Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 10.12.: Sechs Omikron-Verdachtsfälle im Vogtland

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

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Die Corona-Omikron-Variante soll weniger schwere Krankheitsverläufe auslösen, aber auch häufiger den Impfschutz überwinden können. Bildrechte: imago images/Christian Ohde

21:15 Uhr | Tickerende

Während das alte Jahr aufgrund des coronabedingten Böller- und Feierverbots einem stillen Ende entgegengeht, könnte die Omikron-Variante des Virus in Sachsen angekommen sein. Um die Ansteckungsgefahr generell zu mindern, setzt die Landesregierung deshalb auf strengere Kontaktneschränkungen als in anderen Bundesländern - und aufs freiwillige Impfen. Angebote dafür gibt es immer mehr, selbst von der Sport- und Kulturszene im Freistaat. Weil das aber für den Schutz von alten und kranken Menschen nicht ausreicht, gilt bundesweit künftig eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich.

Mit diesen Schlaglichtern des Tages zur Corona-Lage in Sachsen und darüber hinaus beenden wir für heute und auch für diese Woche unseren Ticker. Am Montag sind wir wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Abend, ein schönes Wochenende und trotz aller pandemiebedingten Widrigkeiten einen besinnlichen dritten Advent. Bitte bleiben Sie gesund!

21:02 Uhr | Silvestermusik vor leeren Rängen

Das von der Staatskapelle Dresden aufgeführte traditionelle ZDF-Silvesterkonzert in der Semperoper findet ohne Publikum statt. Es werde wegen der derzeitigen Einstellung des öffentlichen Spielbetriebs vor leeren Rängen gespielt und aufgezeichnet, teilte das Orchester mit. Der Mitschnitt werde vom ZDF am 31. Dezember ab 17:25 Uhr gesendet. Das alte Jahr wird demnach musikalisch mit Filmmusik, Evergreens und Operetten-Hits der "Goldenen Zwanziger" verabschiedet. So spielen Chefdirigent Christian Thielemann und sein Orchester Ausschnitte aus der Suite zum Film "Metropolis" von 1927 und George Gershwins "Rhapsody in Blue".

20:39 Uhr | Leipziger Corona-Protest-Gruppe als extremistisch eingestuft

Der sächsische Verfassungsschutz hat die "Bürgerbewegung Leipzig 2021" als extremistische Gruppierung eingestuft. Wie Innenminister Roland Wöller mitteilte, zielten vor allem ihre Online-Aktivitäten darauf ab, die Demokratie systematisch verächtlich zu machen. Die Bewegung ruft regelmäßig zu Protesten in Leipzig gegen Corona-Maßnahmen aufgerufen und sogenannte Ringspaziergänge organisiert.

Wöller sagte, in den Internetauftritten der Gruppe würden bewusst Fakten mit Fake News und Verschwörungstheorien vermischt, um Unsicherheit und Angst zu verbreiten. Damit werde der Nährboden für eine zunehmende Radikalisierung im Internet bereitet. Der Innenminister sprach in diesem Zusammenhang von einer "geistigen Pandemie" der sich die Gesllschaft entgegenstellen müsse.

20:25 Uhr | MDR-Umfrage zur Weihnachtsstimmung

Das Meinungsbarometer "MDRfragt" will herausfinden, wie die Gemütslage der Menschen angesichts des zweiten Weihnachtsfestes unter Corona-Bedingungen ist. Bis Montagvormittag sind Mitglieder der "MDRfragt"-Gemeinschaft aufgerufen, Fragen zur Weihnachtsstimmung, zu möglichen Konflikten zwischen geimpften und ungeimpften Familienmitgliedern, zu ausgefallenen Weihnachtsmärkten und -veranstaltungen zu beantworten und ihre Meinung zu den derzeitigen Corona-Bestimmungen zu äußern.

20: 14 Uhr | Weihnachtsoratorium in Leipziger Nikolaikirche nur im Netz

Die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der Leipziger Nikolaikirche findet in diesem Jahr ohne Publikum statt. Wie der Bachchor mitteilte, wird das Konzert am 19. Dezember ab 17 Uhr live im Internet übertragen. Zudem würden statt aller sechs Kantaten nur zwei aufgeführt. Für alle Teilnehmer gelte die 2G-Plus-Regel, sie müssen also geimpft oder genesen und zusätzlich negativ getestet sein.

Nikolaikantor Markus Kaufmann sagte, mit dem Konzert solle ein Zeichen der Hoffnung aus der Nikolaikirche Leipzig gesendet werden. Gerade für die Musikerinnen und Musiker seien die vielen Konzertabsagen in diesem Jahr existenzbedrohend. Karteninhaber wurden deshalb aufgerufen, ihre Tickets nicht zurückzugeben, sondern das Online-Angebot zu nutzen. Die Zugangsdaten für den Livestream würden ihnen per E-Mail übermittelt

19:53 Uhr | Silvesterfeuerwerk nur hinterm Gartenzaun

In Sachsen gilt auch für den kommenden Jahreswechsel ein generelles Feuerwerksverbot in der Öffentlichkeit. Außerdem seien Silvesterfeiern auf öffentlichen Plätzen untersagt, teilte Sozialministerin Köpping mit und verwies auf die neue, bis zum 9. Januar geltende Corona-Notfallverordnung. Ihren Angaben zufolge hatten sich die Kommunen eine generelle Regelung gewünscht. Auf privaten Grundstücken darf demnach aber Feuerwerk gezündet werden. Allerdings gilt bundesweit ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik.

19:41 Uhr | Mehr Infektionen mit Keimen in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr auch die Zahl von Infektionen mit Krankenhauskeimen steigen lassen. Nach Informationen der Krankenkasse Barmer nahm sie im Vergleich zum Vorjahr bundesweit und auch in Sachsen um gut 17 Prozent zu. Landesgeschäftsführer Fabian Magerl sagte, während der ersten Welle hätten vor allem ältere und anfälligere Menschen auf den Stationen gelegen. Zudem habe es besonders am Anfang auch an Schutzausrüstung gemangelt. Laut Barmer infizierten sich bisher jährlich bis zu 29.000 Patientinnen und Patienten in Sachsens Kliniken mit Keimen. Bis zu 1.000 von ihnen seien an der sogenannten nosokomialen Infektion gestorben.

19:01 Uhr | Weniger Neuinfektionen gemeldet

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben der Gesundheitsämter in Sachsen den zweiten Tag in Folge gesunken. Sie meldeten insgesamt 7.206 Fälle binnen 24 Stunden. Die höchste Zahl wurde dabei in Dresden registriert. Allerdings starben 119 weitere Covid-19-Patienten, auch hier die meisten in Dresden. 2.600 Erkrankte werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, dabei stieg die Zahl der Intensivpatienten im Tagesvergleich wieder an auf jetzt 589.

18:44 Uhr | Schule: Keine früheren Weihnachtsferien, keine schärferen Regeln

Sachsen behält die bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen für den Kita- und Schulbetrieb bei. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sagte, das System habe sich bisher bewährt. Sollte sich das Infektionsgeschehen nochmals verschärfen, werde gegebenenfalls nachjustiert. Die Weihnachtsferien in Sachsen würden wie geplant am 23. Dezember beginnen.

Laut Kultusministerium sind die Infektionszahlen an den Schulen leicht rückläufig. Aktuell seien 39 der insgesamt 1.400 öffentlichen Schulen vorübergehend komplett geschlossen. Dazu kämen Teilschließungen, von denen aber nur jeweils einzelne Klassen betroffen seien.

18:37 Uhr | Regelstudienzeit wird erneut verlängert

Wegen der Einschränkungen auch für Studierende infolge der Corona-Pandemie, verlängert Sachsen erneut die Regelstudienzeit. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) zufolge soll sie um ein weiteres Semester gestreckt werden können, ohne dass den Betroffenen Nachteile entstehen, zum Beispiel beim Bafög.

Hochschulen, die Berufsakademie Sachsen und Studierende hätten alles versucht, um das Wintersemester weitgehend normal verlaufen zu lassen, sagte Gemkow. Wegen des Infektionsgeschehens müsse nun aber wieder auf Online-Lehre umgestellt werden.

18:19 Uhr | Sechs Omikron-Verdachtsfälle in Sachsen

Im Vogtland gibt es Sachsen gibt es sechs Verdachtsfälle auf eine Infektion mit der neuen Corona-Virusvariante Omikron. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) mit. Derzeit liefen Untersuchungen. Vor wenigen Tagen war bereits von einem Verdachtsfall bei einer Reiserückkehrerin in Plauen die Rede. Zuvor hatte sich ein Omikron-Verdachtsfall in Leipzig nicht bestätigt. Nachgewiesen wurde in Sachsen bisher noch keine Infektion mit der Omikron-Variante. Sie gilt nach bisherigen Erkenntnissen als äußerst ansteckend und Impfungen sollen bei ihr weniger wirksam sein. Allerdings sei der Krankheitsverlauf in der Regel weniger schwer.

17:56 Uhr | Sachsen verschärft Kontaktbeschränkungen

Die sächsische Regierung hat Details der neuen Corona-Notfallverordnung vorgestellt, die ab kommenden Montag bis zum 9. Januar gelten soll. Den Angaben zufolge gelten die aktuellen Regeln im Wesentlichen weiter, werden aber in einigen Punkten verschärft. Dazu zählen Kontaktbeschränkungen für alle Menschen in Sachsen. So gilt für private Treffen eine 1+1-Regel: Nimmt eine ungeimpfte oder nicht genesene Person teil, dürfen nur ein Haushalt und eine weitere Person dabei sein. Für private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen gilt eine Obergrenze von 20 Leuten. Kinder unter 16 Jahren zählen in beiden Fällen nicht mit.

Neu ist auch eine Hotspot-Regelung für Gastronomiebetriebe: Liegt die Wocheninzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt über 1.500, müssen sie komplett schließen. Das würde derzeit auf den Kreis Meißen zutreffen. Allerdings soll die Regelung laut Sozialministerin Petra Köpping erst am kommenden Donnerstag greifen.

17:28 Uhr | Freie Impftermine in Freiberg

Die Corona-Impfstelle am Kreiskrankenhaus Freiberg bekommt nach einem Engpass in dieser Woche in der kommenden Woche mehr Impfstoff. Wie der Betreiber mitteilte, gibt es deshalb noch viele freie Termine, die über die Krankenhaus-Internetseite gebucht werden können. Seit der Eröffnung sei die Impfstelle rege genutzt worden.

17:00 Uhr | Einzelheiten zur neuen Corona-Verordnung

Die sächsische Landesregierung will in diesen Minuten die neue Corona-Notfallverordnung vorstellen. Weitere Themen sind die neue Schul- und Kita-Coronaverordnung, die Corona-Situation an den Hochschulen sowie die Corona-Kontrollen und Protestversammlungen.

16:48 Uhr | Sachsen bleibt Schlusslicht beim Impfen

Obwohl auch in Sachsen die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen gestiegen ist, liegt das Land im Bundesvergleich weiter abgeschlagen an letzter Stelle. Und das betrifft alle Altersbereiche. Insgesamt liegt die Quote vollständig Geimpfter laut Robert-Koch-Institut mit 59 Prozent derzeit zehn Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

Zum Vergleich: Spitzenreiter ist Bremen mit 81 Prozent. Am besten steht in Sachsen noch die Altersgruppe der über 60-Jährigen da - mit sieben Prozentpunkten unter dem Bundesdurchschnitt. Bei den 18- bis 59-Jährigen beträgt die Lücke dagegen 17 Prozentpunkte, bei den Zwölf- bis 17-Jährigen 18 Prozentpunkte. Beim Boostern hängt Sachsen ebenfalls hinterher, allerdings liegt die Quote hier nur vier Prozentpunkte unter den bundesweiten Wert.

16:23 Uhr | Keine Ausgangssperre mehr im Leipziger Land

Der Landkreis Leipzig hat die nächtliche Ausgangssperre für nicht geimpfte und nicht genesene Menschen aufgehoben. Sie tritt morgen außer Kraft, weil die Corona-Wochen-Inzidenz zuletzt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 1.000 unterschritten hat. Damit dürfen ab morgen Abend auch nicht Geimpfte und nicht Genesene zwischen 22 und 6 Uhr wieder draußen unterwegs sein.

15:58 Uhr | Oberverwaltungsgericht weist weitere Corona-Klagen ab

Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat drei weitere Eilanträge gegen die Sächsische Corona-Notfallverordnung abgewiesen. Wie ein Sprecher heute mitteilte, wollten die Betreiber eines Clubs und von Veranstaltungsräumen sowie ein Hotel- und Gaststättenbetreiber erreichen, dass die für sie geltenden Öffnungs- und Beherbergungsverbote, eingeschränkte Öffnungszeiten und Vorgaben zur Maskenpflicht außer Vollzug gesetzt werden. Die Richter in Bautzen erklärten jedoch diese Maßnahmen für rechtmäßig und im Hinblick auf die aktuelle Infektionslage in Sachsen auch als angemessen.

Zum Eilantrag einer Fahrschülerin entschied das Oberverwaltungsgericht, dass für Fahrschulen und ähnliche Einrichtungen angeordnete 2G-Regel nicht für die Teilnahme an der theoretischen und praktischen Fahrprüfung gilt. Allerdings ist die Klägerin den Angaben zufolge gar nicht von der Vorschrift betroffen. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

15:32 | Themenabend zu Corona im MDR FERNSEHEN

Wegen der bundesweit angespannten Pandemielage ändert der MDR am kommenden Montag sein abendliches Fernsehprogramm und widmet ihn dem Schwerpunkt Corona. Ab 19:50 werden zunächst alle vier Teile der Doku-Serie "Charité intensiv" gezeigt. Dabei hatte der RBB auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Winter das Geschehen auf einer Intensivstation des Berliner Krankenhauses verfolgt. Anschließend steht das Thema "Das Virus und die Wut" im Mittelpunkt der Diskussionssendung "Fakt ist! Aus Dresden". Direkt im Anschluss zeigt der MDR die Dokumentation "Hirschhausen - Corona ohne Ende", in der sich der prominente Mediziner mit den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankungen befasst hat.

15:11 Uhr | Bürgerinitiative "Bautzen gemeinsam" kritisiert Corona-Protest

Die Bürgerinitiative "Bautzen gemeinsam" will ein Zeichen gegen die Proteste in der Stadt gegen die Corona-Schutzmaßnahmen setzen. In einer Mitteilung heißt es, man beobachte mit Sorge, dass der Corona-Protest in Bautzen immer lauter und meinungsbestimmender werde, obwohl sich ein Großteil der Menschen in der Region vernünftig, solidarisch und empathisch verhalte. Deshalb werde am kommenden Montag eine "Bautzener Erklärung" vorgestellt. Zu der deutsch-sorbischen Bürgerinitiative gehören Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und Kultur.

Wir wollen nicht, dass als Folge von verantwortungslosem Verhalten noch weitere Pandemie-Wellen die Gesellschaft erschüttern.

Aus einem Brief der Initiative "Bautzen gemeinsam"

Auf dem Kornmarkt in Bautzen finden seit Monaten regelmäßig Proteste gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen statt. An den beiden vergangenen Montagen zählte die Polizei dabei nach eigenen Angaben mehr als 110 Verstöße gegen die Corona-Notfallverordnung, Körperverletzungen und Angriffe auf Beamte.

14:43 Uhr | Begrenzte Impfpflicht kommt

In Deutschland gilt für das Gesundheitspersonal künftig eine Impfpflicht. Nach dem im Bundestag eine Mehrheit von 571 Abgeordneten für die entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes votierten, stimmte auch der Bundesrat einstimmig zu. Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken müssen nun bis Mitte März 2022 nachweisen, dass sie gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind.

Zudem dürfen neben Ärzten künftig auch Apotheker sowie Zahn- und Tierärzte Corona-Schutzimpfungen verabreichen. Die Möglichkeiten für die Bundesländer, regional härtere Corona-Schutzmaßnahmen anzuordnen wurden ergänzt und verlängert.

14:25 Uhr | Impfen im Dresdner Fußball-Stadion

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden schließt sich der Corona-Impfaktion der Initiative "TeamSportSachsen" an. Wie der Verein mitteilte, sind ab sofort Online-Anmeldungen für einen Impftermin am kommenden Dienstag im Rudolf-Harbig-Stadion möglich. Geschäftsführer Jürgen Wehlend erklärte, Dynamo Dresden sei weiter ein Verfechter der 3G-Regel, stehe aber angesichts der hohen Infektionszahlen Impfangeboten offen gegenüber. Nur so sei ein entscheidender Schritt in Richtung Normalität möglich.

Zuvor hatten bereits die Vereine Dresden Monarchs (American Football), Dresden Titans (Basketball), Dresdner Eislöwen (Eishockey), Dresdner SC (Volleyball) und HC Elbflorenz (Handball) ihren Fans Impfangebote unterbreitet. Die verfügbaren Termine in den Heimspielstätten waren den Angaben zufolge binnen kurzer Zeit ausgebucht.

13:23 Uhr | Forscher: Coronavirus befällt menschliches Stress-System

Das Sars-CoV-2-Virus greift laut einer Untersuchung mit Beteiligung Dresdner Wissenschaftler die Nebennieren und damit das zentrale Stressorgan des menschlichen Körpers an. Die Nebennieren produzieren die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. "Für das Überleben von stressvollen Situationen, wie sie jetzt in der Pandemie mit der Corona-Erkrankung auftreten, ist das Organ unentbehrlich. Und sie sind wichtige Zielorgane des Sars-CoV-2- Virus", teilte das Universitätsklinikum Dresden mit. Man habe das bei einer gemeinsamen Arbeit mit Forschern aus London, Regensburg und Zürich herausgefunden.

Für die Analyse seien in Dresden die Daten von 40 Patienten ausgewertet worden, die am oder mit dem Coronavirus gestorben sind, hieß es. Die pathologische Untersuchung der Gewebeproben habe eindeutige Anzeichen von Nebennierenentzündungen aufgewiesen.

13:08 Uhr | Semperopern-Ball fällt erneut aus

Der Dresdner Semperopern-Ball fällt auch im kommenden Jahr coronabedingt aus. Das teilte das Organisationsteam mit. Es wäre ein falsches Signal, aufgrund der starken coronabedingten Entwicklung, Anfang des Jahres einen Ball mit rund 2.500 Gästen in der Dresdner Semperoper durchzuführen, teilte der künstlerische Leiter, Hans-Joachim Frey, mit. Neuer Termin ist nun der 3. März 2023.

11:55 Uhr | Freie Impftermine in Plauen

Im Plauener Impfzentrum im Behördenzentrum in der Kasernenstraße gibt es kurzfristig noch viele freie Termine. Wie das Landratsamt des Vogtlandkreises mitteilte, ist die Nachfrage nach dem ersten Ansturm in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Wartezeiten gebe es aktuell kaum, man könne auch ohne Termin vorbei kommen. Geöffnet ist montags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr.

Ab Montag wird das Impfzentrum in Plauen vom DRK betrieben – dann sind Termine nur noch über das offfizielle Impfportal buchbar. Ein weiterer Impfstandort soll ab kommender im oberen Vogtland eröffnen – in der Markneukirchner Musikhalle.

11:49 Uhr | Olbernhau schließt Museen und Kultureinrichtungen

Olbernhau schließt seine Museen und Kultureinrichtungen bis mindestens 9. Januar. Das hat die Stadtverwaltung heute mitgeteilt. Betroffen sind demnach auch das Haus der Begegnung Rothenthal und das Theater Variabel. Hintergrund ist die Sächsische Corona-Notfallverordnung.

11:30 Uhr | Kultusminister halten an offenen Schulen fest

Die Kultusminister der Länder haben ihren Kurs für offene Schulen in der Corona-Pandemie bekräftigt. Der kontinuierliche Präsenzunterricht habe weiterhin höchste Priorität, um das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe zu gewährleisten. So steht es in einem heute veröffentlichten Beschluss der Kultusministerkonferenz. Darin heißt es weiter, nach den Schulschließungen im vergangenen Jahr müssten nun Erwachsene Verantwortung übernehmen und die verschärften Regeln im öffentlichen Leben konsequent einhalten.

Die Minister hatten gestern über die Corona-Lage an den Schulen beraten. In Sachsen war Ende November coronabedingt jede neunte Schule ganz oder teilweise geschlossen. Kultusminister Christian Piwarz hatte in dieser Woche betont, dass es keine vorgezogenen oder nach hinten verlängerten Weihnachtsferien im Freistaat geben soll.

11:12 Uhr | Mehrheit der Deutschen wollen Weihnachten Kontakte reduzieren

Eine große Mehrheit der Deutschen will wegen der Corona-Pandemie die familiären Kontakte und Besuche zu Weihnachten einschränken. Wie eine Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend ergab, haben sich rund 70 Prozent der über 18-Jährigen dafür ausgesprochen. Das sind weniger Menschen als vor einem Jahr. Jeder vierte Befragte will demnach nicht auf private Kontakte und Besuche verzichten.

Vor einem Jahr, als für die Feiertage sehr strenge Corona-Maßnahmen galten, hatten 83 Prozent angekündigt, ihre privaten Kontakte zu Weihnachten zu beschränken.

09:15 Uhr | Bundestag stimmt über Infektionsschutzgesetz ab

Der Bundestag ist zusammengekommen, um über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes abzustimmen. Erstmals ist eine einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht vorgesehen. Sie soll ab Mitte März gelten - beispielsweise für Mitarbeiter in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt die Pläne. Geschäftsführerin Bernadette Klapper sagte, auch wenn Meldeverfahren und Kontrollen noch unklar seien, sei das der richtige Weg. Zudem forderte sie, die Impfkampagne massiv zu beschleunigen. Die Bundesregierung will künftig auch Apotheker sowie Zahn- und Tierärzte befristet für Corona-Impfungen einsetzen. Stimmt der Bundestag den Gesetzesplänen zu, kommt die Länderkammer am Nachmittag zu einer Sondersitzung zusammen, um ebenfalls darüber abzustimmen.

07:15 Uhr | Bund will keine weiteren Einschränkungen über Weihnachten

Bund und Länder planen vorerst keine zusätzlichen Corona-Beschränkungen über Weihnachten. Das haben die Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Olaf Scholz am gestrigen Abend nach den ersten gemeinsamen Beratungen zur Pandemie-Lage bekanntgegeben. In der nächsten Woche soll ein neu gegründeter Expertenrat zusammenkommen, um über die neue Virusvariante Omikron zu beraten.

Scholz machte deutlich, dass man zunächst eine wissenschaftliche Expertise einholen und dann schauen wolle, ob die Maßnahmen ausreichten. Notfalls würden kurzfristig auch weitere Entscheidungen auf die Tagesordnung kommen. Der Kanzler betonte, dass das Impfen eine dauerhafte Aufgabe bleibe. Auch die Impfpflicht für das Pflegepersonal solle so schnell wie möglich umgesetzt werden. Darüber wollen heute der Bundestag und der Bundesrat abstimmen. Je nach Corona-Lage können die Bundesländer eigene Corona-Notverordnungen beschließen, um auf die Lage vor Ort konkret reagieren zu können.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz
Scholz will in der Corona-Pandemie weiter abwarten und Expertenexpertisen vor weiteren Schritten abwarten. Bildrechte: imago images/Emmanuele Contini

06:45 Uhr | Laden auf Zeit als Ersatz für Weihnachtsmarktbuden

Die Stadt Chemnitz hat Kunsthandwerkern ein Ladengeschäft mietfrei zur Verfügung gestellt. Dort können sie ihre Waren anbieten, die eigentlich in eigenen Weihnachtsmarktbuden offeriert werden sollten. Bis 4. Januar können die Chemnitzerinnen und Chemnitzer in dem Laden stöbern und mit den Herstellerinnen und Herstellern ins Gespräch kommen.

06:15 Uhr | Taucha dankt der Bundeswehr mit Banner

Die Stadt Taucha bedankt sich im Namen der Leipziger Region für die Hilfe der Bundeswehr bei unzähligen Corona-Impfterminen. Nach Angaben der Stadt wird ab heute über der Leipziger Straße ein Banner angebracht. Zu sehen sind eine Soldatin und ein Soldat sowie der Schriftzug "Die Region Leipzig sagt: Danke Bundeswehr". Das Banner soll fünf Wochen lang hängen.

05:56 Uhr | Dresden: Impfung mit Musik

Die Semperoper und das Schauspielhaus in Dresden veranstalten zum dritten Adventswochenende in ihren Häusern Impfaktionen. Wie die Einrichtungen mitteilten, steht dafür Impfstoff des Herstellers Moderna bereit. Unter dem Motto "Impfen schützt auch die Kultur" können sich schon heute von 15 bis 19 Uhr in der Semperoper sowie morgen von 10:30 Uhr bis 16 Uhr im Schauspielhaus am Postplatz Interessierte eine Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung geben lassen. Und es gibt einen kostenlosen Bonus für die Ohren: Die Ensembles beider Häuser unterstützen die Aktion mit musikalischen Beiträgen.

05:35Uhr | Rechtsexperte: Impfpflicht ist kein Impfzwang

Rechtfertigt der Gesundheitsschutz eine Corona-Impfpflicht? Nach derzeitigem Stand ja, sagte Rechtsexperte Gilbert Häfner im MDR. Zugleich erklärte er den Unterschied zwischen Impfpflicht und Impfzwang, denn Letzteres ist rechtlich weder zulässig noch durchsetzbar. Weitere Themen waren unter anderem die 3G-Regel am Arbeitsplatz, die Anzahl kostenloser Corona-Tests pro Woche und die medizinische Befreiung von der Testpflicht.

05:22 Uhr | Hainichen: Moderna-Impfungen in historischem Ambiente

In Hainichen findet morgen im frisch renovierten Neo-Rokoko-Saal im "Goldenen Löwen" eine Impfaktion statt. Sie ist von dem Dresdner Apotheker Konrad Mühmel organsiert worden. Er sagte MDR SACHSEN, an diesem Tag könnten vor Ort 500 Menschen. Dafür stehe der Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Deshalb richte sich das Angebot an Menschen, die älter als 30 Jahre sind. Etwa die Hälfte der Termine sei bereits vergeben, die anderen seien offen für spontan Entschlossene.

05:06 Uhr | Trübt die Corona-Krise sogar das Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr?

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kulturszene könnten auch negative Folgen für das Europäische Kulturhauptstadtjahr von Chemnitz 2025 haben. Eine Studie der Technischen Universität Chemnitz ergab, dass derzeit viele fähige Akteurinnen und Akteure den Kultursektor verlassen, um in anderen Branchen ein sicheres Einkommen zu finden.

Neben ihnen und ihrem Know-how gingen auch viele Helfer im Umfeld der Szene verloren, hieß es. Sie alle drohen bei der weiteren Vorbereitung und Durchführung des Kulturhauptstadtjahres in Chemnitz zu fehlen. Dies lasse sich voraussichtlich auch mit Förderprogrammen nicht kompensieren, so die Studienmacher.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 10. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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