Unfall Erdfall in Bad Sulza: Mann stürzt sechs Meter und stirbt

Bei einem Erdfall in Bad Sulza ist ein Mann beim Rasenmähen in ein sechs Meter tiefes Loch gestürzt. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Derzeit wird noch geprüft, was die Ursache für den Einsturz des Bodens gewesen ist.

Ein Mann fotografiert vor einer Hecke.
Derzeit wird überprüft, was die Ursache für den Erdfall in Bad Sulza gewesen ist. Bildrechte: Johannes Krey

Nahe des Gradierwerkes in Bad Sulza (Weimarer Land) ist ein 62-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen hat es dort einen Erdfall gegeben.

Nach Polizeiangaben hat sich am Montagmittag auf dem Gartengrundstück einer Pension ein etwa sechs Meter tiefes und ein Meter breites Loch aufgetan. Der Mann war offenbar beim Rasenmähen in das Loch gestürzt und konnte nur noch tot geborgen werden.

Ursache noch nicht geklärt

Derzeit sind die Kriminalpolizei, die Feuerwehr sowie das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz vor Ort. Dabei wird untersucht, ob noch weitere Teile des Areals einfallen könnten. Wie ein Sprecher des Landesamtes MDR THÜRINGEN sagte, werde außerdem geprüft, ob ein zugeschütteter Bachlauf unter dem Gelände die Ursache für den Einsturz gewesen sein könnte.

Am Dienstag sollen Karten und Unterlagen zum Bergbau in der Region sowie der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes miteinander abgeglichen werden. Mit einer Kamera soll zudem das Erdloch begutachtet werden. Die unmittelbare Einsturzstelle wurde gesichert und das Gelände im Umkreis von 50 Metern abgesperrt.

20 Erdfälle im Schnitt pro Jahr

In Thüringen zählte das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz in diesem Jahr bereits acht Erdfälle - in den vergangenen Jahren seien es im Schnitt 20 gewesen, sagte der Sprecher des Landesamtes.

Zwei Männer laufen auf ein Feuerwehrauto zu. 2 min
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Beim Rasenmähen stürzte ein Mann in Bad Sulza am Montagmittag in ein einstürzendes, sechs Meter tiefes Loch. Die Einsatzkräfte konnten ihn nur noch tot bergen.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Mo 04.07.2022 18:59Uhr 01:40 min

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Bei Erdfällen handelt es sich um natürliche Ereignisse, die vor allem durch wasserlösliche Gesteinsschichten wie Salz-, Sulfat- oder Karbonatgestein entstehen. Diese lösen sich auf und darüber liegende, nicht wasserlösliche Gesteinsschichten brechen in den entstandenen Hohlraum ein. Tagesbrüche hingegen entstehen meist durch Einsturz von unverfüllten Altbergwerkstollen im Untergrund, die dann bis zur Erdoberfläche durchbrechen.

Im Kyffhäuserkreis war Mitte Juni beispielsweise eine Straße wegen eines Erdfalls abgesackt. Auch in Apolda brach vor vier Wochen in der Innenstadt die Straße über einem Kanalschacht ein. Verletzte gab es dabei aber nicht.

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MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 04. Juli 2022 | 15:30 Uhr

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