers machen.

Ein Besuchspunkt ist unter anderem die Umgebung des Brockenplateaus. Allein der jüngste Waldbrand am Brocken hatte nach Angaben der Nationalparkverwaltung auf rund zwölf Hektar gewütet. Der Landkreis Harz geht sogar von insgesamt 330 Hektar aus, die betroffen waren. Landkreis, Nationalpark und die Stadt Wernigerode hatte sich darauf geeinigt, Brandschneisen einzurichten und mehr Totholz aus den Wäldern zu holen. Rund um den Ort Schierke wurden gestern die ersten abgestorbenen Fichten beseitigt.

Der ukrainische Präsident Selenskyj meldet den Rückzug Tausender russischer Soldaten.

Auch im Süden des Landes habe die Armee die Frontlinie durchbrochen, sagte Selenskyj in einer Videoansprache. In der Region Cherson habe die Ukraine mehr als 500 Quadratkilometer und Dutzende Ortschaften zurückerobert. Ähnliche Erfolge soll es zuvor schon im Nordosten gegeben haben, unabhängig überprüfen lässt sich das nicht. Inzwischen warnte US-Präsident Biden vor einer nuklearen "Apokalypse". Ein solches Risiko habe es seit der Kubakrise 1962 nicht mehr gegeben, sagte Biden in New York. Russlands Präsident Putin mache "keine Witze", wenn er mit dem Einsatz von Atomwaffen drohe, um seine Invasion in der Ukraine fortzusetzen, sagte Biden.

Die Bundesregierung erwartet für das kommende Jahr offenbar eine Rezession und eine anhaltend hohe Inflation.

Das schreibt die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf die am kommenden Mittwoch erscheinende Herbstprognose. Dem Bericht zufolge wird in Deutschland für das kommende Jahr ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent und eine Teuerungsrate von acht Prozent erwartet. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird dem Gutachten aus dem Wirtschaftsministerium zufolge trotzdem nur gering ausfallen. Laut "Bild" gehen führende Politiker der Ampel-Koalition bereits davon aus, dass auch 2023 weitere Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden müssen.

Die Appelle der Bundesregierung zum Gassparen greifen offenbar noch nicht.

Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, ist der Gasverbrauch auch in der vergangenen Woche stark gestiegen. Private Haushalte und kleinere Gewerbekunden hätten fast zehn Prozent mehr verbraucht als im Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021. Industrie-Kunden hätten gut zwei Prozent mehr verbraucht. Der Chef der Bundesnetzagentur, Müller, sagte, die Lage könne sehr ernst werden. Ohne mindestens 20 Prozent Einsparung werde Deutschland im Winter eine Gasnotlage kaum vermeiden können. SPD-Chef Klingbeil bat die Bundesbürger heute um Geduld in Bezug die geplante Gaspreisbremse. Die von der Regierung eingesetzte Expertenkommission werde am Montag ein - so wörtlich - kluges Modell vorlegen.

Als einer der ersten Banken in Deutschland will die ING ihren Kunden bald wieder Zinsen auf Tagesgeld zahlen.

Das Bankhaus teilte mit, ab dem 6. Dezember werde es ohne Bedingungen wieder 0,3 Prozent Zinsen auf das Tagesgeld geben. Man habe bereits das Verwahrentgelt gestrichen und begonnen, Zinsen auf den Sparbrief zu zahlen.

Das EU-Notfallpaket gegen hohe Energiekosten ist nun endgültig beschlossen worden.

Tschechiens Industrieminister Sikela sagte in Brüssel, damit habe die EU einen wichtigen Schritt gemacht, um die hohen Energiepreise für Bürger und Unternehmen einzudämmen. Das Paket sieht unter anderem verbindliche Ziele fürs Stromsparen vor. Außerdem müssen viele Stromproduzenten sowie Öl- und Gaskonzerne künftig einen Teil ihrer Krisengewinne an den Staat zahlen. Mit diesem Geld sollen Verbraucher und Unternehmen entlastet werden. Die Regeln sollen ab Dezember gelten.

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