Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 25.11.: Ärzte verabreichen 37.000 Corona-Schutzimpfungen an einem Tag

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Frau zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech auf
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21:57 Uhr | Tickerende

Alles ist dynamisch. Trotzdem beenden wir an dieser Stelle unseren Corona-Ticker. Morgen um 5 Uhr geht es weiter. Wir wünschen Ihnen einen guten Feierabend. Passen Sie auch sich auf und bleiben Sie gesund!

21:45 Uhr | Semperoper Dresden: "Hänsel und Gretel" ab Ersten Advent im Stream

Um trotz Spielzeitunterbrechung Humperdincks weihnachtlich stimmende Märchenoper präsentieren zu können, zeigt die Semperoper vom 28. November bis einschließlich 12. Dezember 2021 ihre "Hänsel und Gretel"-Produktion im Stream. Darüber informierte die Oper in einer Mitteilung. In der Aufzeichnung aus dem Jahr 2006 spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden. Es singen und tanzen die Damen des Sächsischen Staatsopernchors Dresden, der Kinderchor der Semperoper Dresden und Kinder der Palucca Hochschule für Tanz Dresden.

Im Semperoper-Stream vom 28. November bis 12. Dezember 2021 mit freundlicher Unterstützung von MDR und EuroArts auf semperoper.de/streaming/haensel-und-gretel

Hänsel und Gretel
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21:35 Uhr | MDR Podcast: Alarm auf den Intensivstationen: Kann Sachsen die vierte Corona-Welle brechen?

Die Krankenhäuser in Sachsen arbeiten so stark an der Kapazitätsgrenze, dass Ärzte vor einer Katastrophe gewarnt haben. Kann es gelingen, die Corona-Welle zu stoppen? Welche Maßnahmen sind geeignet? Eine Diskussion im Podcast mit Sozialministerin Petra Köpping, dem Dresdner Uniklinik-Chef Michael Albrecht, dem Freiberger Bürgermeister Sven Krüger sowie dem Leiter der Katholischen Akademie des Bistum Dresden Meißen Thomas Arnold.

21:05 Uhr | Schneeberg bietet ab nächste Woche Impfungen / Hotline ab Freitag 8 Uhr

Die Stadt Schneeberg bietet zusammen mit der Poliklinik Bergstadt Schneeberg ab der kommenden Woche Impftermine an. "Dieses Angebot richtet sich zunächst ausschließlich an Einwohnerinnen und Einwohner der Bergstadt Schneeberg in der Altersgruppe über 60 Jahre", hieß es in einer Mitteilung per Facebook. Vorab müsse ein Termin unter der Rufnummer 03772/356202 täglich außer am Wochenende von 8 bis 14 Uhr. Die Freischaltung der Hotline erfolge am Freitag, 26. November um 8 Uhr.

20:52 Uhr | Landkreis Görlitz bereitet Verlegung von Corona-Intensivpatienten vor

Wegen voller Intensivstationen will der Landkreis Görlitz mit der Verlegung von Intensiv-Corona-Patienten beginnen. In Sachsen sollen 14 Patienten aus Sachsen in Krankenhäuser in West- und Norddeutschland verlegt werden. Die zugespitzte Lage auf den Corona-Intensivstationen kommt auch durch vermehrt jüngere Patienten. Nach Angaben des Landkreises Görlitz liegt die Altersspanne der dort Behandelten zwischen 31 und 90 Jahren. "Die jungen Leute bleiben länger. Wir möchten nochmals an alle appellieren, Abstand zu halten, um die medizinische Infrastruktur zu schonen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", erklärte Sozialdezernentin Martina Weber.

20:01 Uhr | Impfzentrum auf der Messe Dresden soll Mittwoch starten

Das Impfzentrum in der Dresdner Messe soll am kommenden Mittwoch öffnen. Das gab Oberbürgermeister Hilbert auf der Stadtratssitzung bekannt. Hilbert erklärte, zunächst würden die bislang mobilen Impfteams in der Messe zusammengezogen. Dann werde zusätzliches Personal rekrutiert, so dass am Ende 2.000 Menschen pro Tag geimpft werden könnten. Außerdem werde die Stadt die Impftaxis für über 70-Jährige wiederaufleben lassen, sagte Hilbert. Die Gespräche mit den Unternehmen seien bereits angelaufen.

"Wir starten kommenden Mittwoch starten, indem wir die mobilen Teams hier in der Messe zusammenziehen. Damit verhindern wir im ersten Schritt,  dass die Menschen weiterhin in der Kälte anstehen müssen und schaffen eine der Sache angemessene Logistik", sagte Hilbert.

Lars Werthmann, Logistiker Deutsches Rotes Kreuz, entfernt vor der Messe Dresden ein Transparent mit der Aufschrift "Impfzentrum Sachsen".
Ende September schloss das Impfzentrum in Dresden. Zwei Monate später öffnet es wieder. Bildrechte: dpa

18:54 Uhr | Schloss Wackerbarth startet mit 2G in Außengastronomie

Das Sächsische Staatsweingut "Schloss Wackerbarth" öffnet ab Freitag seine mit Lichtern geschmückte Parkanlage und startet mit einem reduzierten und mit dem Landkreis Meißen coronagerecht abgestimmten 2G-Konzept winterliche Außengastronomie. Tickets können nur online und in Verbindung mit einer Kontakterfassung erworben werden.

18:40 Uhr | Landesärztekammer: Schlechtere Behandlung wegen überlasteter Kliniken Dresden

Nach Ansicht der Sächsischen Landesärztekammer hat die coronabedingt hohe Auslastung der Kliniken im Freistaat bereits zu schlechteren Verläufen bei Patienten mit anderen Erkrankungen geführt. "Triage-Entscheidungen sind im Grunde schon getroffen worden, als es um die Verschiebung von Behandlungen ging", sagte Kammerpräsident Erik Bodendieck dem Nachrichtenportal "watson.de". Bodendieck sprach dabei die "Kapazitätsfreihaltungen" in Krankenhäusern und die Angst der Patienten vor einer Ansteckung in Praxen und Kliniken an. Es gebe deutliche Hinweise, dass die dadurch nicht stattgefundenen Behandlungen zu schlechteren Verläufen etwa bei Tumorerkrankungen oder bei Schlaganfällen geführt hätten.

"Triage im Sinne einer Konkurrenz um ein Bett konnte bis heute grundsätzlich durch Verlegung vermieden werden", sagte Bodendieck. Anfang der Woche hatte der Mediziner in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten müsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

18:35 Uhr | Corona-Pandemie: Stadt Grimma sucht freiwillige Helfer

Die Stadt Grimma sucht freiwillige Helferinnen und Helfer für Pflegeheime, Pflegedienste, Wohnheime und Krankenhäuser. "Interessierte können sich im Sozialamt Leipzig registrieren lassen", hieß es auf Twitter. Nach Angaben der Stadt werden die Einsatzmöglichkeiten sowie Inhalt und Umfang der Aufgaben individuell mit den Einrichtungen abgestimmt. Die Vergütung richte sich nach der Qualifikation. "Engagierte helfen mit ihrem Einsatz Pflegebedürftigen, die Corona-Zeit gut durchstehen", hieß es.

18:21 Uhr | Fußball - Fortsetzung des Regionalliga-Spielbetriebs stößt auf Kritik und Zustimmung

Trotz der sich weiter verschärfenden Corona-Lage wird der Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost vorerst fortgeführt. Innerhalb der Vereine ist die Meinung darüber gespalten. Kritik kommt nicht nur aus Sachsen.

18:03 Uhr | Studie: Infektionsschutz der Biontech-Zweitimpfung nimmt schon nach drei Monaten ab

Eine neue Studie aus Israel lässt den Schluss zu, dass es sinnvoll sein könnte, die Booster-Impfung früher als sechs Monate nach der Biontech-Zweitdosis zu verabreichen.

17:58 Uhr | Tilgungsfrist für Corona-Schulden soll verlängert werden

Die CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag will die Tilgungsfrist für Schulden des Freistaats aus der Corona-Krise von acht auf 15 Jahre verlängern. Das kündigte Fraktionschef Christian Hartmann an. Die 15 Jahre sollen für Kreditaufnahmen in Notsituationen und auf Grund von Naturkatastrophen gelten. Bei einer konjunkturbedingten Schuldenaufnahme, solle es bei acht Jahren Tilgungsfrist bleiben. SPD, Grüne und Linke sind dafür, die Rückzahlungsfrist auf bis zu 30 Jahre zu erhöhen. Die AfD ist für eine Streckung auf maximal 12 Jahre.

Laut Hartmann sind aktuell Kredite im Umfang von 3,2 Milliarden Euro gebunden. Sachsen hatte 2020 erstmals seit 2006 wieder Schulden gemacht. Der Landtag ermächtigte die Regierung zur Bewältigung der Pandemie-Folgen Kredite von bis zu sechs Milliarden Euro aufzunehmen. Nach den Vorgaben in der Verfassung müssen diese Kredite in acht Jahren zurückgezahlt werden. Nach zwei tilgungsfreien Jahren ist die erste Tranche laut den aktuellen Regeln bereits 2023 fällig - knapp 300 Millionen Euro.

16:25 Uhr | 14 Corona-Patienten aus Sachsen werden in andere Bundesländer verlegt

Insgesamt 14 Corona-Patienten aus Sachsen sollen in andere Bundesländer verlegt werden. Darüber informierte der zuständige Arbeitskreis der Innenministerkonferenz am Donnerstag. Zudem werden weitere 30 Patienten aus Bayern sowie zehn Patienten aus Thüringen in Krankenhäuser in Nord- und Westdeutschland transportiert. Die Verlegung der Patienten waren vorher nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept geprüft worden. Insgesamt handele es sich um 54 Frauen und Männern, die bereits ausgewählt wurden.

Den Informationen zufolge, erklärten sich Krankenhäuser in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bereit, Patienten aufzunehmen.

Für die kommenden Wochen seien dann weitere 20 Verlegungen pro Woche vorgesehen. Köpping erklärte, es gebe auch Angebote aus dem Ausland, Corona-Patienten aufzunehmen, unter anderem aus Italien und Portugal. Diese Entscheidung liege aber beim Bund. Für einen möglichen Hilfseinsatz stellt die Bundeswehr zwei Flugzeuge mit insgesamt acht Intensivplätzen bereit.

Eine Grafik zeigt, wie nach dem Kleeblattsystem Patienten zwischen verschiedenen Bundesländern in Deutschland verteilt werden.
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15:45 Uhr | Verdi und Pflegeverband verteidigen Warnstreiks an Unikliniken

Mitten in der vierten Coronawelle haben am Dienstag deutschlandweit die Beschäftigten an mehreren Universitätskliniken gestreikt. Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik in Essen kritisierte, die Gewerkschaften würden die Pandemie als "Druckmittel" missbrauchen. Vertreterinnen von Berufsverbänden weisen auf die aus ihrer Sicht dauerhaft extrem schlechte Personalsituation und die Wut der Beschäftigten hin.

14:45 Uhr | Überlastete Praxen: Hausärzte fordern strengere Corona-Regeln

Hausarztpraxen in Sachsen sehen sich wegen der steigenden Corona-Fallzahlen überlastet. Der Sächsische Hausärzteverband fordert deswegen strengere Maßnahmen, um die Lage in den Griff zu bekommen. "Die Bundesregierung muss rasch handeln. Ob Erst- oder Booster-Impfung, bei Corona-Verdacht oder bestätigter Infizierung - bundesweit stehen Hausärztinnen und Hausärzte aus verschiedenen Gründen vor der Herausforderung, zu viele Patientinnen und Patienten auf einmal behandeln zu müssen", sagte der Verbandsvorsitzende Torben Ostendorf.

14:30 Uhr | Dresden bittet Bürger um Mithilfe

Angesichts steigender Infektionszahlen bittet die Stadt Dresden die Bürger um Unterstützung. Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann sagte, in vielen Bereichen würden Helfer gesucht - so in Krankenhäusern, Testzentren und Impfstellen, aber auch in der Verwaltung. "Nur wenn jeder etwas gibt, funktioniert unsere Stadt, vor allem jetzt in der Adventszeit", erklärte Kaufmann. Sie verwies auf die Corona-Hilfe-Seite der Stadt Dresden, auf der aktuelle Job- und Engagement -Angebote gebündelt würden. Hier gebe es auch einen Link zur Freiwilligenagentur der Bürgerstiftung Dresden.

Die Freiwilligenagentur vermittelt zum Beispiel Einkaufshilfen für Menschen, die sich in Quarantäne befinden, und keine Hilfe aus der Familie, dem Freundes- oder Kollegenkreis oder in der Nachbarschaft erhalten. Auch Pflegeheime freuen sich laut Kaufmann über engagierte Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern.

13:08 Uhr | Impfstoff-Freigabe für Kinder ab fünf Jahren in Europa

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den ersten Corona-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren freigegeben. Die Amsterdamer Behörde erteilte der Ausweitung des Präparates von Biontech/Pfizer auf diese Altersgruppe heute grünes Licht, hieß es in einer Mitteilung. Die Dosis für diese Altersgruppe werde geringer sein als für Patienten ab zwölf Jahren. Sie werde aber ebenfalls als zwei Injektionen in den Oberarm im Abstand von drei Wochen verabreicht. Die EU-Kommission muss noch die europaweite Zulassung erteilen, was als Formalie gilt.

13:05 Uhr | Landgericht Dresden weist Schadenersatz eines Leipziger Kneipiers ab

Das Landgericht Dresden hat die Schadenersatzklagen eines Leipziger Restaurants gegen den Freistaat Sachsen abgewiesen. Die Betreibergesellschaft und der Geschäftsführer des "Panorama Tower" hatten 200.000 Euro wegen Einnahmeausfällen aufgrund des ersten Corona-Lockdowns. gefordert. Gerichtssprecher Thomas Ziegler sagte MDR SACHSEN, es bestehe keine Rechtsgrundlage für die Klagen. Insbesondere das Infektionsschutzgesetz des Bundes sehe keine Entschädigung für Betriebe vor, sondern nur für Verdienstausfälle von Erkrankten oder Personen, die sich unverschuldet in Quarantäne befinden und deshalb nicht arbeiten können.

13:00 Uhr | Ärztinnen und Ärzte verabreichen 37.000 Corona-Schutzimpfungen an einem Tag

Gestern haben niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Sachsen 37.000 Impfdosen gegen Corona verabreicht. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen teilte mit, dies sei der zweithöchste Wert in der gesamten Impfkampagne gewesen. Gegen Corona wird in Sachsen seit dem 26. Dezember 2020 geimpft.

Laut Sozialministerium beteiligen sich rund 2.000 Arztpraxen an der Impfkampagne, etliche von ihnen impfen auch Patienten, die dort nicht in der Kartei stehen. Köpping hatte am Dienstag einen dringenden Appell an Arztpraxen gerichtet, sich an den Impfungen zu beteiligen. Bis zu 4.800 Praxen könnten mitmachen.

12:32 Uhr | Sachsen stockt Impfangebote weiter auf und bittet um Geduld

Die Impfanstrengungen im Freistaat werden weiter intensiviert. Wie Sozialministerin Petra Köpping am Donnerstag mitteilte, beteiligen sich derzeit mehr als 2.000 Ärztinnen und Ärzte in Sachsen am Impfen. Auch Krankenhäuser und Betriebsärzte stünden nun für Impfungen zur Verfügung. Eine weitere Aufstockung der Angebote wolle Köpping im Landtag beantragen.

Die Sozialministerin rief auch jeden, der helfen könne, dazu auf, sich bei der Sächsischen Ärztekammer oder bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu melden. Die Impfwilligen, die bisher keinen Termin bekommen konnten, bat sie um Geduld. "Vertrauen sie auf die Empfehlungen der Ärzte, auch wenn der Termin erst im Januar sein sollte. Bitte machen sie keine Doppeltermine", so Köpping.

12:00 Uhr | Mit dem Impfbus in Mittelsachsen auf Tour

In Mittelsachsen ist ein Impfbus unterwegs, der Dörfer ansteuert. Eine Reporterin des ARD-Morgenmagazins ist mitgefahren und hat sich hautnah erklären lassen, was anfangs zögerliche Menschen nun doch zur Impfung bewegt und was das Impfteam tagtäglich erlebt. Es gibt es Ärger mit Impfgegnern, aber auch mit Impfwilligen, die nicht mehr geimpft werden können und am nächsten Tag wiederkommen müssen.

11:32 Uhr | Wieder weitere Schulen vorübergehend ganz oder teilweise geschlossen

Die Corona-Pandemie grassiert auch weiterhin in Sachsens Schulen. Rund 60 Einrichtungen wurden nach Angaben des Sozialministeriums neu teilweise geschlossen. Für mehr als zehn Schulen wurde eine vollständige Schließung veranlasst. Die Allgemeinverfügungen sind alle befristet. Kultusminister Christian Piwarz hatte am Vormittag nochmals betont, dass es keine dauerhaften Schulschließungen geben soll.

10:57 Uhr | Sozialministerin Köpping hält Lockdown für dringend notwendig

Sozialministerin Petra Köpping hält einen Lockdown für dringend notwendig. Die SPD-Politikerin sagte, Sachsen habe alle Möglichkeiten für Einschränkungen ausgereizt, die gesetzlich möglich sind. Nun seien bundeseinheitliche Regelungen nötig. Man sei dazu mit Berlin in Kontakt, hieß es. Denkbar wäre aber, dass im Fall eines Lockdowns für Kitas und Schulen gesonderte Regelungen gelten. Ziel bleibe es, die Einrichtungen nicht dauerhaft zu schließen. Das bekräftigte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

10:06 Uhr | Nach Zwischenfall wieder Impfungen in Dresden-Prohlis

In Dresden-Prohlis impft das DRK heute wieder gegen Corona im Bürgerhaus. Gestern war die Impfaktion abgebrochen worden, nachdem ein Unbekannter einen Feuerwerkskörper auf das dortige Impfteam geworfen hatte. Ein DRK-Sprecher sagte MDR SACHSEN, am heutigen Donnerstag sollen 150 Impfdosen verabreicht werden. Ein Sicherheitsberater sei eingebunden, um zu prüfen, wo Verbesserungen notwendig sind.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat den Angriff das mobiles Impfteam verurteilt. Sie sei sprachlos, sagte Köpping am Donnerstag. Dies sei menschenverachtend und inakzeptabel. Bereits gestern hatte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Attacke verurteilt.

08:53 Uhr | Männelmacher brauchen Ideereichtum in der Krise

Erzgebirgische Kunsthandwerker trotzen der Corona-Krise auf vielfältige Weise: Da die Weihnachtsmärkte erneut ausfallen, müssen neue Absatzwege her. Ein Männelmacher nutzt sein Können aber auch, um Aufträge für andere Branchen zu erledigen und hat sich dazu eine neue Maschine angeschafft.

08:21 Uhr | In der Regionalliga Nordost wieder weiter gekickt

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) setzt den Spielbetrieb der Regionalliga Nordost unter Beachtung der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer fort. Nach einer Sitzung des Krisenstabs am Mittwoch habe sich eine Mehrheit "im Interesse der Eindämmung der Pandemie, in Abwägung der Interessen der Vereine" zur Fortsetzung der Hinrunde entschieden, wie der Verband mitteilte.

Dagegen wird der Spielbetrieb in den Amateurklassen ab der Herren-Oberliga, der Frauen-Regionalliga sowie den Junioren-Regionalligen und der Futsal-Regionalliga bis zum Ende des Jahres unterbrochen.

07:54 Uhr | Bundesweit 100.000 Tote im Zusammenhang mit Corona

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland vor 20 Monaten sind mehr als 100.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das geht aus den am Morgen vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervor. Im Bund und in Sachsen haben die Inzidenzwerte und die Ansteckungszahlen neue Höchstwerte erreicht.

07:25 Uhr | Zeitungen: Sächsische Landesregierung rechnet offenbar mit Lockdown

Die Sächsische Staatsregierung geht davon aus, dass die gegenwärtigen Corona-Beschränkungen im Freistaat nicht ausreichen. Offenbar droht ein weitreichender Lockdown. Die "Leipziger Volkszeitung" zitiert ein Regierungsmitglied: "Es ist bereits jetzt klar, dass wir einen kompletten Lockdown brauchen, inklusive Handel und Gastronomie. Anders sei "die Pandemie nicht in den Griff zu bekommen".

Ähnlich argumentiert Ministerpräsident Michael Kretschmer im Gespräch mit der "Sächsischen Zeitung". Der CDU-Politiker fordert demnach größere Handlungsspielräume für die Länder bei der Pandemie-Bekämpfung. "Niemand macht leichtfertig einen Lockdown", sagt Kretschmer im Podcast-Interview bei Sächsische.de. Er geht laut Zeitungsbericht davon aus, dass es in den nächsten Wochen eine bundesweite Diskussion hierzu geben werde. Der Bund müsste für weitere Lockdowns aktiv werden, da das aktuelle Infektionsschutzgesetz dies derzeit den Ländern nicht ermöglicht.

Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Es wird nur zu verhindern sein, wenn es ein kollektives Verständnis und gemeinsames Bewusstsein gibt, Kontakte zu vermeiden und die Maßnahmen einzuhalten.

Michael Kretschmer Sachsens Ministerpräsident in der "Sächsischen Zeitung"

07:03 Uhr | Delitzscher Oberbürgermeister appelliert an Zusammenhalt der Bürgerschaft

Der Oberbürgermeister von Delitzsch, Manfred Wilde, hat die Einwohner seiner Stadt zur Solidarität in der Corona-Pandemie aufgerufen. Wilde sagte MDR SACHSEN, es gehe ihm dabei vor allem um das Miteinander in einer Sozialgemeinschaft in der Stadt und ihren Ortsteilen. Es sei wichtig, dass man sich im Ausmaß der jetzigen Corona-Welle nicht aus dem Auge verliere, Gräben überwinde und respektvoll miteinander umgehe. Es sei die Verantwortung aller, dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem nicht zusammen breche. Wilde rief deshalb noch einmal ausdrücklich dazu auf, die Impfangebote zu nutzen, auch um die Kleinsten Mitbürger zu schützen.

06:23 Uhr | Sachsen beantragt Verlegung von Corona-Intensivpatienten

Erstmals in der vierten Corona-Welle könnten in den kommenden Tagen Intensivpatienten aus Sachsen in andere Bundesländer gebracht werden. Der Freistaat hat die Verlegung von 20 Corona-Intensivpatienten beantragt, teilte das Sozialministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN mit.

06:00 Uhr | Stiko und Gynäkologen raten Schwangeren zur Impfung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt auch Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel eine Booster-Impfung. Laut Stiko soll "unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff verwendet werden." Das heißt die Impfstoffe von Biontech oder Moderna, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe wiederholte dem Bericht zufolge ihren Aufruf an Schwangere, sich impfen zu lassen, denn eine Schwangerschaft gelte als Risikofaktor für einen schweren Covid-19-Verlauf.

05:43 Uhr | Tierheime in Sachsen durch Corona völlig überfüllt

Während des Lockdowns haben sich viele Menschen ein Haustier zugelegt – doch manche scheinbar sehr unüberlegt. Tierheime wie das in Oelzschau bei Leipzig sind deshalb jetzt so überfüllt, dass kaum Platz mehr für Notfälle ist.

05:33 Uhr | Herzexperte rät jungen Männern zu Corona-Impfung

Der Herzexperte Christian Besler rät auch jungen Männern zu einer Corona-Impfung. Der Kardiologe vom Herzzentrum Leipzig sagte de MDR, 16- bis 29-Jährige hätten zwar durch die Impfung mit Biontech ein leicht erhöhtes Risiko für Herzmuskelentzündungen, aber diese drohten auch bei einer Corona-Infektion. Nach bisher vorliegenden Daten hätten Infizierte ein gut 16-fach höheres Risiko, eine Herzmuskelentzündung zu erleiden, als Nichtinfizierte. Nach Abwägung aller Risiken halte er daher eine Impfung für vertretbar. Besler wandte sich zugleich gegen Pauschalaussagen zu Herzmuskelentzündungen infolge einer Impfung. Sie träten auch als Nebenwirkung normaler Infekte auf, blieben bei einem milden Verlauf aber häufig unentdeckt.

05:06 Uhr | Modellrechnung: So hoch ist das Risiko, auf eine Infizierte Person zu treffen

Die Inzidenzen in der vierten Welle sind so hoch wie nie zuvor. Wie wahrscheinlich es ist, eine infizierte Person zu treffen, hat das Wissensmagazin Quarks in einer Modellrechnung zusammgefasst. Die Wahrscheinlichkeit ist demnach je nach Region unterschiedlich.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA/kt

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 25. November 2021 | 19:00 Uhr

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