Pandemie Neue Corona-Regeln: Was in Thüringen bis Anfang März gilt

Am Montag tritt in Thüringen eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Lockerungen der Regeln betreffen auch Gastronomie, Einzelhandel und Schwimmbäder - und die Kontaktnachverfolgung.

in Schild hängt an einer Tür.
In Thüringen fällt die 2G-Regel für Gastronomie und Einzelhandel mit der neuen Corona-Verordnung weg. Bildrechte: IMAGO / Bihlmayerfotografie

In Thüringen müssen ab Montag mit Blick auf das Corona-Infektionsgeschehen Kontakte nicht mehr zwingend erfasst werden. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung hervor, die das Gesundheitsminsiterium am Freitagabend veröffentlicht hat.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums entfällt etwa in Gaststätten die Pflicht, Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Stattdessen wird empfohlen, die Corona-Warn-App zu nutzen.

Einzelhandel öffnet auch für ungeimpfte Kunden

Wie bereits angekündigt, wird außerdem in vielen Bereichen die 2G-Regel durch die 3G-Regel ersetzt. Damit haben künftig auch ungeimpfte Negativ-Getestete wieder Zutritt zur Gastronomie, zum Einzelhandel oder zum Friseur.

Sportveranstaltungen sind wieder mit Publikum zulässig. Schwimmbäder, Thermen und Saunen dürfen wieder öffnen - dort gilt allerdings "2G+", falls der Zugang nicht anders durch die Landkreise geregelt wird. Das heißt, nur geimpfte und genesene Personen mit einem aktuellen negativen Schnelltest haben Zutritt. Die zusätzliche Testpflicht entfällt laut Informationen des Gesundheitsministeriums vom 25. Januar für Geboosterte, "frisch Geimpfte" (Zeitpunkt der Grundimmunisierung liegt höchstens drei Monate zurück), "frisch Genesene" (bis zu 90 Tage nach positivem Befund) und für Genesene mit mindestens einer Impfung vor oder nach der Infektion.

Für symptomfreie Kinder und Jugendliche genügt ein Nachweis über ein negatives Testergebnis beziehungsweise ein Nachweis über die regelmäßige Testung in der Schule. Noch nicht eingeschulte, symptomfreie Kinder sind genesenen und vollständig geimpften Personen gleichgestellt.

Weitere Lockerungen möglich

Für die Kreise und kreisfreien Städte, die sich bereits in Warnstufe zwei befinden, hat das Ministerium eine entsprechende Muster-Allgemeinverfügung erarbeitet. Dort sind weitere Lockerungen möglich. Aktuell betrifft das 20 von 22 Landkreisen und kreisfreien Städten. So können Schwimmbäder beispielsweise statt "2G+"auch "2G" umsetzen.

Anstieg von Omikron-Fällen wird erwartet

Nach Angaben von Werner sind die Lockerungen möglich, weil sich die Situation in den Krankenhäusern deutlich entspannt hat. Anders als in anderen Bundesländer stehe Thüringen aber der große Anstieg von Omikron-Infektionen noch bevor. Daher werde sich Thüringen weiter am Ampelsystem orientieren.

Dort, wo es die Situation in den Krankenhäusern zulasse, seien Öffnungsschritte möglich. Sollte lokal die Hospitalisierungsrate ansteigen, werde wieder verschärft. Die neue Verordnung tritt am kommenden Montag in Kraft und gilt bis zum 2. März.

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MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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