Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 11.11.: Neuer Höchststand bei aktiven Fällen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.
Noch nie seit Pandemiebeginn gab es so viele gleichzeitig infizierte Menschen in Sachsen. Bildrechte: dpa

20:15 Uhr | Tickerende

Auch wenn die aktuelle Corona-Situation gerade alles andere als erfreulich ist, haben sich auch in Sachsen viele Karnevalisten den Start in die närrische Jahreszeit nicht vermiesen lassen. Schlechte Laune dürften dagegen die Fans von Weihnachtsmärkten haben und die in den Startlöchern stehenden Händler, denn inzwischen wird das adventliche Markttreiben wieder infrage gestellt, erste Absagen gab es auch schon. In den Kliniken sind die Beschäftigten wahrscheinlich froh über jede Maßnahme, die den Zustrom neuer Covid-19-Patienten abebben lässt - dazu könnte auch die angekündigte weitere Steigerung der Impfkapazitäten beitragen.

Mit diesen Streiflichtern zum Donnerstag beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen und melden uns morgen Früh wieder mit aktuellen Meldungen. Vielen Dank für Ihr Interesse. Haben Sie noch einen schönen Abend und später eine gute Nacht. Und: Bitte bleiben Sie gesund!

19:35 Uhr | Sachsen erhöht nochmals Impfkapazitäten

Sachsen wird die Kapazitäten der mobilen Corona-Impfteams nochmals erhöhen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping am Abend im MDR SACHSENSPIEGEL an. Schon in dieser Woche sollte die Zahl der täglich möglichen Impfungen von 3.000 auf 6.000 verdoppelt werden. Ab kommender Woche werde die sie auf 10.000 Impfungen pro Tag steigen, sagte Köpping. Zudem würden größere Impfstellen eingerichtet, so in Dresden und Leipzig.

Die Ministerin appellierte zugleich nochmals an alle Bürger, sich an die aktuell geltenden Corona-Regeln zu halten. Schließlich wolle keiner einen Lockdown, erklärte die Ministerin mit Blick auf die drohende Überlastung der sächsischen Kliniken durch Covid-19-Patienten.

18:51 Uhr | Mehr als 40.000 aktive Corona-Fälle in Sachsen

Die Gesundheitsämter der 13 Kreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben heute 5.041 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Weil sich deutlich mehr Menschen angesteckt haben als genesen sind, stieg die Zahl der aktuell aktiven Fälle auf 40.677. Damit wurde der bisherige Höchststand vom 23. Dezember 2020 übertroffen.

1.521 Erkrankte werden nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums im Krankenhaus behandelt, 317 davon auf der Intensivstation. In den Krankenhausclustern Dresden und Chemnitz hat die Bettenauslastung auf den Normalstationen einen kritischen Wert erreicht. 15 Covid-19-Patienten starben, ein Drittel davon im Kreis Meißen.

18:21 Uhr | Sachsenmetall: Kein schnelles Ende der Corona-Krise

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie rechnet mit einem langen Weg aus der Corona-Krise. Als Grund gab der Branchenverband die Material- und Lieferengpässe an. Nach dem historischen Einbruch habe Mitte 2020 zwar eine kräftige Erholung eingesetzt. Sie sei aber schon zu Beginn dieses Jahres durch den fehlenden Nachschub gestoppt worden. Seitdem gehören laut Sachsenmetall Material- und Lieferengpässe zum Alltag in den allermeisten Firmen, besonders in der Automobilindustrie.

Der Verband geht davon aus, dass vor allem Elektronikbauteile, Stahl und Metalle noch mindestens bis Mitte kommenden Jahres Mangelware sein werden. Die Politik könne Lieferungen beschleunigen, in dem sie unter anderem das Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot und das Nachtflugverbot vorübergehend aufhebe.

17:58 Uhr | Dresden will Impfzentrum wieder öffnen

Die Stadt Dresden will das zentrale Impfzentrum auf dem Messegelände wieder öffnen. "Der schleppende Impffortschritt und die langen Warteschlangen bei den dezentralen Impfaktionen in Dresden sollen bald der Vergangenheit angehören", teilte die Stadt mit. Das Impfzentrum solle die Angebote niedergelassener Arztpraxen, Impfstellen und mobiler Impfteams ergänzen, die derzeit "förmlich überrannt" würden. Als Termin werde die übernächste Woche angestrebt.

Wenn wir in dem Tempo wie bisher weitermachen, dauert es bis weit ins nächste Jahr, bis alle Dresdnerinnen und Dresdner, die das wollen, geimpft sind.

Kristin Klaudia Kaufmann Gesundheitsbürgermeisterin für Dresden (Linke)

17:19 Uhr | Gesundheitsämter in Dresden und Leipzig am Limit

Die Gesundheitsämter in Dresden und Leipzig sind bei der Corona-Kontaktnachverfolgung und dem Verschicken von Bescheiden im Verzug. Wegen der hohen Anzahl von Neuinfektionen sei eine Kontaktaufnahme derzeit nur mit mehren Tagen Verzögerung möglich, erklärte die Dresdner Stadtverwaltung – obwohl inzwischen fast 170 Beschäftigte im Bereich Corona eingesetzt würden.

In Leipzig dauert es nach Angaben der Stadt aktuell bis zu vier Tage, bevor ein Quarantäne-Bescheid die Betroffenen erreicht. Im Gesundheitsamt seien rund 80 Prozent der Mitarbeitenden durch Aufgaben im Zusammenhang mit Corona gebunden. Sie würden von Personal aus anderen Bereichen und Bundeswehrkräften unterstützt.

17:02 Uhr | Leipziger Gastronom will Schadenersatz wegen Lockdown

Am Landgericht Dresden wird die Klage eines Restaurants aus Leipzig gegen den Freistaat Sachsen verhandelt. Der Inhaber verlangt rund 200.000 Euro Schadenersatz wegen Einnahmeausfällen durch den ersten Corona-Lockdown. Laut IHK Leipzig wollen bei einem erfolgreichen Ausgang auch andere Firmen klagen, die durch den Lockdown vom 22. März bis 14. Mai 2020 wirtschaftliche Nachteile erlitten hätten.

Das Landgericht machte den Klägern in der Verhandlung heute jedoch wenig Hoffnung. Es verwies auf das Oberlandesgericht Brandenburg, das kürzlich in einem ähnlichen Fall eine Klage abgewiesen habe. In anderen Bundesländern werden ebenfalls solche Klagen verhandelt. Die Dresdner Richter wollen ihre Entscheidung in zwei Wochen verkünden.

16:28 Uhr | Forschungsgelder für Projekte gegen Corona & Co.

Zwei Forschungsprojekte aus Sachsen gehören zu den vier Gewinnern eines Förderwettbewerbs, bei dem Ideen zur Verhinderung von Tröpfchen-Infektionen – wie etwa in der Corona-Pandemie – gesucht wurden. Wie die Else Kröner-Fresenius-Stiftung heute mitteilte, werden beide Vorhaben mit je 350.000 Euro gefördert.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig wollen ein komplett neuartiges Filtergewebe für Atemschutzmasken und Raumfilteranlagen entwickeln. Es soll Viren, Bakterien und Pilzsporen zurückhalten und abtöten, zugleich aber wesentlich luftdurchlässiger sein und damit das Atmen weniger behindern.

Im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf wollen Forscher dagegen Medikamente gegen Virusinfektionen entwickeln, die inhaliert werden können und doppelt wirken: Zum einen bestehende Infektionen bekämpfen, zum anderen eine Ansteckung und Weitergabe verhindern. Das würde einen Immunschutz ohne Impfung ermöglichen.

15:33 Uhr | DRK klagt über zu wenig Impfpersonal

Die Gründe für die aktuellen Probleme bei der Corona-Impfkampagne in Sachsen sind nach Aussage des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen hauptsächlich fehlendes Personal und eine mangelhafte Ausstattung der Standorte. DRK-Sprecher Kai Kranich sprach bei MDR SACHSEN von "unzumutbaren Zuständen".

Täglich müssten Personen ohne Impfung wieder weggeschickt werden, bei den Teams bildeten sich lange Schlangen, sagte Kranich. Es werde versucht, das Problem mit der Vergabe von Terminkarten zu lösen. Außerdem suche das DRK in Städten und Kreisen räumlich besser geeignete Impfstationen. Kranich forderte die Kassenärztliche Vereinigung auf, dafür Sorge zu tragen, dass man mit mehr medizinischem Personal in die Einsätze gehen könne. Fehlender Impfstoff sei aktuell nicht das Problem, betonte Kranich.

15:07 Uhr | Kein Weihnachtsmarkt in Radebeul-Altkötzschenbroda

Radebeul hat den traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Dorfanger im Ortsteil Altkötzschenbroda abgesagt. Die Stadt erklärte unter Verweis auf die aktuelle Corona-Lage, die notwendigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen könnten nicht verantwortungsvoll und im Respekt voreinander umsetzen werden.

Den Angaben zufolge wird der Anger des Weindorfs dennoch wie jedes Jahr mit Krippe, Figurenbaum und Lichterpfad geschmückt und an drei Wochenenden der Familienweihnacht verkehrsberuhigt. Als Ersatz für den Markt dürften die anliegenden Gewerbetreibenden vor ihren Geschäften kleine privat organisierte Adventsinseln anlegen, um den Gästen weihnachtliche Angebote zu unterbreiten.

14:46 Uhr | Wieder mehr Corona-Tests an Schulen?

Das sächsische Kultusministerium will die Testpflicht an den Schulen ausweiten. Die aktuelle Schul-Corona-Verordnung sieht ab der kommenden Woche zwei Tests pro Woche vor. Danach sollen es Informationen von MDR SACHSEN zufolge wieder drei sein. Der Vorschlag werde gerade in der Regierung diskutiert. Sie müsste dafür die Corona-Verordnung anpassen und zusätzliches Geld bereitstellen. Die Option, wieder in den Wechselunterricht zu gehen, wurde demnach verworfen.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge müssen die Schülerinnen und Schüler wegen der besonders hohen Wocheninzidenz schon jetzt jeden Morgen einen Corona-Selbsttest durchführen. Damit soll die Ausbreitung des Virus über die Schulen gestoppt werden.

14:20 Uhr | Ärzteverband nun doch für Impfteams

Die Sächsische Landesärztekammer hat ihre Meinung zu den mobilen Corona-Impfteams geändert und will nun doch an ihnen festhalten. Präsident Erik Bodendieck sagte, das sei zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt notwendig. Nur Impfteams, Haus- und Betriebsärzten sowie den Krankenhäusern zusammen könne es gelingen, die Bevölkerung und auch das medizinische Personal weiter zu immunisieren.

Nach Informationen von MDR SACHSEN hatten sich der Verband und die Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen noch Ende Oktober für die Auflösung der Impfteams ausgesprochen. In internen Schreiben wurden sie dabei als eine nicht erforderliche Parallelstruktur bezeichnet und erklärt, der Impfbedarf könne allein von den niedergelassenen gedeckt werden. Sachsen hat die geringste Impfquote aller Bundesländer.

13:50 Uhr | Erzgebirgische Männelmacher bestehen auf Weihnachtsmärkten

Groߟe Bergparade im Kurort Seiffen im Erzgebirge
Im Erzgebirge wollen die Kunsthandwerker ihre Produkte diese Jahr wieder auf Weihnachtsmärkten anbieten. Bildrechte: dpa

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller hat Forderungen nach einer erneuten Absage der Weihnachtsmärkte kritisiert. Geschäftsführer Frederic Günther sagte MDR SACHSEN Es sei nicht vorstellbar, dass dadurch Infektionsgeschehen eingedämmt werde. Die Märkte seien ein kontrollierter Ort im Außenbereich, wo auf Masken und Abstand geachtet werde. Fielen sie aus, würden sich die Menschen in privaten Innenräumen zu Glühweinpartys treffen. Günther schlug vor, die Weihnachtsmärkte auch als Standorte für Impfstellen zu nutzen, um die Quote zu erhöhen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte sich heute mit Verweis auf den starken Anstieg der Neuinfektionszahlen für eine Absage der Weihnachtsmärkte ausgesprochen.

13:00 Uhr | OB Jung ruft Leipziger zur Impfung auf

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat die Menschen in seiner Stadt via Facebook zum Impfen und zur Impfauffrischung aufgerufen. Zudem rief der SPD-Politiker dazu auf, freiwillig die Kontakte zu beschränken. "Wir müssen noch mehr Rücksicht aufeinander nehmen! Die Lage ist wirklich dramatisch", so der Rathauschef. Heute habe der Krisenstadt der Messestadt wieder getagt. Dabei seien aus den Krankenhäusern alles andere als positive Signale gekommen. Mit 316 hat Leipzig aktuell die niedrigste Wocheninzidenz in Sachsen.

Wir alle – ja auch ich – haben gehörig die Nase voll. Ja, auch mir reicht es mit Covid19. Viel lieber würde ich meine Zeit für Zukunftsprojekte unserer Stadt nutzen, anstatt Krisenstäbe zu leiten. Aber das ist dem Virus egal!

Burkhard Jung Oberbürgermeister von Leipzig

12:00 Uhr | Ihre Meinung gefragt: Sollen Weihnachtsmärkte stattfinden?

Politiker und Mediziner reden sich die Köpfe heiß: Können und sollen Weihnachtsmärkte angesichts der Pandemielage stattfinden? Eine Absage will derzeit offenbar niemand verantworten. MDR SACHSEN möchte Ihre Meinung dazu wissen. Wir freuen uns, wenn Sie sich die Zeit nehmen und uns Ihre Meinung über das Formular kurz und sachlich mitteilen.

11:44 Uhr | Kreis Zwickau bei Kontaktnachverfolgung chancenlos

Im Landkreis Zwickau ist derzeit eine lückenlose Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich. "Wir können nicht mehr jeden Kontakt anrufen. Wir konzentrieren uns auf Einrichtungen wie Pflegeheime und Schulen sowie Familienangehörige", sagte Landrat Christoph Scheurer. Wer mit einer später positiv getesteten Person Kontakt hatte, erfährt dies in der Regel nicht mehr vom Gesundheitsamt, sondern vom Betroffenen selbst oder über die Corona-Warn-App.

Derzeit sind nach Angaben des Landratsamtes im bereits aufgestockten Gesundheitsamt 120 Mitarbeiter dauerhaft mit der Kontaktverfolgung beschäftigt und weitere 25 zeitweise. In der zweiten Corona-Welle vor etwa einem Jahr waren es insgesamt etwa 200. Laut CDU-Politiker Scheuer hatten im Vorjahr Landesbedienstete ausgeholfen. Ein neuerliches Hilfeersuchen sei aber abgelehnt worden. Seit einigen Tagen wird das Gesundheitsamt zwar von 20 Bundeswehrsoldaten unterstützt, im vergangenen Winter waren es aber bis zu 40.

11:04 Uhr | Fußball im Osten: Vorerst keine Spielabsagen

Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), Hermann Winkler, will einen Saisonabbruch im Gebiet des NOFV vermeiden. Aktuell sehe er die Gefahr des Abbruchs nicht, sagte der CDU-Politiker der "Märkischen Oder-Zeitung". Angesichts der steigenden Infektionszahlen will Winkler auch in den beiden anstehenden Monaten "den Spielbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten". Der 58-Jährige verweist auf die aktuelle Studie vom DFB-Mannschaftsarzt Tim Meyer, nach der die Ansteckungsgefahr im Freien äußerst gering sei.

Der Vorstand des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) hat gestern in einer Videokonferenz beschlossen, die Spiele auf Landesebene vorerst angesetzt zu lassen. "Sollte die Überlastungsstufe erreicht werden, wird der Spielbetrieb eingestellt", heißt es in dem Beschluss. Noch gilt die Vorwarnstufe.

10:37 Uhr | Sächsische Ärzte verlangen Impfpflicht für alle ab 16

Sächsische Ärztinnen und Ärzte haben auf ihrem sogenannten Kammertag am Mittwoch die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht für Menschen ab 16 Jahren gefordert. In einer Pressemitteilung der Sächsischen Landesärztekammer heißt es dazu, mit den zugelassenen Impfstoffen gäbe es ein valides Mittel, die Pandemie zu beherrschen.

10:05 Uhr | Kretschmer wirbt für Absage der Weihnachtsmärkte

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kritisiert die Verhandler der Ampel-Koalition auf Bundesebene wegen ausbleibender Reaktionen auf die vierte Corona-Welle scharf und wirbt für die Absage von Weihnachtsmärkten. "Ich finde, das ist ein schuldhaftes Zögern, was dieser Situation in Deutschland in keiner Weise gerecht wird", sagte Kretschmer dem TV-Sender RTL/ntv. Er forderte sofortige Entscheidungen von Bund und Ländern. Sollte sich die Infektionsdynamik bis zum 25. November so fortsetzen wie in den vergangenen zwei Wochen, wäre das eine "furchtbare" Entwicklung", so der CDU-Politiker hat.

"Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Jetzt geht es darum, es rauszuholen", der Ministerpräsident. Er kritisierte erneut, dass SPD, Grüne und FDP die epidemische Notlage auslaufen lassen wollen. Laut Corona-Schutzverordnung in Sachsen, die bis 25. November gilt, sind Weihnachtsmärkte unter Auflagen geplant.

08:19 Uhr | Kassenärzte fordern Ausrufung der Katastrophenlage in Sachsen

Auf der gestrigen 65. Kammerversammlung der sächsischen Ärzte hat der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, den "Worst Case" in der Corona-Pandemie für Sachsen festgestellt. Die Inzidenzen, die geringe Impfquote und die Belegung der Krankenhausbetten seien eindeutige Fakten. Diese Lage müsse wieder ausschließlich vom gesamten medizinischen Personal gemanagt werden, die Bundespolitik sei nicht präsent.

Ärzte und Intensivpfleger auf einer Covid-Intensivstation
Das medizinische Personal fühlt sich von der Bundespolitik allein gelassen. Bildrechte: imago images/Max Stein

Die Prognosen zur Bettenauslastung sind erschreckend, so Bodendieck. Daher sei der Eintritt einer Katastrophenlage (nach § 47 SächsBRKG) auf Grund der aktuellen flächendeckenden pandemischen Lage im Freistaat Sachsen unverzüglich festzustellen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. "Der anschließende Maßnahmenplan solle nach Ausrufen des Katastrophenalarms auch unter Beteiligung der Landesärztekammer zeitnah festgelegt werden." Bayern hat bereits die Katastrophenlage erklärt.

07:24 Uhr | Tägliche Tests für Schüler in Sächsischer Schweiz

Ab heute gelten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge neue Corona-Regeln an Schulen. Schülerinnen und Schüler führen nun - unter Aufsicht - jeden Morgen einen Corona-Selbsttest durch. So soll das Infektionsgeschehen schneller erkannt werden, um nötige Maßnahmen ergreifen zu können. Die Landkreisverwaltung erwartet dadurch eine wirkungsvollere Unterbrechung der Infektionsketten und eine Abmilderung der Fallzahlen aus den Schulen des Landkreises. Die Region hat die höchste Wocheninzidenz in Sachsen.

06:00 Uhr | Sachsens Ärzteverbände wollen Impfteams auflösen

Die mobilen Corona-Impfteams sind nach Ansicht der Landesärztekammer und der Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen (KVS) überflüssig. Das geht aus internen Schreiben der beiden Ärztevertretungen hervor, die MDR SACHSEN vorliegen. Darin heißt es, die Teams seien eine "nicht erforderliche, zusätzliche Parallelstruktur". Der Impfbedarf könne von niedergelassenen Ärzten bedient werden. Die KVS kündigte an, den Vertrag zu den mobilen Impfteams nicht über den Dezember hinaus zu verlängern.

Impfpass mit drei eingetragenen Corona-Impfungen
Die Ärzte in Sachsen wollen demnächst alle Booster-Impfungen ohne mobile Teams in ihren Praxen schaffen. Bildrechte: imago images/Christian Ohde

Viele Impfwillige berichten aktuell, dass sie bei ihren Hausärzten gerade keinen Impftermin bekämen beziehungsweise ihre Ärzte gar keine Corona-Schutzimpfungen anböten. Vor zentralen Impfstationen und mobilen Aktionen bilden sich seit Tagen lange Schlangen. Viele Menschen wollen sich eine sogenannte Booster-Impfung abholen. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums beteiligen sich derzeit lediglich 1.700 der insgesamt 4.000 niedergelassenen Ärzte im Freistaat an der Impfkampagne.

05:00 Uhr | Coronagetrübter Karnevalsauftakt in Sachsen

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wollen die Karnevalisten in Sachsen heute pünktlich 11:11 Uhr den Beginn der närrischen Saison feiern. Allerdings werden weniger der traditionellen Übergaben von Rathausschlüsseln an die Narren stattfinden und diese coronakonform in kleinem Kreis mit Schutzmasken und Abstand, wie beispielsweise in Leipzig, Hainichen oder Löbau. Der Dresdner Carnevals Club startet dagegen nur virtuell in die fünfte Jahreszeit. Weitere Vereine haben ihre Auftaktfeste komplett abgesagt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 11. November 2021 | 19:00 Uhr

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