Festwocheneröffnung 1.100 Grad in der Innenstadt: Öffentlicher Glockenguss in Apolda

Auf dem Melanchthonplatz erlebten am Montagabend hunderte Menschen, wie die neue 320 Kilogramm schwere Bronzeglocke für den Ort Kapellendorf gegossen wurde. Das Schaugießen eröffnete die Festwoche 300 Jahre Glockenguss. Glockengießen hatte bis 1988 Tradition - damals schloss die letzte Gießerei.

Zwei Menschen in Schutzanzügen gießen Metall in eine Form.
In die Gussgrube floss am Montagabend 1.100 Grad Celsius heißes Metall. Bildrechte: MDR/ Conny Mauroner

Hunderte Schaulustige erlebten auf dem Apoldaer Melanchthonplatz am Montagabend einen öffentlichen Glockenguss. Glockengießer Rudolph Perner aus Passau fertigte eine rund 320 Kilogramm schwere Bronzeglocke für die Kirche in Kapellendorf (Weimarer Land).

Um 20:05 Uhr füllten er und seine Mitarbeiter das 1.100 Grad Celsius heiße Metall in die vorbereitete Form. Die Glocke muss nun langsam auskühlen und wird erst in ein paar Tagen in der Werkstatt in Passau aus der Form geholt, wie Perner sagte. Erst dann könne man endgültig sehen, ob der Guss erfolgreich war.

"Glockenstadt" Apolda

Perner ist optimistisch, alles sei nach Plan verlaufen. Mit dem Schaugießen wurde die Festwoche 300 Jahre Glockenguss in Apolda eröffnet.

Insgesamt sind in den vergangenen 300 Jahren Apolda 20.000 Glocken gegossen worden - unter anderem auch die große Glocke des Kölner Doms. 1988 schloss die letzte Gießerei in der Stadt. Die sogenannte Glocke der Ewigkeit soll mit ihren beiden Geschwistern in der Evangelischen Kirche in Kapellendorf läuten und voraussichtlich im Herbst eingeweiht werden.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05. Juli 2022 | 19:00 Uhr

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