Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 29.12.: Totimpfstoff ab Januar in Sachsen verfügbar

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Person Schutzkleidung präsentiert eine Ampulle Novavax-Impfstoff
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Überblick: Die wichtigsten Meldungen des Tages

18:10 Uhr | Tickerende

Damit geht der Corona-Ticker aus Sachsen für heute in den Feierabend. Morgen sind wir mit neuen Informationen wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, vielen Dank fürs Lesen und vor allem: Bleiben Sie gesund!

16:34 Uhr | Totimpfstoff ab Januar in Sachsen verfügbar

Der sogenannte Totimpfstoff von Novavax wird ab Januar in Sachsen erhältlich sein. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Mittwoch. Sie setze auf den Impfstoff, um Skeptiker doch noch für eine Impfung gegen Corona zu gewinnen. Das neue Mittel "Nuvaxovid" funktioniert anders als die vier bislang in Deutschland verwendeten Impfstoffe. Der Freistatt hat für Januar 180.000 Dosen bestellt.

Köpping hatte am Mittwoch in Leipzig ein Impfzentrum besucht, um sich beim Personal zu bedanken. Die SPD-Politikerin zeigte sich enttäuscht, dass Sachsen mit 60,3 Prozent zweifach geimpfter Menschen nach wie vor das Schlusslicht in Deutschland ist. Das sei gerade angesichts von Omikron bedenklich, sagte Köpping.

15:24 Uhr | Polizei ermittelt gegen eigene Beamte nach Corona-Protest

Nach einem eskalierten Corona-Protest am Montag in Bautzen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt in den eigenen Reihen. Das Verfahren sei umgehend eingeleitet worden, nachdem im Internet ein Videoausschnitt aufgetaucht sei, der zwei Polizisten zeige, die Teilnehmern eines Protests in den Rücken träten, teilte die Polizei heute mit.

14:31 Uhr | Koenig & Bauer profitiert von Online-Handel

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer mit seinem Werk in Radebeul hat in diesem Jahr von der gestiegenen Nachfrage im Online-Handel und damit auch nach bedruckten Verpackungen profitiert. Der Auftragsbestand sei ständig gestiegen, sagt der Kaufmännische Geschäftsführer Thomas Longghino.

14:06 Uhr | Chemnitzer Silvesterkonzert als Livestream

Das Silvesterkonzert der Trinitatiskirche in Chemnitz-Hilbersdorf wird stattfinden. Wie die Kirchenverwaltung heute mitteilte, ist eine Präsenzveranstaltung zwar unmöglich, die Veranstaltung werde aber live im Internet übertragen. Das Konzert beginnt am Silvesterabend um 18 Uhr. Es musiziert die Capella Trinitatis. Auf dem Programm stehen drei Werke von Johann Sebastian Bachs, darunter die Kantate "Schmücke dich, o liebe Seele" und ein Cembalokonzert.

13:54 Uhr | Betrugsverdacht bei Intensivbetten-Förderung

In der Pandemie hat die Politik die Krankenhäuser mit Milliarden Euro subventioniert. 10,2 Milliarden Euro flossen an sogenannten Ausgleichszahlungen, 686 Millionen Euro für neue Intensivbetten. Doch bis heute ist nicht geklärt, ob zu Recht. Der Bundesrechnungshof legte im Juni sogar einen Bericht vor, in dem er den Betrugsverdacht nährte. Divi-Gate – so wird der Verdacht seither genannt. Die Aufklärung kommt nicht voran.

13:18 Uhr | Arbeitsagentur zieht Bilanz für 2021

Die Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2021 Spuren am sächsischen Arbeitsmarkt hinterlassen. Am massivsten betroffen seien die Bereiche Hotel, Gastronomie, Tourismus und Veranstaltungsmanagement. "Wir haben ein Arbeitskräfteproblem in dieser Branche, weil viele sich Alternativen suchen mussten, außerhalb der Hotellerie und des Gaststättenwesens", sagte der Vorsitzende der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, MDR SACHSEN.

12:20 Uhr | Impfung für Kinder in Muldentalklinik Grimma

In der Muldentalklinik in Grimma werden heute und morgen erstmals Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche angeboten: an beiden Tagen von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Geimpft werden können Mädchen und Jungs zwischen fünf und siebzehn Jahren. Vor Ort ist ein Kinderarzt, der aufklärt und impft.

Auch Erwachsene können sich im Impfzentrum am Krankenhaus Grimma noch bis einschließlich morgen impfen lassen.

11:54 Uhr | Lange Wartezeiten beim Autokauf

Wer sich momentan ein neues Auto zulegen will, hat schlechte Karten. Die Lieferzeiten sind sehr lang. Grund sind coronabedingte Lieferengpässe von Bauteilen.

11:27 Uhr | Schwierige Zeiten für Taxi-Unternehmen

Die aktuell geltende Corona-Notfallverordnung und die eingeschränkten Feiermöglichkeiten machen auch Leipzigs ältester Funktaxizentrale 4884 zu schaffen. Wie Geschäftsführer Thomas Voigt sagte, seien vor allem die Nachtschichten weggebrochen. Für Silvester werde das Unternehmen wie jedes Jahr Fahrer im Einsatz haben. Wer nach Mitternacht ein Taxi in Anspruch nehmen wolle, so Voigt weiter, der sollte aber schon im Vorfeld buchen.

Ein Taxi zwischen anderen Autos.
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10:38 Uhr | Tschechien setzt kleinen Grenzverkehr aus

Ab morgen bis über Silvester gelten für Tschechien verschärfte Einreisebedingungen: Von Donnerstag bis Sonnabend wird der sogenannte kleine Grenzverkehr ausgesetzt. Wie das Gesundheitsministerium in Prag bekannt gab, ist die Einreise nach Tschechien nur mit einem aktuellen negativen PCR-Test möglich. Davon ausgenommen sind Kinder bis zwölf Jahren und Personen mit einer Auffrischungsimpfung. Bei Jugendlichen bis 18 Jahren reicht die zweifache Impfung. Ab dem 2. Januar ist der kleine Grenzverkehr wieder möglich.

10:06 Uhr | Umgang mit Straftaten bei Corona-Demos

Nach den gewaltsamen Corona-Protesten in Schweinfurt wurden nur einen Tag nach den Ausschreitungen in sogenannten beschleunigten Verfahren vier Angeklagte verurteilt. In Bautzen kam es am Montag zu Gewalt bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. Jetzt will Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) auch beschleunigte Verfahren nach dem Vorbild Bayerns. Dabei gibt es solche Schnellverfahren längst auch in Sachsen.

09:01 Uhr | Lauterbach besorgt über Dynamik der Omikronvariante

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich besorgt über die Dynamik der Omikronvariante des Coronavirus geäußert. Lauterbach sagte der Bild-Zeitung, die Ausbreitung von Omikron sei in den offiziellen Zahlen wegen der Testausfälle und Meldeverzögerungen nicht zutreffend abgebildet. Er verschaffe sich derzeit mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und zahlreichen Datenquellen ein Gesamtbild der Lage.

Die Zahl der an das RKI übermittelten Omikronfälle war in Deutschland zuletzt stark gestiegen - um 45 Prozent im Vergleich zum Vortag. Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilte mit, die Virusvariante habe gegenüber Delta einen Wachstumsvorteil mit einer Verdopplungsrate von zwei bis drei Tagen. Allerdings seien weiterhin Daten zu Ansteckungsrisiko und Krankheitsverlauf notwendig.

08:23 Uhr | Corona-Inzidenz ist weiter gesunken

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen weiter gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab heute Morgen einen Wert von 327,9 an. Bundesweit liegt die Wocheninzidenz bei 205,5. Das Institut verweist darauf, dass die Daten aufgrund niedriger Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage und zum Jahreswechsel ein unvollständiges Bild abgeben könnten.

07:44 Uhr | Corona-Impfungen im Klinikum Mittweida

Das Klinikum Mittweida ist ab kommende Woche offizielle Corona-Impfstelle. Dienstag bis Donnerstag werden jeweils nachmittags Impfungen angeboten. Bis zu hundert Dosen können nach Angaben des Klinikums täglich verabreicht werden. Für die Impfungen können ab heute Termine gebucht werden. Dies ist ausschließlich online auf der Internetseite des Klinikums möglich.

06:49 Uhr | Verkürzung der Quarantäne für Dresdner Virologen vertretbar

Bislang galten 14 oder zehn Tage Quarantäne bei Corona-Infektion als Maße aller Dinge. Um Personalnot zu vermeiden, wird die Quarantänezeit in den USA bald verkürzt. Ist das aus Virologensicht denn sinnvoll und in Deutschland denkbar? Ja, sagt der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Virologie am Uniklinikum Dresden, Alexander Dalpke.

06:03 Uhr | Einzelhandel verliert Kundschaft

Die Corona-Maßnahmen haben den Einzelhandel in eine Krise gestürzt. Der Trend zum Online-Shopping ist eindeutig. Aber Händlerinnen und Händler stellen auch fest, dass sich das Einkaufsverhalten von Stammkunden verändert hat. In kleineren Städten sind die Krisenfolgen erheblicher.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 29. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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