Sozialministerium Corona-Inzidenz steigt in Sachsen binnen einer Woche um fast 40 Prozent

Die Corona-Pandemie hat Sachsen und Deutschland weiter im Griff. Mit Beginn des Herbstes steigen auch die Inzidenzen im Freistaat stark an. Innerhalb einer Woche ist der Wert laut Robert-Koch-Institut (RKI) um mehr als 100 Punkte und fast 40 Prozent gestiegen.

Die Mitarbeiterin einer Teststation nimmt einen Abstrich
Nicht alle mit Corona infizierten Menschen machen einen PCR-Test. Das verzerrt nach Expertenangaben die Infektionszahlen. Bildrechte: dpa

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Die gemeldeten Corona-Infektionen nehmen in Sachsen weiter zu. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag laut RKI bei 419,5. In der Vorwoche hatte das Institut die Inzidenz noch mit 300,4 angegeben.

Hinweis: Aufgrund der automatisierten Darstellung der Infektionszahlen können die Werte in der Grafik von denen im Text abweichen.

Auch bundesweit starker Anstieg

Auch bundesweit kletterte der Wert im Wochenvergleich: von 281,4 auf 409,9. Von den 13 Regionen in Sachsen meldete der Erzgebirgskreis mit 547,9 die höchste Inzidenz gefolgt von der Stadt Chemnitz mit 525,3. Der niedrigste Wert wurde für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 347,9 angegeben.

Inzidenz nur bedingt aussagekräftig

Experten gehen seit geraumer Zeit davon aus, dass der Wert die Infektionslage nicht vollständig abbildet, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test durchführen lassen und in der Statistik nur solche erfasst werden. Landesweit wurden seit Pandemiebeginn März 2020 nach RKI-Angaben knapp 1,76 Millionen Infektionen registriert - bei rund vier Millionen Einwohnern. 16.030 Menschen starben in Sachsen bisher an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion.

MDR (ben)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 29. September 2022 | 12:00 Uhr

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