Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 8.12.: Pandemie bringt Kliniken in finanzielle Schieflage

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Krankenschwester eilt durch einen Krankenhausflur
In Sachsens Krankenhäusern dreht sich fast alles nur noch um Corona. Für andere Behandlungen und Operationen bleibt kaum noch Zeit. Bildrechte: Colourbox.de

21:37 Uhr | Tickerende

Weitere Proteste gegen die Corona-Politik, Morddrohungen gegen Sachsens Regierungschef Kretschmer wegen dieser Corona-Politik, die ersten Corona-Schutzimpfungen für Fünf-bis Eljährige in Sachsen, viele Impfangebote für Jugendliche und Erwachsene und finanzielle Folgen der Corona-Krise - dies sind einige der Themen, die den Freistaat heute im Zusammenhang mit der Pandemielage beschäftigt haben. Mit dieser Zusammenfassung beenden wir diesen Ticker und melden uns morgen Früh wieder mit neuen Meldungen. Vielen Dank fürs Lesen! Haben Sie noch einen schönen Abend und eine gute Nacht - und bitte bleiben Sie gesund!

21:15 Uhr | Hommage an "Rosenstolz"

Selbst wenn es in Sachsen Konzerte nicht coronabedingt derzeit keine Konzerte vor Publikum geben dürfte, würden diese Zwei nicht gemeinsam live auf der Bühne stehen: Anna R. und Peter Plate hatten vor neun Jahren eine zeitlich unbefristete Pause für ihre Band "Rosenstolz" verkündet, die immer noch andauert.

Nun hat der MDR eine der erfolgreichsten Popbands der vergangenen 30 Jahre in den Mittelpunkt einervierteiligen Doku-Serie gestellt. Seit heute ist "Rosenstolz - Liebe ist alles" - ganz coronakonform - in der ARD-Mediathek zu sehen. Dafür traten Anna R. und Peter Plate erstmals wieder gemeinsam vor die Kamera und erzählen über ihren mühsamen Weg nach oben - und dem Ringen mit den eigenen Dämonen.

20:48 Uhr | Tag der Sachsen 2022 weiter in der Schwebe

Ob der Tag der Sachsen im kommenden Jahr in Frankenberg stattfindet, bleibt weiter unklar. Wie SPD-Stadtrat Steven Kempe MDR SACHSEN am Abend mitteilte, ließ Bürgermeister Thomas Firmenich zu Beginn der Ratssitzung die Abstimmung über den sogenannten Durchführungsbeschluss von der Tagesordnung streichen. Eine Begründung habe es nicht gegeben. SPD und Linke fordern, dass Frankenberg sich als Ausrichter des größten Vereins- und Verbandsfestes in Sachsen zurückzieht, weil der Stadt wegen Einnahmeausfällen und Mehrausgaben durch die Corona-Krise das Geld für eine solche Veranstaltung fehle.

19:59 Uhr | Ab Sonntag weniger Busse und Bahnen in Chemnitz

Die Chemnitzer Verkehrs AG dünnt ihren Fahrplan aus. Wie Das Unternehmen heute mitteilte, gilt ab Sonntag vorzeitig der Ferienfahrplan. Damit verkehren Busse und Bahnen nicht mehr alle zehn, sondern alle 15 Minuten. Als Grund nannte das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Sie würden den Krankenstand beim Personal nochmals erhöhen, während gleichzeitig wegen anhaltender Baumaßnahmen eigentlich sogar mehr Fahrerinnen und Fahrer gebraucht würden. Dadurch gebe es bereits jetzt vereinzelt Ausfälle.

19:02 Uhr | DRK bittet um Verständnis für Probleme bei Impfterminvergabe

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen hat um Verständnis für längere Wartezeiten bei der Vergabe von Impfterminen im Internet gebeten. Sprecher Kai Kranich sagte MDR SACHSEN, allein am vergangenen Wochenende habe es mehr als zehn Millionen Zugriffe auf das Terminportal gegeben. Das sei eine enorm hohe Last. Mehr als 100.000 Termine seien vereinbart worden. Kranich riet dazu, immer wieder das Impfportal aufzurufen. Es würden täglich neue Termine eingestellt. Außerdem impfe das DRK nicht mehr allein. Fast dreimal so viele Impfungen würden durch die niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte vorgenommen. Diese seien auch telefonisch erreichbar.

18:39 Uhr | Mehr als 9.000 Neuinfektionen, fast 44.000 Impfungen

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben heute 9.044 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die meisten Fälle meldete Dresden (1.256), die wenigsten in Chemnitz (90). Zudem wurden 70 Todesfälle im Zusammenhang mir einer Corona-Infektion registriert. In den Krankenhäusern in Sachsen werden derzeit 2.673 Covid-19-Patienten behandelt, 575 von ihnen auf der Intensivstation.

Bei den Corona-Schutzimpfungen liegt die Quote vollständig Geimpfter in Sachsen inzwischen bei 58,6 Prozent. Laut Robert-Koch-Institut wurden im Freistaat binnen eines Tages 43.859 Impfungen verabreicht. Allerdings waren rund 37.000 davon sogenannte Booster. Zum ersten Mal impfen ließen sich 3.899 Menschen in Sachsen.

17:32 Uhr | Sachsen will Tilgung von Corona-Schulden strecken

Hartmut Vorjohann
Minister Vorjohann will die Tilgungsfrist um vier Jahre verlängern, SPD und Grüne fordern einen noch längeren Zeitraum. Bildrechte: dpa

Sachsen will seiner wegen der Corona-Krise aufgenommenen Schulden über einen längeren Zeitraum zurückzahlen, als es das Gesetz derzeit zulässt. Das sagte Finanzminister Hartmut Vorjohann nach einer Klausur der schwarz-grün-roten Regierung zum den Eckwerten für den Doppelhaushalt 2023/24 mit.

Allerdings herrscht in der Koalition noch keine Einigkeit über die genaue Länge. Während der CDU-Finanzminister von zwölf Jahren sprach, erklärte Vize-Ministerpräsident Wolfram Günther von den Grünen, es würden noch verschiedene Zeiträume diskutiert und durchgerechnet. Auch SPD-Wirtschaftsminister Martin Dulig sprach von sehr unterschiedlichen Vorstellungen über die Tilgungsfrist, die laut Verfassung acht Jahre beträgt.

Der Landtag hatte die Regierung 2020 ermächtigt, zur Bewältigung der Pandemie- Folgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufzunehmen. Vorjohann zufolge wird vermutlich aber nur etwas mehr als die Hälfte dieses Kreditrahmen ausgeschöpft.

16:49 Uhr | Corona bringt Kliniken in wirtschaftliche Schieflage

Die Corona-Pandemie bringt die Krankenhäuser in Sachsen in wirtschaftliche Not. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen sprach von einer dramatischen Lage. Derzeit seien 650 der 1.500 vorhandenen Intensivbetten mit Covid-19-Erkrankten belegt. Deren Versorgung sei verbunden mit Mehraufwand und höheren Ausgaben. Auf der anderen Seite gebe es weniger Einnahmen, weil viele reguläre Operationen und Behandlungen abgesagt oder verschoben werden mussten. Diesen Verlust gleiche bisher niemand aus, beklagt die Krankenhausgesellschaft.

16:24 Uhr | Dresdner Sportvereine organisieren Impfwoche

Fünf Mitgliedsvereine der Initiative "TeamSportSachsen" aus Dresden haben eine Impfwoche organisiert. Zum Auftakt konnten sich bereits seit heute Nachmittag Interessierte im neuen Nachwuchszentrum der American Footballer von den Dresden Monarchs eine Schutzimpfung gegen Corona geben lassen, wie die Initiative mitteilte. Am Donnerstag gibt es dieses Angebot bei den Basketballern der Dresden Titans in der Margon-Arena. Bis Sonntag folgen noch die Dresdner Eislöwen, der Dresdner SC Volleyball und der HC Elbflorenz. Für kommende Woche sind weitere Termine geplant. Impfwillige können sich im Internet bei "TeamSportSachsen" anmelden.

15:53 Uhr | "Impfen in den 3. Advent" in Chemnitz

Die Initiative "Hausärzte für Chemnitz", das Klinikum und die Stadt veranstalten am kommenden Sonnabend eine weitere Impfaktion. Den Angaben zufolge können sich von 9 bis 12 Uhr in der Impfstelle des Chemnitzer Klinikums am Küchwald Menschen eine Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung gegen Corona geben lassen. Die Kapazität reicht demnach für 200 bis 250 Impfungen.

Zudem seien maximal 40 Beratungsgespräche möglich, bei denen vier Hausärztinnen und Hausärzte in Einzelgesprächen individuelle Fragen beantworten. Eine Voranmeldung ist demnach nicht nötig, aber Wartezeiten sollten eingeplant werden.

15:36 Uhr | Sachsen sucht Betten für weitere Covid-19-Notfälle

Sachsen will fünf weitere Covid-19-Intensivpatienten aus dem Krankenhauscluster Dresden in andere Bundesländer verlegen lassen. Nach Angaben des Sozialministeriums wurde eine entsprechende Anfrage an das sogenannte Bundeskleeblatt gestellt. Grund sei die weiterhin hohen Auslastung bei der Corona-Intensivversorgung.

Sachsen gehört zum sogenannten Kleeblatt Ost, zusammen mir Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das Kleeblatt-Konzept für die Verlegung von Patienten wurde im Frühjahr 2020 entwickelt und soll sicherstellen, dass es in einzelnen Bundesländern keine Engpässe bei der intensivmedizinischen Versorgung gibt. Aus Sachsen wurden bislang 31 Covid-19-Intensivpatienten nach Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen verlegt.

15:07 Uhr | Siko und Köpping beantworten Fragen zum Impfen von Kindern

Kinderarzt und Mitglied der Sächsischen Impfkommission, Stefan Mertens, und Sozialministerin Petra Köpping beantworten Bürgerfragen zur Corona-Schutzimpfung für Kinder. Wie das Sozialministerium mitteilte, findet die Live-Veranstaltung am Donnerstag ab 17 Uhr digital statt und wird über die Facebook-Kanäle des Ministeriums und des Freistaates Sachsen übertragen. Dort können über die Kommentarfunktion Fragen gestellt werden.

Hintergrund ist die Empfehlung der Siko, Fünf- bis Elfjährige gegen das Coronavirus zu impfen, wenn aufgrund von Vorerkrankungen gefährdet sind. Daneben soll aber auch für alle anderen Kinder in dieser Altersgruppe die Möglichkeit bestehen, die Impfung zu erhalten. Der speziell für Kinder dosierte und zugelassene Impfstoff von Biontech soll laut Ministerium ab kommender Woche allgemein zur Verfügung stehen.

14:35 Uhr | ASB und Johanniter verstärken mobiles Impfen

Bereits gut eine Woche nach dem Start ihrer mobilen Corona-Impfteams haben Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfall Hilfe und Malteser Hilfsdienst eine Ausweitung ihres Engagements angekündigt. Wie die Hilfsorganisationen heute mitteilten, wollen sie ihre Kapazitäten in den kommenden 14 Tagen verdoppeln.

Derzeit sind rund 100 Mitarbeiter in 20 mobilen Impfteams sachsenweit unterwegs. Sie können pro Tag insgesamt 4.100 Menschen impfen. Damit unterstützen die drei Hilfsorganisationen die 30 mobilen Teams des Deutschen Roten Kreuzes im Freistaat.

13:58 Uhr | Update: Ermittlungen nach Morddrohungen gegen Kretschmer

Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen hat Ermittlungen zu den Morddrohungen gegen Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer aufgenommen. Diese waren einem ZDF-Bericht zufolge von Mitgliedern einer Chatgruppe im Messengerdienst Telegram geäußert worden.

Nach Behördenangaben stehen die in dem sozialen Netzwerk in Erscheinung getretene Gruppierung "Dresden Offlinevernetzung" und deren Mitglieder unter Straftatverdacht. Gegenwärtig würden die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und die Zentralstelle Extremismus Sachsen gemeinsam die Sach- und Rechtslage prüfen. Motiv für die Morddrohungen sind demnach die Ablehnung von Corona-Schutzimpfungen, der Corona-Politik und des Staates allgemein.

13:25 Uhr | Uni Leipzig macht Hörsäle bis Mitte Januar dicht

Die Universität Leipzig schließt wegen der hohen Corona-Zahlen ab Montag ihre Hörsäle. Damit würden die Studierenden nächste Woche und in der ersten Januarwoche digital unterrichtet, sagte Universitäts-Sprecher Michael Lindner. "Wir haben uns entschieden zur Abschwächung des Infektionsgeschehens beizutragen, daher wollen wir die Studierenden zu digitalen Lehrformat bewegen, um das zu entzerren." Man beobachte, dass sich viele Studierende auf den Uni-Geländen begegneten. "Dem wollen wir ein wenig entgegenwirken", so Lindner.

13:09 Uhr | Weniger Tumorbehandlungen im ersten Lockdown besorgt Mediziner

Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 ging die Zahl der im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden vorgestellten Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes um knapp zehn Prozent zurück. Die Uni-Klinik teilte mit, der deutlichste Rückgang der vorgestellten Fälle sei bei potentiell heilbaren Tumoren der Gallenwege (-50 Prozent), der Speiseröhre (-25,5 Prozent) und des Dickdarms (-17,5 Prozent) zu beobachten gewesen. Eine mögliche Ursache hierfür könnte, so vermuten die Mediziner, der zeitgleiche Rückgang bestimmter Vorsorge- und diagnostischer Untersuchungen gewesen sein – hierzu zählen Endoskopien, bei denen etwa Tumoren der Speiseröhre und des Enddarms zumeist festgestellt werden. Aber auch ein Rückgang der Mobilität der Patienten und Angst vor einer Ansteckungsgefahr bei Arztbesuchen könnten eine Rolle gespielt haben, hieß es.

Termin für eine Darmspiegelung (Krebsvorsorge)
Viele Patienten haben Untersuchungen während es ersten Lockdowns offenbar aufgeschoben. Bildrechte: Colourbox.de

Bei all denjenigen Patientinnen und Patienten, die während der ersten Welle an unserem Zentrum behandelt wurden, konnten wir nötige Therapien – wie Chemotherapie, Bestrahlung und Krebsoperationen – in nahezu normalem Umfang fortführen. Sorge bereiten uns aber die Betroffenen, deren Krebserkrankung pandemiebedingt verspätet diagnostiziert wurde oder die eine Behandlung vor dem Hintergrund der Corona-Situation aufgeschoben haben.

Dr. Johanna Kirchberg Leiterin des viszeralonkologischen Zentrums von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie

12:49 Uhr | Sachsen will Tilgung der Corona-Schulden zeitlich strecken

Sachsen will die Tilgung seiner Schulden aus der Corona-Krise zeitlich strecken. Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) schlägt dafür einen Zeitraum von zwölf Jahren vor. Laut Wirtschaftsminister Dulig gibt es aber noch sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Tilgungsfristen. Das müsse im Parlament diskutiert werden.

Der Freistaat hatte 2020 erstmals seit 2006 wieder Schulden gemacht. Der Landtag ermächtigte die Regierung bis zu sechs Millarden Euro an Krediten für die Bewältigung der Pandemie-Folgen aufzunehmen.

11:50 Uhr | Weiterhin viele Schulen teilweise oder vollständig geschlossen

Die Corona-Pandemie wirkt sich weiter auf den Schulbetrieb in Sachsen aus. Wie aus den Veröffentlichungen des Sozialministeriums hervorgeht, wurden für knapp 50 Schulen neue Allgemeinverfügungen zu teilweisen oder vollständigen Schließung erlassen. Diese gelten jeweils befristet. Erst gestern hatte das Kultusministerium erklärt, der Schulbetrieb soll wo immer möglich aufrecht erhalten werden. So sollen auch die Weihnachtsferien nicht vorgezogen werden.

11:06 Uhr | DRK verweist auf zwingende Terminbuchung für Impfpunkte und Impfzentren

Für die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisierten Impfpunkte oder Impfzentren ist zwingend eine vorherige Terminbuchung nötig. Darauf hat das DRK verwiesen. Impfwillige ohne Termin können nicht geimpft werden. Termine sind über das Terminportal der Landesregierung zu buchen und können für Erst-, Zweit-, Optimierungs- oder Auffrischungsimpfungen reserviert werden. Das DRK kündigte an, dass über das Terminportal nur noch Impftermine mit mRNA-Impfstoffen angeboten werden (Stand: 07.12.2021). Im Einzelfall sei nach besonderer Aufklärung durch die impfenden Ärzte im Impfpunkt auch eine Erstimpfung mit dem Vektorimpfstoff des Herstellers Johnson und Johnson möglich.

Ohne Termin sind in der Regel lokale Angebote von mobilen Impfteams, die von Kommunen, Verbänden, Vereinen oder Firmen organisiert werden. Niedergelassene Ärzte impfen hingegen üblicherweise auch nur mit Termin.

10:26 Uhr | Zeitung: Pfarrer unterbindet in Dresden Impfangebot für Wohnungslose

Ein Pfarrer hat offenbar einem mobilen Impfteam verweigert, in der Dresdner Dreikönigskirche zu impfen. Wie die "Dresdner Morgenpost" heute berichtet, wollte die Diakonie Dresden im kirchlichen Nachtcafe Wohnungslosen ein Impfangebot unterbreiten. Der zuständige Dresdner Pfarrer, Matthias Kunze, soll dies abgelehnt haben. Laut dem Zeitungsbericht wolle er "eine weitere Polarisierung" bei dem Thema verhindern. Kirche und Impfen seien getrennte Dinge, zitiert ihn die Zeitung.

Die Impfaktion konnte dennoch stattfinden. Sie wurde in einem ambulanten Behindertenzentrum der Diakonie in der Nähe der Dreikönigskirche ermöglicht.

10:12 Uhr | Wieder Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Chemnitz und Taucha

In Chemnitz und in Taucha in Nordsachsen ist am Dienstagabend erneut gegen die Corona-Maßnahmen protestiert worden. In beiden Fällen seien die Versammlungen jedoch schon vor Eintreffen der verständigten Beamten aufgelöst worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch. In Chemnitz seien die Demonstranten längere Zeit unbehelligt durch die Stadt gezogen, sagten Beobachter des Geschehens dem MDR.

In Chemnitz hatten sich bereits am Montagabend mehrere hundert Menschen für eine Kundgebung versammelt. Auch in vielen anderen sächsischen Städten war es zu Protesten gegen die Infektionsschutz-Maßnahmen gekommen. Durch die Corona-Notfallverordnung sind in Sachsen derzeit nur Kundgebungen mit bis zu zehn Teilnehmern gestattet.

Menschen bei Coronaprotest 9 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

08:43 Uhr | Schlangestehen für Pulsnitzer Pfefferkuchen

Pulsnitzer Pfefferkuchen gehören für viele Sachsen zu einem echten Weihnachtsfest dazu. Üblicherweise gibt es die süß-würzigen Spezialiäten auf zahllosen Weihnachtsmärkten im Freistaat. Weil diese coronabedingt ausfallen, müssen Liebhaber der Leckerei nach Pulsnitz fahren - besonders dann, wenn es Backwaren einer bestimmten Pfefferküchlerei sein sollen. Wegen des Ansturms ist Schlangestehen angesagt, wie einst in der DDR. Onlineshops haben viele der kleinen Bäckereien vorübergehend vom Netz genommen, weil sie die Bestellflut nicht bewerkstelligen können. Bückware sind die echten Pulsnitzer dennoch nicht. Es gibt genug Pfefferkuchen, beschwichtigt die Innung der Pfefferküchler.

08:24 Uhr | Fernsehbericht: Impfgegner diskutieren bei Telegram-Dienst über Mordpläne gegen Kretschmer

Einem ZDF-Bericht zufolge haben radikale Impfgegner im Messengerdienst Telegram über Mordpläne gegen Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) diskutiert. Einige von ihnen sollen demnach im Besitz von Waffen sein. Erst in der vergangenen Woche hatte Kretschmer radikale Telegram-Chatgruppen scharf kritisiert und ihnen bösartigste Propaganda, Hass und Hetze vorgeworfen. 

08:05 Uhr | "Wilder Robert" und Pressnitztalbahn dampfen trotz Corona am Wochenende

Die Schmalspurbahn "Wilder Robert" (Döllnitzbahn) lädt an diesem Wochenende zu Dampfzugfahrten zwischen Oschatz, Mügeln und Glossen ein. Wie die Betreiber auf der Homepage mitteilten, gelte in den Zügen die 3G-Regel. Ein Weihnachtsmann fahre allerdings wegen der Corona-Pandemie nicht mit, auch eine gastronomische Bewirtschaftung in den Zügen gebe es nicht. Weitere Dampffahrten sind für die Zeit vom 26. bis 31. Dezember und für den 2. Januar angekündigt. Die Zügen zählen zum ÖPNV, es gelten Fahrkarten des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes mit Dampfzuschlag.

Auch auf der Museumsbahn zwischen Jöhstadt und Steinbach im Erzgebirge sind laut Homepage des Vereins Dampfsonderfahrten an allen Adventswochenende sowie vom 27. bis 31. Dezember geplant. Laut Corona-Notfallverordnung des Freistaates Sachsen sind Zugfahrten zu rein touristischen Zwecken eigentlich untersagt.

07:29 Uhr | Ab heute Impfungen für Kinder ab 5 Jahren in Leipzig

Im Herzzentrum Leipzig werden ab heute auch Kinder ab 5 Jahren gegen Corona geimpft. Laut der Empfehlung der Sächsischen Impfkommission sollten zunächst aber nur Mädchen und Jungen geimpft werden, wenn sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Die Impfungen erfolgen zwischen 8 und 14 Uhr - und das ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech. Morgen und am Freitag wird weiter geimpft. Termine gibt es telefonisch in der Zeit von 8:30 bis 15:30 Uhr unter der Tel. 0341/149 52 54.

07:06 Uhr | Geflügelzüchter und Kneiper überraschen Krankenhauspersonal in Dresden

Ein Geflügelzüchter aus Liebstadt und ein Dresdner Gastronom haben Pflegepersonal und Mediziner der Uni-Klinik Dresden mit einem kulinarischen Adventsmenü überrascht. Sie wollten ihnen damit für ihre Arbeit in der Corona-Pandemie danken, hieß es. Die Corona-Pandemie bekommt auch der Geflügelbauer zu spüren. Viele schlachtreife Enten schwimmen weiter auf seinem Teich, weil die Restaurants mit ihren gekürzten Öffnungszeiten weniger Fleisch abnehmen.

05:36 Uhr | S-Bahn Mitteldeutschland unterstützt mit Fanartikel-Verkauf die Kulturszene

DB Regio Südost unterstützt die Leipziger Kultur- und Veranstaltungsbranche. Die S-Bahn Mitteldeutschland bringt ab sofort ihre eigene Kollektion mit Textilien, Accessoires und Geschenkartikeln auf den Markt, teilte das Verkehrsunternehmen mit. Die Erlöse daraus würden komplett an freie Kunstschaffende, Kulturtreibende und Soloselbstständige in der Veranstaltungsbranche gespendet. Kooperationspartner sei Spreadshop, ein Betreiber von digitalen Handelsplattformen.

Frank Bretzger, Chef der S-Bahn Mitteldeutschland, sagte: "Die Kultur- und Veranstaltungsbranche ist von der Corona-Pandemie in besonderem Maße betroffen. Für viele Künstlerinnen und Künstler geht es schlicht ums Überleben. Wir möchten Aufmerksamkeit schaffen und direkt vor Ort helfen."

05:36 Uhr | Große Erwartungen an neuen Gesundheitsminister Lauterbach

Karl Lauterbach wird Jens Spahn am Mittwoch als Bundesgesundheitsminister ablösen. Große Hoffnungen liegen auf dem 58-jährigen Mediziner und Gesundheitsökonomen, wie die Stimmen aus vielen Ärztekammern zeigen.

05:30 Uhr | Höherer Abstand bei mRNA-Impfungen wohl vorteilhaft

Eine neue Studie vergleicht verschiedene Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna. Ergebnis: Größere Abstände verbessern die Antikörperwerte.

05:05 Uhr | Impfpflicht und Infektionsschutz Thema im Bundestag

Im Bundestag haben sich die Parteien der künftigen Ampel-Koalition und die Opposition am Dienstag einen Schlagabtausch über das neue Infektionsschutzgesetz geliefert. Das Gesetz sieht unter anderem eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für Alten- und Pflegeheime vor. Es soll am Freitag im Bundestag beschlossen und anschließend vom Bundesrat gebilligt werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 08. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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