Trendsport Meistertitel zieht Skateboarder aus ganz Deutschland nach Leipzig

In Leipzig-Grünau kommen Skateboarder und Skateboarderinnen aus ganz Deutschland zur 25. Skateboard-Meisterschaft zusammen. Profis und Anfänger treten gemeinsam an, um die coolsten Stunts zu zeigen. Alter spielt dabei keine Rolle - mitmachen darf jeder. Denn der Spaß und die Community zählt. Also ab aufs Brett und los gehts!

Eine Jugendliche macht mit ihrem Skateboard an Stunt an einer Skateboard-Schanze.
In Leipzig-Grünau zeigen bei der Qualifizierung für den Deutschen Meistertitel Kinder, Jugendliche und Erwachsene, was sie so drauf haben. Bildrechte: Philipp Brendel

Zur 25. Skateboard-Meisterschaft geben sich an diesem Wochenende in Leipzig Skateboarderinnen und Skateboarder aus ganz Deutschland die Klinke in die Hand. Insgesamt treten mehr als 180 Teilnehmende bei dem Wettbewerb an. Am Freitag startete bereits die Ostdeutsche Skateboard-Meisterschaft. Am Sonntag steht das große Finale für den Deutschland-Titel an.

Für die Meisterschaft fanden bereits Qualifikationswettbewerbe in Hamburg, München und Mönchengladbach statt, erklärt der Veranstalter, Sven Bielig vom Verein Urban Souls. Die Ostdeutsche Skateboard-Meisterschaft habe mittlerweile schon Tradition in Leipzig: "Wir sind im östlichen Bundesgebiet ein passender Standort, der in der Lage ist, so ein Event umzusetzen." Neu ist dieses Jahr, dass die Stadt das erste Mal das Finale der Skateboard-Meisterschaft austrägt.

Neuer Skatepark für verschiedene Disziplinen

Die Skateboarderinnen und Skateboarder können im Skatepark in Leipzig-Grünau mit seinen 2.500 Quadratmetern über frischen Asphalt und Beton cruisen, sagt Bielig, der selbst passionierter Skateboarder ist: "Der Skatepark wurde erst vor neun Monaten eröffnet und ist sehr kreativ gestaltet. Es gibt nicht nur die klassischen Elemente mit Stufen und Kanten. Es können hier viele verschieden Disziplinen gefahren werden."

Auf einem großen Skateboard-Areal üben viele Skateboarder für die Qualifikation der Deutschen Skater-Weltmeisterschaft
Der neue Skatepark in Leipzig-Grünau wurde erst vor neun Monaten eröffnet. Die Rampen und Schanzen sind Einzelanfertigungen, die es so in Deutschland nicht noch einmal gibt. Bildrechte: Philipp Brendel

Anfänger und Profis können bei Meisterschaft antreten

Neben dem Skatepark knallt und scheppert es: In einer großen Halle wärmen sich Skateboarder und Skateboarderinnen für die Qualifikationsrunde auf und fahren ihre Bretter heiß, wie Gunnar Pens aus Erfurt. Er nimmt das erste Mal an der Deutschen Meisterschaft teil. Der 20-Jährige hat Respekt davor, gegen teils erfahrenere Skateboarder anzutreten: "Da ist man schon etwas eingeschüchtert, wenn man so gute Skater sieht."

Ein solcher Skater-Profi ist Mika Möller, der drei Siege in Leipzig und Hamburg ergattern konnte und bereits einmal Deutschland-Meister wurde. Der 18-Jährige aus Osnabrück stieg schon mit sechs Jahren das erste Mal aufs Brett: "Mein erstes Board haben mir meine Eltern auf dem Flohmarkt gekauft. Das Coole am Skateboarden ist, dass ich selbst bestimme, wann ich skate. Zum Beispiel fürs Feeling einfach mal durch den Park cruisen."

Ein junger Mann steht mit seinem Skateboard in einer Skateboard-Halle. Im Hintergrund macht ein anderer Skateboarder einen Stunt.
Der Deutschland-Meister, Mika Möller, tritt auch dieses Jahr wieder an. Bildrechte: Philipp Brendel

Alter spielt beim Skateboarden keine Rolle

In einigen Punkten unterscheidet sich das Skateboarding von anderen Sportarten, erklärt Bielig: "Auch im Olympischen Bereich gibt es keine Altersklassen. Wir sind in der Szene bemüht, dass wir keine Altersklassifizierungen bekommen." Der jüngste Skateboarder bei der diesjährigen Skateboard-Meisterschaft in Leipzig ist fünf Jahre, der älteste 55 Jahre alt. Das Alter ist da egal, sagt Bielig: Alt tritt auch gegen Jung an.

Ein junger Mann mit Capi repariert dein Skateboard. Vor ihm liegt ein zweites Skateboard, das durchgebrochen ist.
Das passiert öfters: Nico Böttcher aus Solingen muss sein Skateboard nach zwei Tagen harten Trainings schon wieder reparieren. Bildrechte: Philipp Brendel

Und das sei auch kein Problem, erklärt Bielig: "Die Leute fahren nicht gegeneinander, wie man das aus klassischen Sportarten kennt, sondern miteinander." Natürlich gehe es am Ende trotzdem auch um eine gute Platzierung. Für die Ostdeutsche Meisterschaft gibt es ein Preisgeld von 1.000 Euro, für das Finale der Deutschen Skateboard-Meisterschaft 5.000 Euro.

Erst zwei Jahre auf dem Brett und schon elf Wettbewerbe

Mit anderen Skateboarderinnen steht Maya Dreger aus Oberursel bei Frankfurt am Main am Startpunkt für die Qualifikationsrunde. Gleich wird sie die Kanten, Rampen und Schanzen auf dem Skatepark wieder mit ihrem Skateboard unsicher machen. Die 16-Jährige fährt erst seit zwei Jahren aktiv Skateboard, nimmt aber bereits an ihrem elften Wettbewerb teil.

Eine Jugendliche holt an einem Skateboard-Hindernis Anlauf für einen Stunt.
Maya Dreger gibt in der Qualifizierungsrunde alles. Es ist bereits ihre zweite Teilnahme an der Deutschland-Meisterschaft. Bildrechte: Philipp Brendel

Lust auf die Trendsportart bekam sie im Urlaub: "In Kalifornien habe ich bei Profis gesehen, was mit dem Skateboard alles möglich ist. Das hat mich begeistert." Für Maya ist es die Gemeinschaft, die das Skateboarden ausmacht: "Hier in Leipzig kommt die Community aus ganz Deutschland zusammen. Es macht Spaß, die anderen Skater kennenzulernen."

Eine Jugendliche mit einer rosa Strickmütze hält ein Skateboard in der Hand und lächelt.
Eine gute Platzierung würde Maya Dreger schon gerne abstauben. Doch wichtiger ist ihr der Spaß am gemeinsamen Skaten mit anderen. Bildrechte: Philipp Brendel

Zuschauer herzlich am Skatepark willkommen

Sven Bielig freut sich auch, über die bunte Gemeinschaft, die in Leipzig-Grünau zusammen kommt. Auch wer nicht bei der Skateboard-Meisterschaft antritt, ist herzlich willkommen: "Zuschauer können gerne vorbeikommen und anfeuern. Da freuen sich alle drüber."

MDR

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 16. September 2022 | 19:00 Uhr

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