Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 26.11.: Kretschmer drängt auf schnellstmögliche Bund-Länder-Konferenz

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen bei Pressekonferenz.
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21:45 Uhr | Tickerende

Ein bisschen Hoffnung am Adventshimmel: An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker und verabschieden uns ins Wochenende. Ihnen einen schönen ersten Advent, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Leuchtender Adventsstern in einem Baum
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20:59 Uhr | Sachsen verlegt Corona-Patienten in andere Bundesländer

Das Personal auf den Intensivstationen arbeitet seit Wochen am Limit. Einige Kliniken sind dermaßen überlastet, dass Patienten in andere Bundesländer verlegt werden mussten. In Sachsen sind erste Transporte gestartet.

20:58 Uhr | Kinderärzte warnen vor Kollaps durch Testpflicht und Impfstrategie

Deutlich häufiger als in den bisherigen Corona-Wellen sind derzeit auch Kinder infiziert. Was damit zusammenhängt, dass Schulen und Kitas geöffnet sind. Entsprechend voll sind die Wartezimmer in den Kinderarztpraxen.

20:34 Uhr | Sächsischer Weihnachtsmarkt im Internet

Damit sächsische Weihnachtsmarktaussteller trotz der Absage der Weihnachtsmärkte ihre Produkte publik und vielleicht verkaufen können, hat sich auf der Social Media Plattform Facebook die öffentliche Gruppe "Sächsischer Weihnachtsmarkt gegründet". "Diese Gruppe wurde erstellt um den sächsischen Weihnachtsmarktschaustellern zu helfen", erklären die Organisatoren. Wer also kleine sächsische Geschenke sucht und auf dem digitalen Weihnachtsmarkt tummeln möchte, kann hier vorbeischauen. Die Gruppe zählt bereits 1.340 Mitglieder.

19:51 Uhr | Notverkauf verderblicher Waren in Freiberger Innenstadt

Nach dem kurzfristigen Verbot der Weihnachtsmärkte werden in Freiberg in sieben Hüten verderbliche Waren im Notverkauf angeboten. „Viele Händler hatten in den Christmarkthütten auf dem Obermarkt Lebensmittel eingelagert. Mit dem Verbot des Marktes konnten sie dort nicht mehr verkauft werden“, erklärte OB Sven Krüger. Stollen, Pfefferkuchen, gebrannte Mandeln und weitere verderbliche Waren könnten somit noch ihre Abnehmer finden und müssten nicht im Müll landen.

18:40 Uhr | Spahn: Corona-Lage "so ernst wie zu keinem Zeitpunkt der Pandemie"

Bundesgesundheitsminister Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts Wieler schlagen angesichts der aktuellen Corona-Situation Alarm. Die Lage sei so ernst, wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie, sagte Spahn in Berlin. Wieler erklärte , die Belastung der Intensivstationen habe einen Höchststand erreicht. Beide forderten ab sofort eine Reduzierung von Kontakten.

18:32 Uhr | 2G: Was gilt für Menschen, die sich nicht impfen lassen dürfen?

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen wird auch über generelle Verschärfungen der Zutrittsregeln für Ungeimpfte, wie z.B. 2G-Regeln, diskutiert. Im Freizeitbereich sowie im Einzelhandel würde dann gelten: Nur wer vollständig geimpft und nachweislich genesen ist, hat Zutritt. Aktuell wird viel über Impfunwillige gesprochen – was aber gilt für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können?

18:18 Uhr | Hotspot-Regelung: Ausgangssperre inzwischen in zehn Landkreisen

Wegen der Hotspot-Regelung haben inzwischen alle zehn sächsischen Landkreise die nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte verhängt. Lediglich in den Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig ist die Regelung nicht in Kraft, weil dort noch nicht die kritische Inzidenz-Marke von 1.000 überschritten wurde. Am Freitag meldete der Landkreis Görlitz, dass die Ausgangsbeschränkungen dort ab Sonnabend gelten, weil die Inzidenz nach Mitteilung des RKI bei 1.295,1 liege.

Die seit Montag geltende Corona-Notfall-Verordnung sieht vor, dass in Hotspot-Regionen mit einer Corona-Inzidenz über 1.000 Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte gelten. Diese dürfen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag nur aus triftigen Gründen ihre Wohnung verlassen. Wird die 1.000er-Inzidenz an drei Tagen in Folge unterschritten, wird die Regelung aufgehoben.

Blick über den Grenzfluss Neiße auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz
Die Ausgangssperre für Ungeimpfte gilt ab Sonnabend auch im Landkreis Görlitz. Bildrechte: dpa

17:40 Uhr | Sechs Personen betroffen: Nächste Corona-Fälle bei RB Leipzig

Der nächste Corona-Schreck für RB Leipzig: Nach Trainer Jesse Marsch und Torhüter Peter Gulacsi sind sechs weitere Personen aus der Mannschaft und dem näheren Umfeld positiv auf COVID-19 getestet worden. Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan sind infiziert und in häuslicher Quarantäne. Dies teilte der Klub mit. Bei den 55 anderen untersuchten Personen fiel der PCR-Test von Donnerstag negativ aus. Trainer Marsch und die fünf RB-Profis fallen damit für das Heimspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen, das gemäß der Corona-Schutzverordnung vor leeren Rängen stattfindet, aus.

Willi Orban
Jetzt hat Corona auch RB Leipzig erwischt. Bildrechte: Picture Point

17:33 Uhr | Dresdner Ordnungsamt verstärkt Corona-Kontrollen

Das Ordnungsamt Dresden will mit Wochenbeginn die Einhaltung der Corona-Regeln vermehrt kontrollieren. Bis zu zehn Kontrollteams sollen Quarantänevorgaben überprüfen, erklärte die Verwaltung. Seit 8. November habe man bei rund 1.000 Kontrollen in diesem Bereich keine Verstöße feststellen können, hieß es. Ein weiterer Schwerpunkt seien Kontrollen in der Gastronomie und im Einzelhandel, wo in Sachsen die 2G-Regel (genesen oder geimpft) gilt. Ferner wolle man ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht und die 3G-Regelung im öffentlichen Nahverkehr legen.

Nach Angaben der Stadt wurden seit Beginn der verschärften Corona-Regeln in dieser Woche bei Kontrollen bisher 207 Verstöße angezeigt. 66 Anzeigen betrafen Verstöße in Bussen und Bahnen, in 20 Fällen davon habe man fehlende 3G-Nachweise geahndet. In gastronomischen Einrichtungen seien 96 Verstöße angezeigt worden - vor allem in Bezug auf die Hygienekonzepte und die Erfassung von Kontaktdaten.

16:46 Uhr | Chemnitz: Klinikum geht in Notversorgungsmodus

Aufgrund der angespannten Corona-Lage geht das Klinikum Chemnitz in den Notfallversorgungsmodus. Die Lage sei katastrophal, teilte das Klinikum mit. Die Belegung mit Covid-Patienten stoße an die Grenzen des Machbaren. Größter Engpass seien die Intensivstationen. Um Personal bereitstellen zu können, müsse das OP-Programm auf absolute Notfälle herunterfahren werden. Von den 16 OP-Sälen seien nur noch vier in Betrieb. Bei der Versorgung der Patienten helfe auch die Bundeswehr. 15 Soldaten aus dem Versorgungsbataillon Bad Frankenhausen stünden seit Freitag den Mitarbeitern des Klinikums zur Seite. Der Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz, Thomas Grünewald, der auch Chef der Sächsischen Impfkommission ist, forderte einen harten Lockdown.

Thomas Grünewald, Vorsitzender der Sächsischen Impfkommission und Infektiologe am Klinikum Chemnitz, spricht auf einer Pressekonferenz
Infektiologe am Klinikum Chemnitz fordert einen harten Lockdown. Bildrechte: dpa

16:40 Uhr | Alle Impftermine der Kirchen vergeben

Alle von den Kirchen angebotenen Impftermine waren in kürzester Zeit vergeben. "Vielen Dank für Ihr Interesse an der Impfaktion der Kirchen und des DRK. Leider sind die online verfügbaren Termine innerhalb kurzer Zeit vergeben gewesen", schreibt die evangelische-lutherische Landeskirche auf ihrer Webseite.

Die evangelische und katholische Kirche boten an sechs zentralen Orten in Sachsen, sich am Nachmittag des ersten Adventssonntags gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Bei der Aktion arbeiten sie mit dem Deutschen Roten Kreuz und niedergelassenen Ärzten zusammen. "Wir wollen damit die Ärzte und die mobilen Impfteams unterstützen und für eine Impfung gegen das Corona-Virus werben, mit der ein lebensbedrohlicher Verlauf der Erkrankung verhindert und das Gesundheitssystem stabilisiert werden kann", erklärte der evangelische Landesbischof Tobias Bilz. Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers betonte: "Wer sich jetzt noch zur Impfung entschließt, kann verhindern, dass wir eine heftige fünfte und sechste Welle erleben."

Die Kirchen trafen damit einen Nerv. Alle Termine in der Frauenkirche und dem Haus der Kathedrale in Dresden, der Nicolaikirche und der Propstei Sankt Trinitatis in Leipzig sowie der Sankt Wolfgangskirche in Schneeberg und im Bildungsgut Sankt Benno in Schmochtitz sind bereits vergriffen.

16:15 Uhr | Corona-Beschränkungen an Hochschulen

An den sächsischen Hochschulen wird diskutiert, ob die derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen ausreichend sind. Vertreter von Studierenden fordern, 2G statt 3G-Regeln für Präsenzveranstaltungen. Die Hochschulen können nach der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung selbst entscheiden können, ob sie Präsenzveranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene zulassen, erklärte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow MDR Sachsen. Aktuell sehe er jedoch keinen Bedarf, den Zugang zu Hochschulen in dieser Form einzuschränken.

Derzeit seien von rund 100.000 Studierenden in Sachsen 119 mit Corona infiziert. Diese vergleichsweise geringen Infektionszahlen erklärten sich auch mit der hohen Impfquote an den Hochschulen, ist der Minister überzeugt. Je nach Hochschule seien zwischen 80 und 90 Prozent der Studierenden geimpft.

14:55 Uhr | Kretschmer drängt auf schnellstmögliche Bund-Länder-Konferenz Dresden

Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) fordert eine schnellstmögliche Bund-Länder-Konferenz zu Corona noch vor dem für 9. Dezember geplanten Termin. "Zögern wird bestraft", erklärte er am Freitag. Die neue Südafrika-Variante des Virus verschärfe noch die Lage: "Wir brauchen nun umso dringlicher bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen dieses aggressive Virus. Die derzeit möglichen Maßnahmen reichen dafür nicht aus. Hier besteht dringender Abstimmungs- und Handlungsbedarf und dieser kann keine 14 Tage mehr warten." Kretschmer zufolge ist jetzt "ein flächendeckendes, einheitliches Vorgehen - in ganz Deutschland" erforderlich. Dazu gehörten Kontaktbeschränkungen und eine große Beruhigung des öffentlichen Lebens. Die vierte Welle werde "alles in den Schatten stellen, was wir bisher erlebt haben".

"Wir müssen das öffentliche und das wirtschaftliche Leben so weit es geht zurückfahren und betroffene Unternehmen finanziell unterstützen", sagte Kretschmer. Er hatte schon in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass man neue Instrumente brauche. In Sachsen gilt seit Wochenbeginn eine Notfallverordnung mit erheblichen Einschränkungen für die Bürger.

14:40 Uhr | Biontech-Lieferungen für sächsische Hausärzte offenbar halbiert

Der Bund hat die Menge des für Sachsen vorgesehenen Corona-Impfstoffs von Biontech nochmals gekürzt. Kommende Woche soll jeder niedergelassene Arzt nur 24 Biontech-Impfdosen erhalten. Sozialministerin Köpping ist alarmiert und spricht von einem fatalen Signal für die Impfkampagne. Doch nicht alle Ärzte sind von der Begrenzung betroffen.

14:33 Uhr | AfD-Parteitag wird wegen Corona-Lage auf 2022 verschoben

Der Bundesparteitag der AfD in Wiesbaden wird Corona-bedingt auf das kommende Jahr verschoben. Das hat der Bundesvorstand der Partei beschlossen. Ursprünglich sollte der Parteitag am 11. Dezember stattfinden. Wegen der zugespitzen Corona-Lage wurde dieser Termin nun jedoch verschoben. Die AfD-Delegierten wollen einen neuen Bundesvorstand wählen. Von den zwei bisherigen Vorsitzenden tritt nur Tino Chrupalla noch an. Jörg Meuthen will nicht mehr kandidieren.

14:26 Uhr | Corona-Pandemie: 350 Soldaten helfen in Sachsen

In Sachsen leisten derzeit rund 350 Soldatinnen und Soldaten Amtshilfe in der Corona-Pandemie. Wie ein Sprecher der Bundeswehr MDR SACHSEN am Freitag sagte, sind sie in allen Landkreisen und kreisfreien Städten eingesetzt. So würden Soldaten in den Gesundheitsämtern Bautzen und Zittau bei der Kontaktnachverfolgung helfen. Im Elblandklinikum in Meißen seien sie als "helfende Hände" eingesetzt, um Tätigkeiten außerhalb medizinischer und pflegerischer Aufgaben wahrzunehmen. Laut Bundeswehr stellen die Landratsämter die Anträge auf Amtshilfe. Insgesamt sind in Deutschland aktuell mehr als 3.500 Soldaten in 14 Bundesländern in der Corona-Pandemie im Einsatz, bis zu 8.000 stehen dafür insgesamt zur Verfügung.

Soldaten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr laufen über den Flur eines  Klinikums
Schon im Januar mussten Bundeswehrsoldaten in Krankenhäusern aushelfen. Jetzt ist es wieder soweit - die Krankenhäuser arbeiten am Limit und brauchen dringend Unterstützung. Bildrechte: dpa

14:18 Uhr | Impfen in Apotheken: Sachsens Apotheker skeptisch

Der sächsische Apothekerverband hat zurückhaltend auf Vorschläge reagiert, Menschen auch in den Apotheken zu impfen. "Wir wissen nicht, welche Köpfe wir dafür heranziehen sollen, um das Impfen in der Praxis ausführen zu können. Seit Monaten arbeiten wir über dem Limit, mit all den Dingen, die wir normal und zusätzlich zu tun haben", sagte Vorstandsmitglied Sebastian Michael MDR SACHSEN am Freitag. Fachlich sehe er kein Problem, "doch in der momentanen Situation ist jeder Apotheker und jede Apothekerin froh, dass sie den Laden in Gang hält und zusätzliche Aufgaben irgendwie bewältigt". Michael erklärte jedoch auch: Bei einem entsprechenden Beschluss durch den Freistaat würden sich die Apotheker in Sachsen entsprechend qualifizieren, um Impfungen vornehmen zu können.

13:20 Uhr | Volkshochschulen beklagen erneute Schließung

Die Volkshochschulen in Sachsen sind seit Montag erneut geschlossen und haben weitgehend auf Online-Angebote umgestellt. Grund sei die seit Wochenbeginn geltende Corona-Notfallverordnung, teilte der Sächsische Volkshochschulverband heute mit. Laufende Präsenzkurse würden nach Möglichkeit online fortgeführt oder müssten unterbrochen werden. Davon seien auch zahlreiche Integrationsmaßnahmen betroffen, hieß es. Ausnahmen gelten unter anderem für Angebote für Kinder und Jugendliche. Erst im Mai konnten die Volkshochschulen wieder öffnen. Die Stimmung ist entsprechend getrübt.

13:10 Uhr | Ärzteverband Marburger Bund appelliert an die Sachsen

Angesichts der dramatischen Infektion in Freistaat appelliert der Marburger Bund Sachsen "eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, dieser verhängnisvollen Entwicklung Einhalt zu gebieten". Der Ärzteverband fordert "praktizierte Solidarität mit den Mitmenschen und mit denen, die unter größter Anstrengung und Belastung in den Krankenhäusern Patienten versorgen und zunehmend an das Ende ihrer Kräfte gelangen". Konkret heiße das:

  • Lassen Sie sich gegen das Coronavirus impfen und nutzen Sie die Möglichkeit der Auffrischungsimpfung.
  • Reduzieren Sie Ihre persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum.
  • Meiden Sie größere Begegnungen in Innenräumen.
  • Meiden Sie dichtes Gedränge und Großveranstaltungen.
  • Beachten Sie die Hygiene- und Abstandsregeln und lüften Sie (AHA+L), um Infektionen vorzubeugen.

Die "allenthalben spürbare Überlastung" führe "unweigerlich zu erheblichen Einschränkungen der Krankenversorgung", erklärte der Marburger Bund.

12:51 Uhr | Update: Weitere 50 Schulen mit coronabedingten Einschränkungen

An mehr als 50 weiteren Schulen kommt es seit heute beziehungsweise ab Anfang kommender Woche zu Einschränkungen im Unterricht. Das geht aus der Liste der entsprechenden Allgemeinverfügungen des sächsischen Sozialministeriums hervor. Mehr als 300 Schulen landesweit sind aktuell betroffen. In einzelnen Einrichtungen sind nur einzelne Klassen betroffen, andere Schulen müssen vorübergehend vollständig pausieren.

11:22 Uhr | Nach Zuschauerausschluss: MDR zeigt mehr Fußball der Regionalliga Nordost

Der MDR reagiert auf den coronabedingten Zuschauerausschluss in der Regionalliga Nordost und bietet bis Weihnachten alle Heimspiele der sächsischen Vereine Lok Leipzig, Chemie Leipzig, Chemnitz, Auerbach und Eilenburg im Livestream auf sport-im-osten.de und in der "SpiO"-App an. Drei weitere Spiele, unter anderem Jena gegen Lok Leipzig, werden sogar live im TV gezeigt.

11:02 Uhr | Update: Lufthansa will weiter nach Südafrika fliegen

Die deutsche Lufthansa hält die Flugverbindungen in das Virusvariantengebiet Südafrika vorerst aufrecht. "Wir setzen die Vorgaben um und werden weiter fliegen, auch um Menschen nach Hause zu bringen und Fracht zu transportieren", sagte ein Lufthansasprecher am Morgen. Lufthansa beobachte die Lage intensiv und halte sich an alle gesetzlichen Auflagen und Regeln.

Zuvor hatte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mitgeteilt, Deutschland werde Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete in der kommenden Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern. Gegebenenfalls seien auch Nachbarländer Südafrikas betroffen. Die Lufthansa-Gruppe einschließlich der Töchter fliegt nach eigenen Angaben 26 Mal pro Woche nach Südafrika und zurück. Von der Europäischen Union hieß unterdessen, man prüfe, einen Stopp des Flugverkehrs zwischen Europa und dem südlichen Afrika zu veranlassen.

10:59 Uhr | Keine Grüne Woche in Berlin

Die Internationale Grüne Woche in Berlin im Januar 2022 fällt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen aus. Das teilten die Veranstalter der Agrar- und Ernährungsmesse der Deutschen Presse-Agentur mit. Bereits gestern hatte Sachsen als Bundesland seine geplante Präsentation auf der Messe abgesagt.

10:49 Uhr | Dresdner Impfstelle für Jugendliche schon am Starttag ausgebucht

Das Städtische Klinikum Dresden hat heute eine Impfstelle am Standort Neustadt/Trachau geöffnet, die sich ausschließlich an Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren richtet. Es würden Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech angeboten, hieß es. Impftermine seien freitags 13 bis 15 Uhr nach vorheriger Terminabstimmung möglich. Termine werden tatsächlich aber gar keine mehr vergeben, da Kapazität bis Jahresende ausgeschöpft sei.

10:16 Uhr | Spahn fordert Kontaktbeschränkungen

Der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dringende Kontaktbeschränkungen in Deutschland gefordert. "Der Tanker, der auf eine Wand zufährt, ist nicht gestoppt", sagte der CDU-Politiker heute. Notwendig sei die Absage von Feiern und Großveranstaltungen sowie eine konsequente Einhaltung der 2G+-Regel. Die Lage sei dramatisch ernst. Der Gesundheitsminister sagte, bislang seien 100 Corona-Patienten innerhalb Deutschlands verlegt worden. Eine solche Verlegung funktioniere nicht unbegrenzt.

09:44 Uhr | Bundesweit mehr als 3.000 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe

In Deutschland laufen bereits mindestens 3.100 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der "Wirtschaftswoche" unter den 16 Landeskriminalämtern. Die Ermittler gehen jedoch von einer beachtlichen Dunkelziffer aus.

09:29 Uhr | Kretschmer warnt vor "Bergamo" in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor einem zweiten Bergamo im Freistaat gewarnt. Bei einer Online-Diskussion sagte er am Abend, niemand würde Bilder wie aus Bergamo ertragen. Auch diejenigen nicht, die jetzt noch der Meinung seien, Corona sei nicht so schlimm. Man könne die Pandemie nicht einfach laufen lassen. Kretschmer hatte bereits zuvor einen Lockdown vor Weihnachten nicht mehr ausgeschlossen.

In der norditalienischen Stadt Bergamo bei Mailand waren im Frühjahr 2020 Militärlastwagen mit Särgen durch die Stadt gefahren.

07:42 Uhr | Sorge um neue Virus-Variante im südlichen Afrika - Großbritannien stoppt Flüge

Die Entdeckung einer neuen Corona-Variante in Südafrika sorgt international für Unruhe. Die britische Regierung verkündete angesichts der Entwicklung am Donnerstagabend eine vorübergehende Einstellung des Reiseverkehrs mit sechs afrikanischen Ländern. Von heute Mittag an würden alle Flüge aus Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Simbabwe und Botsuana nach Großbritannien gestrichen, erklärte Gesundheitsminister Sajid Javid. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät voraussichtlich noch heute in einer Sondersitzung über B.1.1.529. Es gebe Hinweise darauf, dass die Variante "möglicherweise übertragbarer ist als die Delta-Variante und dass Impfstoffe (...) möglicherweise weniger wirksam sind", sagte Javid.

Lufthansa-Flugzeug 2019 in der Luft
Lufthansa und Eurowings Discover bedienen ab Deutschland Ziele in Südafrika und Namibia. Bildrechte: IMAGO / Hartenfelser

Aus Frankfurt am Main stehen für heute ebenfalls Linienflüge nach Johannesburg und Kapstadt in Südafrika und Windhuk in Namibia im Flugplan, die in den kommenden Tagen zurückkommen. Am heutigen Morgen landete je eine Maschine aus Johannesburg und Kapstadt am Rhein-Main-Airport. Von und nach Kapstadt gibt es ferner auch Nonstop-Flüge im Münchner Flugplan. In Deutschland warnt der Mediziner und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach über Twitter vor der neuen Virus-Variante.

07:42 Uhr | Trotz Corona: Zusätzliche Dampfzüge auf der Weißeritztalbahn

Ungeachtet der hohen Infektionszahlen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fährt die Sächsische Dampfeisenbahn-Gesellschaft (SDG) am Wochenende zusätzliche Züge auf der Weißeritztalbahn. Eine Unternehmenssprecherin sagte MDR SACHSEN, es handele sich bei den beiden Zusatzzügen zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf um öffentichen Verkehr. Die SDG argumentiert, durch zusätzliche Züge hätten Fahrgäste mehr Platz und könnten besser Abstand halten.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hatte wiederholt appelliert, touristische Ausflüge zu vermeiden und Kontakte auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Um die vierte Corona-Welle zu brechen, dürfen auch kein Touristen in Sachsen beherbergt werden.

07:30 Uhr | IG Metall Zwickau fordert deutlich mehr Test-Kapazitäten

Angesichts der seit Mittwoch geltenden 3G-Regel am Arbeitsplatz fordert die IG Metall eine deutliche Erhöhung der Corona-Testzentren. In der Geschäftsstelle der IG Metall in Zwickau würden sich zahlreiche Menschen melden, die verunsichert seien. Besonders Schichtarbeiter hätten viele Fragen, hieß es. Sie wissen beispielsweise nicht, wo sie sich vor der Frühschicht oder an einem Sonntag testen lassen können.

06:54 Uhr | Dresdner Online-Shop will Striezelmarkt-Händlern helfen

Das Unternehmen Dresden-Onlineshop erweitert nach Absage des Striezelmarktes sein Angebot. Geschäftsführer Leopold Eißner sagt, man wolle so Händler und Hersteller beim Vertrieb ihrer Weihnachtsmarktware unterstützen und könne deren Ware aufkaufen oder auch nur als Verkaufsplattform anbieten. Das Regionalversand hatte bereits im vergangenen Jahr einen virtuellen Weihnachtsmarkt ins Netz gestellt und betreibt seit Sommer auch ein Ladengeschäft in Dresden-Klotzsche.

05:52 Uhr | Luftwaffe hält Spezialflugzeuge für Patientenverlegung bereit

Die Bundeswehr bereitet einen Start von Luftwaffenflügen zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie ab heute vor. Zunächst geht es nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa um Patiententransporte zwischen Allgäu und Münsterland. Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen eingesetzt werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Über die Details des Einsatzes der Luftwaffe soll erst heute endgültig entschieden werden.

Ein Routinecheck der medizinischen Anlagen wird im Rettungsflugzeug #A400M TacAirMedEvac durchgeführt
Die Luftwaffe hat mehrere Maschinen mit Medizintechnik zur Behandlung von Intensivpatienten in ihrem Flottenbestand. Bildrechte: dpa

Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine "fliegende Intensivstation" mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH ("offener Himmel"). In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. In Wunstorf in Niedersachsen ist zudem eine umgerüstete Transportmaschine A400M MedEvac stationiert.

05:32 Uhr | Eingeschränkter Unterricht an mehr als 300 Schulen

In Sachsen sind derzeit 303 der insgesamt rund 1.800 Schulen wegen Corona-Ansteckungsfällen ganz oder teilweise geschlossen. Das teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Aus seiner Sicht habe sich das System bewährt, Schulen nicht flächendeckend, sondern nur einzeln und für eine bestimmte Frist zu schließen. Rund 80 Prozent der betroffenen Schulen hätten nach Ablauf der Frist wieder normal öffnen können. Deshalb lehnt Piwarz auch trotz steigender Inzidenzwerte die vollständige Schließung der Schulen ab. Über weitere Schutzmaßnahmen müsse aber nachgedacht werden, wenn die Kontakte nicht freiwillig reduziert würden, sagte Piwarz.

05:26 Uhr | Wie die vierte Corona-Welle die Krankenhäuser überrollt

Weil die Impfquoten in Deutschland zu niedrig sind, erkranken zu viele Menschen schwer an Sars-CoV-2. Die Kliniken geraten an ihre Belastungsgrenzen. Können wir die Infektionen einfach laufen lassen?

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 26. November 2021 | 19:00 Uhr

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