Corona-Pandemie Trotz erwarteter Corona-Welle: Weihnachtsmärkte sollen stattfinden

Experten rechnen im Herbst und Winter mit erhöhten Corona-Infektionszahlen. Aktuell steigen die offiziellen Corona-Zahlen in Sachsen wieder stärker an, obwohl zuletzt die PCR-Testpflicht abgeschafft wurde. Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping geht jedoch davon aus, dass die mögliche Ansteckungswelle der Weihnachtsmarktsaison nicht im Weg steht.

Leipzig Weihnachtsmarkt
Laut Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sollen die Weihnachtsmärkte dieses Jahr ohne Einschränkungen stattfinden. Einzige Bedingung: Keine neuen ansteckenden Corona-Varianten. (Bild von der Eröffnung des Leipziger Weihnachtsmarkts 2019) Bildrechte: dpa

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) rechnet damit, dass die Weihnachtsmärkte im Winter stattfinden werden. "Corona steht dem jedenfalls nicht mehr im Weg", sagte sie der Leipziger Volkszeitung.

Auch Sachsens Städte und Kommunen planen in diesem Winter fest mit Weihnachtsmärkten. Laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur sind derzeit keine Pandemie-Sonderregeln in Planung, die Besucher und Besucherinnen irgendwie einschränken würden.

In Leipzig und Dresden sollen die Weihnachtsmärkte die Größe von 2019 erreichen oder nur leicht darunterliegen. Der bekannte Dresdner Striezelmarkt wird dieses Jahr vom 23. November bis 24. Dezember geöffnet sein.

Erweiterte Maskenpflicht möglich, aber keine Lockdowns

Im Interview mit der Leipziger Volkszeitung schloss Köpping auch weitere Lockdowns aus. Eine solche Maßnahme sei derzeit keine Option, um einem beschleunigten Infektionsgeschehen entgegenzuwirken.

Wenn die Zahl der belegten Intensivstationen steige, käme aber womöglich eine erweiterte Maskenpflicht in Frage. "Im Nahverkehr könnte dann statt der OP-Maske eine FFP2-Maske vorgeschrieben werden", sagt Köpping.

An der Maskenpflicht im Nahverkehr wolle sie aufgrund der Energiekrise auf jeden Fall festhalten. "Wir gehen davon aus, dass dort wegen der gestiegenen Spritpreise mehr Menschen unterwegs sein werden und es enger wird."

Corona-Zahlen steigen wieder, aber hohe Dunkelziffer

Nachdem im August die Infektionszahlen leicht fielen, geht der Trend im Freistaat wieder nach oben. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen stieg binnen sieben Tage laut des Robert Koch-Instituts (RKI) von 213,9 auf 237. Sachsen befindet sich damit im Bundesdurchschnitt. Die 7-Tages-Inzidenz liegt deutschlandweit bei 244,4.

Bei den aktuellen Zahlen ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. In der Statistik des RKI werden nur Corona-Infektionen gezählt, die mit einem PCR-Test bestätigt worden sind.

Sachsen hatte Anfang September die PCR-Testpflicht abgeschafft. Demnach reicht ab sofort ein professionell durchgeführter Antigentest aus, um eine Infektion mit dem Corona-Virus zu bestätigen. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg verzichten seit einigen Monaten auf eine PCR-Testpflicht.  

Experten rechnen mit Corona-Welle im Herbst und Winter

Experten wie der Virologe Christian Drosten erwarten eine starke Inzidenzwelle von Corona-Infektionen noch vor Dezember, die zu erheblichen Arbeitsausfällen führen könnte, sagt er der "Süddeutschen Zeitung".

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet im Gespräch mit der "Rheinischen Post" lediglich mit einer "mittelschweren" Herbstwelle, auf die die Regierung gut vorbereitet sei.   

MDR (mad)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | 16. September 2022 | 07:00 Uhr

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