Umfrage für den MDR Mehrheit will nicht nur Fördermittel für Wintersport

Jährlich werden in Deutschland Millionen öffentlicher Gelder in den Wintertourismus gesteckt. Angesichts immer milderer Winter wird vielerorts die Forderung nach einem Umdenken laut. Nach einer Umfrage des MDR sieht das auch eine Mehrheit der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen so.

Schneekanonen und Gäste in einem Skigebiet
Skifahren in den Mittelgebirgen: Bald nur noch mit Hilfe von Schneekanonen möglich? Bildrechte: dpa/MDR

In klassischen Skigebieten soll sich die staatliche Förderung nicht auf den Wintertourismus beschränken. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Civey im Auftrag des MDR. So befürworteten über 63 Prozent der Befragten "auf jeden Fall" oder "eher" These, dass in Zeiten des Klimawandels im Harz, Erzgebirge und Thüringer Wald mehr touristische Alternativen gefördert werden sollten. 21 Prozent lehnen dies ab. Befragt wurden Einwohner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Informationen zur Umfrage

Die genaue Umfrage lautete: "Sollten wegen des Klimawandels statt klassischem Wintersport mehr touristische Alternativen im Harz, Erzgebirge und Thüringer Wald gefördert werden?" mit den Antwortmöglichkeiten "Ja, auf jeden Fall", "Eher ja", "Unentschieden", "Eher nein" und "Nein, auf keinen Fall".

Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis die Antworten von 5.032 Befragten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ab 18 Jahren. Der Statistische Fehler lag bei 2,5 Prozent. Damit ist die maximale Abweichung der Ergebnisse, die man mithilfe der Stichprobe erzielt hat, von den realen Werten in der Grundgesamtheit gemeint. Der Befragungszeitraum war vom 11. Februar 2020 bis zum 28. Februar 2020.

In Thüringen mit seinem "Wintersport-Mekka" Oberhof fällt das Ergebnis am deutlichsten aus. Dort meinen Zweidrittel der Befragten, dass im Thüringer Wald nicht nur auf klassischen Wintersport gesetzt werden sollte. Seit Jahren gibt es in Thüringen eine Debatte darüber, wie angesichts milderer Winter verstärkt Ganzjahrestourismus gefördert werden kann. In Sachsen-Anhalt sind 64,2 Prozent der Ansicht. Im Harz setzt man bereits seit einiger Zeit auf ganzjährige Angebote. In Sachsen sind 62 Prozent der Befragten der Meinung.

Bei der Einschätzung spielt das Alter offenbar eine untergeordnete Rolle. 18- bis 29-Jährige befürworten mehrheitlich genau wie Renterinnen und Rentner die These, dass in Zeiten des Klimawandels mehr touristische Alternativen in den drei Ländern gefördert werden sollten. Bei der Altersgruppe ab 65 fällt die allgemeine Zustimmung mit 65,6 Prozent sogar am deutlichsten aus.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 02. März 2020 | 19:00 Uhr

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