Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 17.11.: RKI-Chef Wieler begründet hohe Infektionslage trotz Impfungen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Lothar Wieler
RKI-Chef Lothar Wieler hat in einem Podium mit Sachsens Ministerpräsident Kretschmer begründet, warum es trotz Impfungen derzeit ein hohes Infektionsgeschehen gibt. Bildrechte: dpa

21:30 Uhr | Tickerende

Nach einem turbulenten Abend mit recht drastischen und nachdrücklichen Worten von Wissenschaftlern und Medizinern an die Adresse der Politik verabschieden wir uns für den heutigen Abend. An der Zusammenfassung des Abends arbeiten wir noch immer - aber auch diesen Artikel schaffen wir noch! Morgen bemühen wir uns, das Video des Podiums online zu stellen.

20:57 Uhr | Hausärzte-Chef warnt vor überlasteten Praxen und Personalausfällen

"Wir müssen schnell handeln", mahnt Sachsens Landes-Chef der Hausärzte, Torben Ostendorf. Die Hausarztpraxen seien an der Belastungsgrenze angelangt. Drei Patientengruppen kommen laut Ostendorf parallel in die Praxen: chronisch kranke Patienten, Menschen mit Covid-Verdacht, die Tests bräuchten und Covid-Patienten selbst und außerdem Menschen, die Erst-, Zweit- und Drittimpfungen wollten.

Wir sind der Schutzwall der Krankenhäuser.

Torben Ostendorf Landesvorstand Sächsischer Hausärzteverband

Das bringe die Praxen an den Rand der Handlungsfähigkeit. Ostendorf rechnet damit, dass auch das Praxispersonal vielerorts erkrankt und temporär ausfällt. Seine Forderungen an Sachsens Landespolitik: "maximale Kontaktbeschränkungen - und zwar jetzt und wir brauchen eine Steigerung der Impfquote".

20:30 Uhr | TeamSportSachsen will Boosterimpfungen unterstützen

Karsten Günther, Sprecher der Initiative "TeamSportSachsen" hat Angeboten mit den 30 Vereinen des Verbandes und den bis zu zwei Millionen Anhängern, die diese laut Günther erreichen, die Impfkampagne des Freistaates zu unterstützen. Sachsen komme mit dem Impfen nicht hinterher, die Impfzentren seien geschlossen. "Angebot und Nachfrage vom Impfen kommen gerade nicht zusammen", resümiert Günther.

Wir können und wir wollen helfen. Wir können beim Informieren helfen, wir können bei der Organisation helfen, indem wir Impfanlaufpunkte entlasten, indem wir das Boostern im Rahmen unserer Veranstaltungen durchführen. Wenn alle Leute, die uns nahestehen, in die Arenen und Stadien kommen, die alle 2G sind, entlasten wir extrem.

Karsten Günther Sprecher der Initiative "TeamSportSachsen"

Der Sport diskutiere 2G nicht mehr, sondern akzeptiere das Konzept, so Günther.

20:15 Uhr | RKI-Chef Wieler begründet hohe Infektionslage trotz Impfungen

RKI-Chef Lothar Wieler hat drei Hauptgründe genannt, warum es derzeit trotz Impfungen ein so hohes Infektionsgeschehen gibt.

RKI-Präsident Wieler wirbt für Auffrischungsimpfung gegen Corona
Bildrechte: Bundespressekonferenz

Wir hatten letztes Jahr deutlich mehr kontaktbeschränkende Maßnahmen. Außerdem sind immer noch zu viele Menschen noch nicht geimpft. Wir müssen deutlich höhere Impfquoten haben. Dritter Grund: Die Delta-Variante ist deutlich ansteckender.

Lothar Wieler Präsident des Robert-Koch-Instituts

Wieler sagte, die Politik sei davon ausgegangen, dass die Kontaktbeschränkungen reichten. Diese Annahme sei, so der RKI-Chef, "wissenschaftlich fundiert falsch gewesen". Des Weiteren sei die zweifache Impfung kein absoluter Schutz und lasse irgendwann nach. Darauf sei hingewiesen worden.

19:45 Uhr | Leipziger Chefarzt warnt vor problematischer Lage für Notfallpatienten

Der Chefarzt der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum St. Georg in Leipzig, Christoph Lübbert, hat erklärt, vor welcher Problematik Sachsens Kliniken stehen. Die Bevölkerung kenne so etwas nicht: "Wenn jemand im Moment einen Herzinfarkt oder einen Verkehrsunfall hat, ist es aufgrund der Corona-Lage in den Krankenhäusern nicht sicher, dass er wohnortnah versorgt werden kann."

Lübbert sieht nur eine Konsequenz: "Wir müssen die Leute, die sich nicht impfen lassen wollen, einhegen, sonst haben wir auch nächstes Jahr keine Ruhe." Damit sprach sich Lübbert ebenfalls für drastische Kontaktbeschränkungen aus - zumindest für Ungeimpfte.

19:20 Uhr | Klinikkoordinator Albrecht fordert Komplett-Lockdown für 14 Tage

Sachsens Klinikkordinator Michael Albrecht fordert Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zu einem Lockdown auf.

Porträtfoto Professor Michael Albrecht
Bildrechte: MDR/Tobias Wilke

Machen Sie jetzt einen totalen Lockdown für 14 Tage!

Michael Albrecht Klinikkoordinator Sachsen und Chef des Dresdner Uniklinikums

Die Fallzahlen explodierten, darauf wies Albrecht bereits Anfang November in einem Forum hin. Er sprach seine Lockdown-Forderung an Kretschmer ausdrücklich im Namen aller Klinikchefs Sachsens aus. Bislang habe sich nichts an der Lage in den Krankenhäusern verbessert. Es sei absehbar, dass in Sachsen in zwei Wochen etwa 2.800 Patienten auf Normalstationen und mehr als 550 intensivmedizinisch versorgt werden müssten.

Wenn ich jetzt auf unsere Prognosen schaue für die nächsten zwei Wochen: Die Dynamik ist ungebremst!

Michael Albrecht Klinikkoordinator Sachsen

Die Teams in den Kliniken seien erschöpft und haben laut Albrecht Angst vor einer Situation wie Weihnachten 2020. "Wir haben in Sachsen mit der Impfung nicht erreicht, was wir wollten - aber keine Frage, wir müssen weitermachen", sagte Albrecht. Zu viele Sachsen seien ungeimpft, also müsse es Kontaktbeschränkungen geben.

18:45 Uhr | RKI-Chef Wieler und Meyer-Hermann kritisieren zu langsame Entscheidungen

RKI-Chef Lothar Wieler sagt mit Blick auf die Corona-Lage in Sachsen und im Bund: "Das Kind ist in den Brunnen gefallen." Die Infektionslage sei derzeit außer Kontrolle und könne nur mit großem zeitlichen Verzug wieder eingefangen werden. Schon jetzt sei klar, dass bei den derzeitigen Neuinfektions-Zahlen unweigerlich mindestens 400 Menschen bundesweit und in Sachsen bis zu 100 Menschen täglich an den Folgen einer Corona-Infektion täglich sterben würden.

Lothar Wieler
Lothar Wieler, RKI-Chef Bildrechte: dpa

Wir werden ein schlimmes Weihnachtfest haben, wenn wir jetzt nicht gegensteuern.

Lothar Wieler Präsident des Robert-Koch-Instituts

Deutschland befindet sich laut Wieler ausdrücklich "in einer Notlage". Immunologe und Infektiologe Michael Meyer-Hermann resümierte, die Politik - auch in Sachsen - habe in der Corona-Lage zu spät gehandelt. Einschränkungen und Impfungen wirkten sich erst mit zeitlichem Verzug von Wochen auf die Eindämmung des Infektionsgeschehens aus.

18:30 Uhr | Großer Andrang bei Impfaktion in Pirna

Wegen einer DRK-Impfaktion hat sich am Mittwoch vor dem Pirnaer Stadthaus eine lange Schlange gebildet. Schätzungen gehen von einer Länge von etwa 80 Meter aus. Ein mobiles Impfteam bot in dem Gebäude Corona-Impfungen ohne Termin an. Die ersten Leute standen nach Reporterangaben bereits um 7 Uhr vor dem Haus. Viele warteten den Angaben zufolge bis zu vier Stunden, bis sie an der Reihe waren.

Menschen warten in einer Altstadt in einer langen Schlange.
Auf den Pirnaer Marktplatz bildete sich eine lange Schlange. Bildrechte: Daniel Förster

18:05 Uhr | Kretschmer und Köpping diskutieren mit Wissenschaftlern

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Petra Köpping sind zur Stunde im Gespräch mit Wissenschaftlern und Experten - darunter sind der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler und der Immunologe und Infektiologe Michael Meyer-Hermann.

17:55 Uhr | Sächsischer Fußballverband sagt Spiele ab

Das Erreichen der Überlastungsstufe bei den Krankenhausbetten in Sachsen hat auch Auswirkungen auf den Amateurfußball. Wie der Sächsische Fußballverband am Mittwoch mitteilte, fallen alle am Wochenende geplanten Spiele aus.

17:06 Uhr | Früherer Thomaskirch-Pfarrer gegen Corona-Drohszenarien

Der frühere Pfarrer der Leipziger Thomaskirche, Christian Wolff, tritt in seinem Blog für eine differenzierte Betrachtung der Pandemie ein. Er kritisiert eine mangelnde Debattenkultur in Deutschland sowie das Ausrichten der Corona-Politik an den Nicht-Geimpften. Drohszenarien lehnt er ab:

Der frühere Pfarrer der Leipziger Thomaskirche, Christian Wolff.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Viel wichtiger wäre, das Impfen und Testen, die Abstandsregeln aus sich heraus plausibel und erstrebenswert zu machen.

Christian Wolff früherer Pfarrer der Leipziger Thomaskirche

Wolff geht davon aus, dass auch das Impfen das Virus nicht vollständig beseitigen wird. Das deuteten die neuesten Zahlen aus Ländern mit hoher Impfquote an. "Wir werden uns noch für einen langen Zeitraum auf Einschränkungen und Bedrohungen einzustellen haben - selbst wenn wir in Deutschland eine Impfquote von 90 Prozent erreichen." Man erlebe keine "Pandemie der Ungeimpften", sondern eine Pandemie, so Wolff.

15:48 Uhr | 2G - IHK Dresden erwartet Kraftakt für Einzelhandel

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht durch die 2G-Regel im Einzelhandel auf die Händler einen Kraftakt zukommen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, Thomas Ott, sagte MDR SACHSEN, dass er einen enormen Aufwand für die Händler erwarte. Verkäuferinnen und Verkäufer müssten schon am Eingang gucken, ob jemand geimpft sei. Man dürfe zudem nicht vergessen, dass die Impfquote in Sachsen unter 60 Prozent liege.

Das heißt, dass viele ungeimpfte Kundinnen und Kunden, die durchaus gesund sein können, nicht mehr einkaufen gehen können.

Thomas Ott stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden

Der Handel werde da sicherlich auch Einbußen verzeichnen, sagte Ott und fügte an. "Momentan hat noch kein Händler eigene Security-Kräfte eingestellt. Das kann der kleine Händler auch gar nicht. Das wird wohl an den Verkäuferinnen und Verkäufern vor Ort hängen bleiben". Die 2G-Regel gilt nicht für Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken.

15:48 Uhr | Soldaten aus Oberpfalz helfen in Bautzner Gesundheitsamt

Im Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen helfen ab sofort wieder Bundeswehrsoldaten bei der Pandemiebekämpfung aus. Die Soldaten aus Weiden in der Oberpfalz seien am Dienstag im Landkreis eingetroffen, teilte das Landratsamt mit. Die Soldaten sollen die Kontakte von positiv Getesteten nachverfolgen.

15:20 Uhr | Französische Filmtage in Leipzig mit strengen Corona-Regeln

Nach dem pandemiebedingten Ausfall im Vorjahr werden die Französischen Filmtage in Leipzig diesmal unter strengen Corona-Regeln veranstaltet. Neben der 2G-Maßnahme werden bei den Buchungen Sitzplätze freigelassen, "was zu einer Auslastung von 50 bis 60 Prozent führt", erklärte Malte Springer, Kinoleiter der Schaubühne Lindenfels. Bei 2G haben gegen Corona Geimpfte und Genesene Zutritt. Das Festival findet vom 17. bis 24. November statt. Auf dem Programm stehen rund 120 Vorstellungen, darunter viele Filmpremieren aus dem französischsprachigen Film.

15:06 Uhr | Merkel fordert Schwellenwert für Klinikbelastung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen nationalen Schwellenwert bei der Hospitalisierungs-Inzidenz gefordert. Merkel sagte bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages in Erfurt, die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder sollten das bei ihrer Konferenz am Donnerstag beschließen. Werde dieser Inzidenz-Wert regional überschritten, könnten zusätzliche Schritte eingeleitet werden, um das Ausbreiten des Virus einzudämmen.

Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel Bildrechte: dpa

14:45 Uhr | Wie sinnvoll ist eine Impfpflicht für Pflegekräfte?

Für einige Berufsgruppen gilt eine Impfung gegen das Coronavirus als besonders wichtig - vor allem dann, wenn Menschen in ihrem Beruf mit vulnerablen, also besonders gefährdeten Personen in Kontakt kommen. Deshalb wird für sie zurzeit über eine Impffpflicht diskutiert, insonbesondere für Pflegekräfte. Die Meinungen dazu sind geteilt und auf beiden Seiten gibt es beachtenswerte Argumente. Eine Gegenüberstellung.

14:23 Uhr | Ab Freitag Überlastungsstufe in Sachsen

Ab Freitag gilt in Sachsen aufrgund der hohen Bettenauslastung in den Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten die sogenannte Überlastungsstufe. Damit werden die Corona-Regeln weiter verschärft - vor allem für Ungeimpfte.

14:20 Uhr | Drittliga-Spiel zwischen Zwickau und Magdeburg abgesagt

Das Drittliga-Duell zwischen dem FSV Zwickau und dem 1. FC Magdeburg ist vom Deutschen Fußball-Bund abgesagt worden. Grund sind den Angaben zufolge 13 Corona-Fälle in der Magdeburger Mannschaft sowie im Trainer- und Betreuerstab. Für die Betroffenen und weitere Kontaktpersonen wurde eine häusliche Quarantäne angeordnet.

14:05 Uhr | Corona-Ausbruch in JVA Görlitz

In der Justizvollzugsanstalt in Görlitz sind 14 Gefangene positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Das bestätigte eine Sprecherin des sächsischen Justizministeriums auf Nachfrage. Die Häftlinge seien isoliert worden. Arbeit und Freizeitangebote wurden ausgesetzt. Alle Gefangenen dürfen nur noch in festen Gruppen ins Freie. Gerichtsverhandlungen gegen isolierte Gefangene werden verschoben. So hatte das Landgericht Görlitz einen für Dienstag angesetzten Prozessauftakt gegen drei mutmaßliche Einbrecher auf Ende des Monats verlegt. Zwei der drei Angeklagten gehören zu den Isolierten im Görlitzer Gefängnis.

Blick in den inneren Mittelteil der Justizvollzugsanstalt Görlitz.
14 Häftlinge müssen in der JVA Görlitz gegenwärtig wegen eines Corona-Ausbruchs isoliert werden. Bildrechte: dpa

13:47 Uhr | 3G-Regelung bei Leipziger Reisemesse

Nach einem Jahr coronabedingter Pause ist am Mittwoch in Leipzig die Messe "Touristik und Caravaning" eröffnet worden. Rund 300 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren sich bis zum Sonntag auf dem Messegelände. Aufgrund der angespannten Corona-Lage müssen die Besucherinnen und Besucher nach Angaben des Veranstalters geimpft oder genesen sein. Alternativ kann auch das negative Ergebnis eines PCR-Testes vorgelegt werden, das allerdings nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auf dem gesamten Gelände und in den Messehallen herrscht Maskenpflicht. Tickets gibt es nur online.

13:18 Uhr | Hausärzteverband: Auffrischungsimpfung erst für über 70-Jährige

Der Deutsche Hausärzteverband ist zum jetzigen Zeitpunkt gegen Auffrischimpfungen für alle Altersgruppen. Zuerst müssten die besonders gefährdeten Gruppen wie Menschen über 70 Jahre und chronisch Kranke die sogenannte Booster-Impfung erhalten, sagte Verbandschef Weigeldt der "Rheinischen Post". Jüngere Menschen seien in der Regel auch sechs Monate nach der zweiten Impfung gut geschützt und könnten die Booster-Impfung etwas später bekommen, so Weigeldt. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hatte zuvor angekündigt, die Stiko plane eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen ab 18 Jahren.

In einem Kalender steht der Schriftzug Boosterimpfung.
Am dringendsten benötigen die Booster-Impfungen die über 70-Jährigen. Das sagt der Hausärzteverband. Bildrechte: dpa

11:36 Uhr | Einblicke in die Covid-Intensivstation in der Uniklinik Dresden

In der Uniklinik in Dresden liegen derzeit 19 Covid-Patienten, von denen 18 ungeimpft sind. Michaela Strätz ist dort seit 13 Jahren Intensivpflegerin. Wie geht sie mit der Belastung um? Und wie mit dem Tod von Patienten?

11:22 Uhr | Einige Menschen offenbar super-resistent gegen Sars-CoV-2

Englische Forscher haben bei Krankenhausmitarbeitenden Hinweise auf besondere T-Zellen entdeckt, die möglicherweise eine Infektion mit Covid-19 im Keim ersticken konnten. Sie könnten zur Vorlage für neue Impfstoffe werden.

10:41 Uhr | Krankenhäuser brauchen Blutkonserven

Die Krankenhäuser in Sachsen benötigen mehr Blutkonserven. Im Freistaat sei die Versorgung mit Blutpräparaten auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau stabil, so Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nordost. "Die Situation kann aber täglich kippen", sagte sie. Gründe seien zum einen die Herbstferien, in denen viele verreist waren und daher die turnusmäßigen Termine nicht wahrgenommen hätten.

"Aber auch das dramatische Infektionsgeschehen wirkt sich negativ auf die Spendebereitschaft aus", so Schweiger. Menschen die mit Corona infiziert oder in Quarantäne sind, dürfen nicht spenden - ebenso Kontaktpersonen von Infizierten. Daher werde an alle Gesunden appelliert, Blut spenden zu gehen. Derzeit reicht der Vorrat an Blutpräparaten in Sachsen laut DRK für zwei Tage, ideal wären fünf Tage.

10:13 Uhr | Zunehmend verbale und körperliche Gewalt bei Corona-Kontrollen

Nicht überall werden strengere Corona-Beschränkungen widerstandslos eingehalten. Vor allem die Kontrolleure - Polizistinnen, Mitarbeitende der Ordnungsämter, Zugbegleiter - machen oft schlechte Erfahrungen. Es kommt zu verbalen Auseinandersetzungen, Beleidigungen und auch körperlichen Übergriffen.

09:48 Uhr | THW soll beim Impfen und Testen unterstützen

Der Bund bietet den Ländern Unterstützung beim Impfen und Testen der Bevölkerung an. Das geht aus einem Schreiben des Bundesinnenministeriums hervor, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Darin heißt es, das Technische Hilfswerk (THW) könnte Ländern und Kommunen beim Wiederaufbau von Impfzentren helfen. Auch für die Errichtung von Corona-Test-Stationen und für mögliche Umbaumaßnahmen in Krankenhäusern stünden ehrenamtliche Helfer bereit.

Außerdem könnten die Länder Sanitätseinheiten des Bundes nutzen. Dazu gehörten beispielsweise Fahrzeuge mit beheizbaren Zelten. Die Aufstellung sei für die morgige Ministerpräsidentenkonferenz erstellt worden. Kanzlerin Merkel will dann mit den Regierungschefs der Länder über eine einheitliche Linie in der Pandemie-Bekämpfung beraten.

09:06 Uhr | Landkreis Meißen bundesweit mit höchster Inzidenz

Die höchste Infektionsrate in Sachsen hat aktuell der Landkreis Meißen. Hier liegt der Wert bei 1.304,6. Damit liegt der Landkreis auch bundesweit an der Spitze. Auf Platz zwei in Sachsen liegt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einer Wocheninzidenz von 1.260,6. Das ist bundesweit der vierte Platz.

08:14 Uhr | Chemnitz will Impfzentrum wieder öffnen

Angesichts weiter steigender Corona Fallzahlen reaktiviert Chemnitz sein erstes Impfzentrum. Der ehemalige Supermarkt im Ortsteil Altchemnitz biete gute Platzkapazitäten, so der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze. Das Ziel sei dort, ab Dezember wieder impfen zu können. Vom Freistaat forderte er entsprechende Unterstützung bei der Beschaffung von Impfstoff und Impfpersonal.

07:32 Uhr | Einzelhandel leidet unter Corona-Welle

Für den Einzelhandel drohen mit der neuen Corona-Schutzverordnung erneut Beschränkungen. Die vergangenen Monate haben Unternehmen hart getroffen. Wie hart, hat eine Studie unter anderem für die Region Leipzig untersucht.

07:07 Uhr | Corona-Welle erneut Thema bei "Fakt ist!"

Am 22. November um 22:10 Uhr thematisiert "Fakt ist!" aus Dresden die vierte Corona-Welle. Die Redaktion möchte auch dieses Mal Bürger-Fragen in die Diskussion mit sächsischen Spitzenpolitikern und Experten einbinden. Über dieses Formular können Sie Kontakt aufnehmen.

Schwerpunkte der Sendung werden sein: Brauchen wir eine Impfpflicht - zumindest für bestimmte Berufsgruppen? Wie ist die Situation bei Pflegepersonal und Ärzten? Können alle Erkrankten noch ausreichend behandelt werden? Wie werden wir in Sachsen die Weihnachtszeit erleben?

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 17. November 2021 | 19:00 Uhr

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