Russischer Angriff auf die Ukraine Juli: Durch Nord Stream 1 fließt weniger Gas, Russland verstärkt Angriffe in Ostukraine

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Russland reduziert die Gaslieferung durch Nord Stream 1 erneut. Es gibt verstärkt Angriffe in der Ostukraine, Selenskyj entlässt deutschen Botschafter Melnyk und seinen Geheimdienstchef. Ein Überblick über die Geschehnisse im Russland-Ukraine-Krieg im Juli.

Ein Rettungsarbeiter säubert die Trümmer einer zerstörten Schule nach einem Angriff.
Im Juli verstärkt Russland die Angriffe in der Ostukraine. Bildrechte: dpa

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31. Juli: Putin kündigt Hyperschall-Raketen für Marine an

Kreml-Chef Wladimir Putin kündigt zum "Tag der Marine" in St. Petersburg an, die russische Marine in den kommenden Monaten mit Hyperschall-Raketen auszustatten. In einer neuen Militär-Doktrin, die Putin im Rahmen einer Parade feierlich unterzeichnet, heißt es, die USA und die Nato seien die "größten Bedrohungen" für Russlands nationale Sicherheit. Das Rote Kreuz wartet derweil vergeblich auf Zugang, um den Angriff auf ein Gefangenenlager in Olenikwa untersuchen zu können. In dem Lager waren nach einem Angriff, den sich Russland und die Ukraine gegenseitig vorwerfen, Dutzende ukrainische Kriegsgefangene gestorben.

30. Juli: Selenskyj wirft Russland Kriegsverbrechen vor

Nach dem Angriff auf ein Gefängnis in Olenikwa im Osten der Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland vorgeworfen, damit vorsätzlich ein Kriegsverbrechen begangen zu haben. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, für den Angriff verantwortlich zu sein. Der russische Energieriese Gazprom hat unterdessen seine Lieferungen in das baltische EU-Land Lettland wegen nicht näher benannter "Verstöße" Lettlands eingestellt.

29. Juli: Dutzende Tote bei Beschuss von Gefängnis

Beim Angriff auf ein Gefängnis in der Region Donezk sind dutzende ukrainische Kriegshäftlinge getötet worden – Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Die von Deutschland gelieferten Panzerhaubitzen in der Ukraine sind einem "Spiegel"-Bericht zufolge bereits teilweise reparaturbedürftig. US-Außenminister Blinken hat erstmals seit Kriegsbeginn mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow gesprochen.

28. Juli: Ukraine will mehr Strom in EU liefern

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt verstärkte Stromlieferungen in die EU an. Der Europäischen Kommission zufolge sind mittlerweile fast eine halbe Million ukrainische Kinder in die Schulsysteme von Mitgliedsstaaten integriert worden, davon knapp 150.000 in Deutschland. In der Energiedebatte hält die Gesellschaft für Reaktorsicherheit einen Streckbetrieb der verbliebenen Atomkraftwerke nur für etwa 80 Tage möglich.

27. Juli: Deutschland genehmigt Kauf von 100 Panzerhaubitzen

Die Bundesregierung macht den Weg für den Verkauf von 100 fabrikneuen Panzerhaubitzen an die Ukraine frei. In Istanbul ist ein Kontrollzentrum für die Koordinierung ukrainischer Getreideexporte eröffnet worden. In der Ukraine sind Häfen zum Getreide-Export wieder in Betrieb. Die Benzinpreise in Deutschland sinken wieder auf das Niveau vor dem Ukraine Krieg. 

26. Juli: EU einigt sich auf Gas-Notfallplan

Die EU-Mitglieder einigen sich auf einen Notfallplan zur Drosselung des Gasverbrauchs im Falle eines russischen Lieferstopps. Der Notfallplan sieht zahlreiche Ausnahmen vor. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos verkündet den Ausstieg aus dem Betrieb der Internationalen Raumstation ISS nach 2024. Die Ukraine hat weitere schwere Waffen aus der Ukraine erhalten darunter Mehrfachraketenwerfer vom Typ Mars II und drei weitere Panzerhaubitzen 2000.

25. Juli: Gazprom halbiert Gaslieferungen

Der russische Gaskonzern Gazprom senkt die Lieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 ab Mittwoch auf 20 Prozent und nennt als Grund die Reparatur einer weiteren Turbine. Die Bundesnetzagentur bezweifelt, dass die Gasspeicher bis November zu 90 oder 95 Prozent gefüllt werden können. Das zweitplatzierte Großbritannien wird im kommenden Jahr anstelle des diesjährigen ESC-Siegers Ukraine den Eurovision Song Contest (ESC) ausrichten.

24. Juli: Lawrow bestätigt Pläne für Regimewechsel in der Ukraine

Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt bei einem Staatsbesuch in Kairo, dass Russland den Sturz der ukrainischen Regierung anstrebe. Man wolle dem ukranischen Volk helfen, sich von dem "absolut volks- und geschichtsfeindlichen Regime" zu befreien. Die Äußerungen Lawrows stehen im Gegensatz zu früheren Aussagen der russischen Regierung. Unterdessen räumt Lawrows Außenministerium den Raketenangriff vom Vortag auf den Hafen der südukrainischen Stadt Odessa ein.

23. Juli: Russland bombardiert offenbar Hafen von Odessa

Die Ukraine meldet russischen Raketenbeschuss auf die Hafenstadt Odessa. Nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers wird in den beschossenen Gegenden auch Getreide gelagert. Erst gestern hatten die Ukraine und Russland ein Abkommen über die Wiederaufnahme der Getreideausfuhr aus ukrainischen Schwarzmeer-Häfen unterzeichnet. Polens Verteidigungsminister Blaszczak fordert beim sogenannten Ringtausch-Verfahren deutlich mehr deutsche Panzer als Kompensation für die polnischen Panzerlieferungen an die Ukraine.

22. Juli: Russland und Ukraine schließen Abkommen für Getreide-Export

Russland und die Ukraine unterzeichnen ein Abkommen, dass den Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer ermöglichen soll. Dafür sollen drei ukrainische Häfen genutzt werden und die Schiffe "humanitäre Korridore" nutzen können. Der Bund steigt bei Uniper ein, um den größten deutschen Gas-Importeur vor der Pleite zu retten. Bundeskanzler Olaf Scholz kündigt gleichzeitig steigende Gaspreise für den Herbst an und stellt ein weiteres Entlastungspaket für Ärmere in Aussicht.

21. Juli: Durch Nord Stream 1 fließt wieder Gas

Nach der Wartung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 läuft die Gaslieferung wieder an und erreicht das Vorniveau von 40 Prozent des Gasflusses. Russland wirft dem Westen vor, durch seine Sanktionspolitik selbst für die Gaslieferprobleme verantwortlich zu sein. Wirtschaftsminister Robert Habeck wirft Russland daraufhin in der Gaskrise Erpressung vor. Unterdessen reist UN-Generalsekretär Antonio Guterres nach Istanbul, um an einer Einigung über Getreide-Transporte im Schwarzen Meer mitzuwirken.

20. Juli: Bundesnetzagentur kündigt Gaslieferungen durch Nord Stream 1 an

Wie der Netzbetreiber Gascade und der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, ankündigten, wird ab Donnerstag wieder Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland fließen. Laut Präsident Wladimir Putin wird der russische Gaskonzern Gazprom seine Verpflichtungen "in vollem Umfang" erfüllen.

Die durch ihre Live-Protestaktion im russischen Fernsehen bekanntgewordene TV-Jornalistin Marina Owsjannikowa muss sich ab Donnerstag vor Gericht verantworten.

19. Juli: Deutschland plant fünf Flüssiggas-Terminals

Deutschland will mit insgesamt fünf Flüssiggas-Terminals an den Küsten unabhängig von russischem Gas werden. Der ukrainische Präsident Selenskyj ordnete weitere Entlassungen beim Geheimdienst SBU an, das Parlament billigt Personalwechsel an der Spitze von SBU und Justiz. Der ukrainische Vizeverteidigungsminister Hawrylow droht mit Angriffen auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim.

18. Juli: EU kündigt weitere 500 Millionen Euro für Waffen an

Die EU will weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung stellen. Damit erhöhen sich die EU-Mittel für Militärhilfe für die Ukraine auf 2,5 Milliarden Euro. Die in Kanada gewartete Turbine der Nord-Stream-1-Pipeline kommt in Deutschland an. Aserbaidschan will seine Gaslieferungen in die EU verdoppeln.

17. Juli: Ukraine meldet mehr als 1.300 tote Zivilisten im Gebiet Kiew

Der Kiewer Polizeichef, Andrij Njebytow, spricht im ukrainischen Fernsehen von 1.346 toten Zivilisten, die man seit dem Ende der russischen Besatzung im Kiewer Umland gefunden habe. Die Zahl sei nicht abschließend, von etwa 300 Menschen fehle noch jede Spur. In einem offenen Brief fordert die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Kanzler Olaf Scholz (SPD) dazu auf, eine "Nationale Ukraine-Konferenz" einzuberufen. Dort sollten Politik, Rüstungsindustrie, Gewerkschaften und Bundeswehr an einem Tisch sitzen und weitere Schritte abstimmen.

16. Juli: Russischer Verteidigungsminister befiehlt Ausweitung der Angriffe

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu befiehlt bei einer Inspektion der am Ukraine-Krieg beteiligten Truppenteile eine Ausweitung der Angriffe auf das Nachbarland. Die Aktivitäten sollten in alle Angriffsrichtungen verstärkt werden. Damit nehme man der Ukraine die Möglichkeit, weiter Angriffe im Donbass und anderen Regionen durchzuführen. Die russische Armee schießt offenbar vom Gelände des Atomkraftwerks Saporischschja mit Raketen. Nach ukrainischen Angaben greifen die Besatzungstruppen vom größten Kernkraftwerks Europas aus benachbarte Regionen an.

15. Juli: Putin entlässt Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos

Russlands Präsident Wladimir Putin entlässt den Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos Dmitri Rogosin. Neuer Roskosmos-Chef wird Vize-Ministerpräsident Juri Borisow. Rogosin hatte nach dem Beginn des Ukraine-Krieges eine weitere Zusammenarbeit mit dem Westen als unmöglich bezeichnet und mit einem Rückzug von der Internationalen Raumstation ISS gedroht. Kurz nach der Ankündigung von Rogosins Entlassung gibt Roskosmos ein neues Abkommen mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa über gemeinsame Flüge zur ISS bekannt.

14. Juli: Erster Durchbruch im Streit um Getreide-Exporte

Im Streit um ukrainische Getreide-Exporte erzielen Russland und die Ukraine bei Gesprächen in Ankara eine erste Einigung. Nach Angaben der türkischen Regierung soll es künftig gemeinsame Kontrollen in Abfahrts- und Ankunftshäfen geben. So solle sichergestellt werden, dass die Ukraine über den Seeweg keine neuen Waffen erhält. Kreml-Chef Wladimir Putin richtet die russische Wirtschaft mit neuen Gesetzen stärker auf die Armee aus. Einzelne Branchen können nach Angaben des Kreml nun zur Belieferung der Streitkräfte verpflichtet werden.

13. Juli: EU lenkt im Streit um Kaliningrad-Transit ein

Die EU-Kommission lenkt im Streit mit Russland über den Transitverkehr durch Litauen nach Kaliningrad ein. Russland darf wieder zivile Güter per Bahn ohne Einschränkungen in seine Ostsee-Exklave befördern. Bei den Gesprächen über Getreide-Exporte aus der Ukraine erzielen Russland und die Ukraine nach Angaben von UN-Generalsekretär António Guterres und dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar einen ersten Durchbruch. So soll in Istanbul ein Koordinierungszentrum eingerichtet und sichere Routen ausgewiesen werden. In den Abfahrts- und Ankunftshäfen soll es zudem gemeinsame Kontrollen geben.

12. Juli: Ukraine startet Offensive im Süden

Die ukrainische Armee startet offenbar eine Offensive in Region Cherson im Süden des Landes. Sie meldet die Zerstörung eines russischen Munitionslagers und die Tötung von 52 russischen Soldaten. Der russische Staatskonzern Gazprom liefert nach eigenen Angaben mehr Gas über die Ukraine nach Europa. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will die Industrie bei fehlenden Gasmengen nicht automatisch benachteiligen.

11. Juli: EU will gegen illegalen Waffenhandel vorgehen

Die EU will gegen illegalen Handel mit nach der Ukraine gelieferten Waffen vorgehen. Der russische Präsident Wladimir Putin bietet allen Ukrainern die russische Staatsbürgerschaft an. Aus Charkiw werden russische Angriffe gemeldet. Tschechien und Deutschland vereinbaren ein Erdgas-Solidaritätsabkommen. Die Gasleitung Nord Stream 1 wurde wie angekündigt abgedreht.

10. Juli: Raketenangriff auf Wohnhaus

Nach einem russischen Raketenangriff auf ein Wohngebäude in der Ostukraine erhöht sich die Zahl der Toten nach ukrainischen Angaben auf mindestens 15. Zahlreiche Menschen werden vermisst. Dem abberufenen ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk fällt der Abschied von Deutschland nach eigenem Bekunden nicht leicht. Die Bundesregierung zeigt sich erleichtert darüber, dass die reparierte Gas-Turbine für die Pipeline Nord Stream 1 von Kanada nach Deutschland zurückkehren darf.

9. Juli: Selenskyj entlässt Botschafter Melnyk

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entlässt den Botschafter seines Landes in Deutschland, Andrij Melnyk. Deutschland bereitet sich nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz mit Hochdruck auf eine Krise in der Energieversorgung vor. Scholz rechnet mit einer längeren Energieknappheit. Die russische Armee nimmt nach ukrainischen Angaben zunehmend die Region Donezk ins Visier.

8. Juli: Gasimporteur Uniper beantragt Staatshilfe

Der angeschlagene deutsche Gasimporteur Uniper beantragt Hilfe vom Bund – Bundeskanzler Olaf Scholz sichert dem Konzern Unterstützung zu. Russland sichert indes zu, nach Wartung der Pipeline Nord Stream 1 weiter Gas zu liefern. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sorgte beim G20-Treffen für einen Eklat, indem er vorzeitig abreist.

7. Juli: Putin droht Westen mit Eskalation

Kreml-Chef Wladimir Putin droht den westlichen Verbündeten der Ukraine in scharfen Worten. Vor Abgeordneten der Staatsduma sagt Putin, jeder solle wissen, dass Russland noch nicht ernsthaft begonnen habe. "Heute hören wir, dass sie uns auf dem Schlachtfeld schlagen wollen. Was soll man dazu sagen? Sollen sie es nur versuchen." Gleichzeitig lehne Moskau Friedensverhandlungen nicht ab. Auf der indonesischen Insel Bali beginnt derweil das Treffen der G20-Außenminister. Das Treffen wird vom Krieg in der Ukraine dominiert, auch der russische Außenminister Sergej Lawrow nimmt teil.

6. Juli: Russland macht Schritt in Richtung Kriegswirtschaft

Das russische Parlament ebnet mit zwei entsprechenden Gesetzesentwürfen den Weg für den Umbau einer auf den Krieg ausgerichteten Wirtschaft. Nach Verzögerungen bei der Vorbereitung sollen die geplanten deutschen Waffenlieferungen im Ringtausch-Verfahren zugunsten der Ukraine in Kürze anlaufen. Die EU-Kommission will Mitte des Monats einen Gas-Notfallplan für Europa vorlegen. Angesichts der russischen Angriffe auf die Stadt Slowjansk hat die Regionalregierung zur Flucht aufgerufen.

5. Juli: Wiederaufbau der Ukraine soll auch Reformen voranbringen

Dutzende Staaten wollen die Ukraine beim Wiederaufbau unterstützen. Dabei sollen etwa Korruptionsbekämpfung und eine grüne Transformation im Fokus stehen. Hilfsorganisationen warnen vor langfristigen Kriegsfolgen für Kinder. Die Nato unterzeichnet die Beitrittsprotokolle und öffnet ihre Türen für Schweden und Finnland ein Stück weiter. Die Bundesregierung bringt weitere Schutzmaßnahmen für Gasversorger auf den Weg.

4. Juli: Netzagentur: Gaskauf wird für Deutschland wesentlich teurer

Laut Netzagentur wird der Einkauf von Gas für Deutschland wesentlich teurer als bisher gedacht. In der Schweiz beginnt die erste internationale Geberkonferenz für die Ukraine. Belarus sieht seine Armee mit der russischen vereint. Bundeskanzler Olaf Scholz stimmt die Menschen in Deutschland auf eine lang anhaltende Krise mit hohen Preisen ein.

3. Juli: Lyssytschansk von russischen Kräften eingenommen

Ukrainische Raketen schlagen in der russischen Stadt Belgorod ein und töten fünf Menschen. Russland meldet die Einnahme der seit Wochen schwer umkämpften Stadt Lyssytschansk. Damit kontrolliert die selbsternannte Republik Lugansk wieder ihr gesamtes Territorium. Obwohl der ukrainische Präsident Selenskyj den Verlust der Stadt zunächst bestreitet, räumt die ukrainische Armee später einen Rückzug der Truppen ein.

2. Juli: Lukaschenko wirft der Ukraine Raketenangriffe auf Belarus vor

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko wirft der Ukraine zurückliegende Raketenangriffe auf militärische Ziele in seinem Land vor. Die Luftverteidigung habe sie abwehren können. Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak wirft Russland die Bombardierung von Wohnvierteln vor, um Druck auf den Westen auszuüben. Derweil vermeldet die russische bzw. prorussische Seite die Einkesselung von Lyssytschansk, was die Ukraine bestreitet.

1. Juli: Tote bei Raketenangriff in Region Odessa

Bei einem Raketenangriff in der Region Odessa ist nach ukrainischen Angaben ein Wohnhaus getroffen worden. Es soll Tote und Verletzte geben. Die Ukraine will künftig Strom in die EU liefern. Kiew distanziert sich von einer umstrittenen Äußerung seines Botschafters Andrij Melnyk. Dabei geht es um den ukrainischen Partisanenführer Stepan Bandera (1909-1959), dessen Truppen mit den Nationalsozialisten kooperiert haben sollen.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Juli 2022 | 06:00 Uhr

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