Weihnachtsbotschaft Sachsens Bischöfe rufen zu Solidarität und Achtsamkeit auf

Die sächsischen Bischöfe der beiden christlichen Kirchen haben sich in ihrer Weihnachtsbotschaft an die Menschen im Freistaat gewandt. Das zweite Weihnachtsfest unter Pandemiebedingungen sei eine Herausforderung, hieß es. Jetzt brauche es Fürsorge, Solidarität und Achtsamkeit.

eine Kerze wird entzündet
Die sächsischen Bischöfe haben in ihren Weihnachtsbotschaften zu Zuversicht und Solidarität aufgerufen. Bildrechte: Colourbox.de

Die Bischöfe in Sachsen haben in ihren Weihnachtsbotschaften daran erinnert, was aus ihrer Sicht in der gegenwärtigen Pandemie wichtig und zu beachten ist. "Coronabedingt müssen wir derzeit alle aus Rücksicht auf andere auf vieles verzichten", sagte der katholische Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers. Das sei gut und wichtig.

Ein Mann in einer Kirche
Der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers. Bildrechte: SACHSEN FERNSEHEN

Fürsorge, Solidarität und Achtsamkeit - wir Christen sagen dazu 'Nächstenliebe' - sind in diesen Tagen nötiger denn je.

Heinrich Timmerevers Bischof Bistum Dresden-Meißen

Wenn die Bereitschaft zum Verzicht für das Wohl des anderen da sei, dann könne aus unserer Hingabe für andere in diesen Tagen wirklich Weihnachten werden, so der Bischof.

Evangelischer Bischof: "Fest des geteilten Leides"

Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz meinte, Weihnachten fordere die Menschen jetzt noch stärker als im ersten Corona-Jahr heraus. "Es ist nicht nur die Krankheit selbst, die uns alles abverlangt, sondern zusätzlich das, was sie nach langen Monaten aus uns und unserer Gesellschaft gemacht hat", so Bilz in seiner Weihnachtsbotschaft.

Weihnachten sei aber nicht nur das Fest der Geschenke, sondern auch des Fest des geteilten Leides. Gott sei verbunden mit dem Kind in der Krippe und "teilt auf diese Weise das Schicksal derer, die etwas auszuhalten haben", so Bilz.

Gottesdienste mit 3G-Regeln

Die Weihnachtsgottesdienste finden in den Kirchgemeinden in Sachsen nur unter 3G-Regeln statt. Einige bieten auch den Gottesdienst per Video im Internet an, wie Großschönau oder Obercunnersdorf. Die Pfarrei Croswitz feiert ab 22 Uhr einen Heiligabend-Gottesdienst in sorbischer Sprache im Livestream. Andere begehen Weihnachten draußen, zum Beispiel die Kirchgemeinde in Rothenburg.

Heinrich Timmerevers, der Bischof des Bistums Dresden Meißen, feiert in der Heiligen Nacht und am ersten Weihnachtstag Gottesdienste in der Dresdner Kathedrale - auch diese Gottesdienste werden per Livestream im Internet übertragen. Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz wirkt mit Timmerevers am Heiligen Abend in einer Online-Andacht aus der Propsteikirche in Leipzig mit. Am ersten Weihnachtsfeiertag predigt Bilz in der Dresdner Diakonissenhauskirche.

Quelle: MDR (bj)/dpa/epd/kna

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 24. Dezember 2021 | 15:00 Uhr

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