25.11.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Halle will Weihnachtsmarkt retten – andere Orte geben auf

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig
Ein Schild mit der Aufschrift Glühwein ist mit Absperrband überklebt
Kein Glühwein, kein Weihnachtsmarkt – die meisten Veranstalter in Sachsen-Anhalt geben wegen der Corona-Auflagen und der Pandemie-Entwicklung kurz vor Start auf. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt am Donnerstagmorgen: Weniger Glanz, weniger Stimmung, weniger Beisammensein: Die Pandemie überschattet auch die diesjährige Adventszeit. Es hagelt Absagen der Weihnachtsmärkte bei uns in Sachsen-Anhalt. Lediglich die Stadt Halle will (neben Magdeburg) nicht aufgeben und signalisiert Hoffnung auf einen Neustart. Das ist gleich unser Top-Thema. Außerdem: Erstmals in der vierten Corona-Welle werden jetzt Covid-Intensivpatienten bundesweit verlegt. Wie das abläuft, zeigt unser #MDRklärt. Ich bin André Plaul – und hier kommt Ihr Morgen-Update.

Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Thema des Morgens- ist die Zeichnung einer Kaffeetasse zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Thema des Morgens

2G in Halle: gestoppt und gerettet

Wünsche, Hoffnung und Warten – genau davon ist die Vorweihnachtszeit geprägt. Und in Halle ist das Programm: Nachdem gestern der Weihnachtsmarkt der Stadt nur einen Tag nach Start wieder gestoppt werden musste, gibt es Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Stadtsprecher Drago Bock sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe die Interessensbekundung eines privaten Veranstalters, auf der West- und Ostseite des Marktes einen alternativen Weihnachtsmarkt anzubieten. Der Weihnachtsmarkt wäre dann umzäunt. Spätestens bis zum Wochenende wolle man den Hallenserinnen und Hallensern wieder etwas anbieten können.

Auf dem Marktplatz von Halle stehen Stände für den Weihnachtsmarkt. Diese sind mit einem Bauzaun eingezäunt.
Auf dem Weihnachtsmarkt in Halle ist derzeit kein Publikumsverkehr. Mittlerweile wurden die Buden dort eingezäunt. Bildrechte: MDR

Der Stadt Halle war die zu gestern in Kraft getretene neue Corona-Landesverordnung auf die Füße gefallen, die eine 3G-Regelung für Weihnachtsmärkte vorsieht. Da aber die Saalestadt ursprünglich auf ein offenes und entzerrtes Konzept gesetzt hat, konnten die nötigen Kontrollen ad hoc nicht gewährleistet werden. In Magdeburg hingegen geht der Weihnachtsmarkt ohne Unterbrechung weiter – er wird unter der 2G-Regelung veranstaltet.

Landesweit werden Weihnachtsmärkte abgesagt

Und während in Halle Veranstalter und Budenbetreiber noch miteinander verhandeln, wann die Lichterketten wieder angeknipst werden – da werden in anderen Städten Sachsen-Anhalts Buden gar nicht erst eröffnet. Landesweit hagelt es Absagen. Hier eine Übersicht:

Zwei Gläser Glühwein mit Zitrone
Glühwein gibt es vielerorts auch in diesem Jahr nur daheim. Bildrechte: Colourbox.de

  • Aken: Die "Akener Weihnacht in und um die Marienkirche" am 4. Und 5. Dezember findet ebenfalls nicht statt. Eine "verantwortungsvolle Durchführung" sei nicht realisierbar, hieß es aus dem Rathaus.
  • Bitterfeld und Wolfen: Auch die Märkte in den Ortsteilen von Bitterfeld-Wolfen werden im Dezember nicht stattfinden.
  • Eisleben: Am 4. Advent sollte der Eisleber Weihnachtsmarkt starten. Auch daraus wird nichts. "Auch wir wissen nicht, was die ungewisse Zukunft an Entscheidungen und weiteren Auflagen mit sich bringt", heißt es in einer Erklärung. So habe man sich mit einem Großteil der Teilnehmer für eine Absage entschieden.
  • Kläden: Der traditionelle Adventsmarkt am 1. Advent rund um den Klädener Schlossplatz wird nicht stattfinden.
  • Naumburg: Morgen sollte der Naumburger Weihnachtsmarkt starten. Auch er wurde abgesagt.
  • Stendal: Der für den 9. Bis 12. Dezember geplante Weihnachtsmarkt wird nicht stattfinden. Die Stadt teilte mit: "Das in den letzten Monaten erarbeitete Hygienekonzept trägt zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr." Die Hansestadt hatte, ähnlich wie Halle, auf eine räumliche Entzerrung gesetzt und sich den Weihnachtsmarkt für die jetzigen Corona-Regeln buchstäblich verbaut.
  • Querfurt: Der Weihnachtsmarkt auf der Burg Querfurt wird auch 2021 nicht stattfinden. Landrat und Bürgermeister hätten sich wegen der Corona-Entwicklungen und der Situation im Carl-von-Basedow-Klinikum für eine Absage entschieden.

Händler können auf Hilfen hoffen

Für die Budenbetreiber sind diese Absagen – bei allem Verständnis für die Corona-Regeln – wirtschaftlich gesehen natürlich eine Katastrophe. Doch auch hier gibt es, ganz im Sinne der beginnenden Adventszeit, Hoffnung: Der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kündigte gestern in Berlin besondere Hilfen an. Beispielsweise sollen sie einen leichteren Zugang zu Eigenkapitalzuschüssen erhalten. Ob diese erhöht würden, sei aber noch unklar. Für Weihnachtsmärkte seien zudem Abschreibungsmöglichkeiten für verderbliche Waren vorgesehen.

Wer sich für seinen Weihnachtsmarktstand mit Lebkuchen eingedeckt hat, wird den kaum zu Beginn des neuen Jahres im Ostergeschäft noch loswerden.

Peter Altmaier (CDU) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters
Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Das Video des Morgens- ist die Zeichnung eines Monitors mit einem Start-Button zu sehen.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Sachsen-Anhalt am Morgen: Das Video des Morgens

Video: Helmut kann's nicht lassen

Helmut Hoppe aus Stiege ist Dachdecker-Meister aus Leidenschaft. Er hat sein Gewerbe vor über 60 Jahren angemeldet – und arbeitet bis heute im Betrieb. Als Chef. Mit 85 Jahren. Respekt! Übrigens: Seinen Arbeitstag beginnt Helmut morgens um 6 Uhr, mit Büroarbeit.


Neben einer Grafik mit der Aufschrift -#MDRklärt, Schlauer in einer Minute- ist die Zeichnung eines Luftstoßes zu sehen, der aus einem gezeichneten Kopf ausstößt.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: #MDRklärt - Schlauer in einer Minute

Sachsen-Anhalt am Morgen: #MDRklärt - Schlauer in einer Minute

#MDRklärt: Wenn die Intensivstationen voll sind, dann... ?

Dieser Donnerstag markiert einen traurigen Meilenstein in der Corona-Pandemie. In Deutschland sind Stand jetzt 100.000 Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben. Das entspricht der Einwohnerzahl von Stendal, Schönebeck und Naumburg zusammengenommen.

Gegen das Sterben wird täglich vor allem auf den Intensivstationen gekämpft. Doch die sind am Limit. In den kommenden Tagen sollen vor allem aus Bayern, Thüringen und Sachsen dutzende Patienten auf andere Bundesländer verteilt werden. Wie funktioniert das?

Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
Bildrechte: imago images/Max Stein
Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Quelle: MDR/Fabian Frenzel Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
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Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Die Medienschau- ist die Zeichnung einer Tageszeitung zu sehen.
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Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Sachsen-Anhalt am Morgen: Die Medienschau

Medienschau: Was andere schreiben

  • "Weihnachten fast ohne Märkte" (€), titelt heute die Volksstimme und verweist auch ihrerseits auf die zahlreichen Absagen angesichts der verschärften Corona-Regeln. Bei der Gelegenheit wird auch im aktuellen Bußgeldkatalog für Auflagen-Verstöße geblättert.
  • "Stornowelle erfasst Gastwirte", bringt es der Titel der Mitteldeutschen Zeitung heute auf den Punkt. Sie zitiert den Hotel- und Gaststättenverband mit der Information, dass über 80 Prozent der Veranstaltungen im Weihnachtsgeschäft abgesagt worden seien – von der Weihnachtsfeier bis zu Geschäftsessen.
  • "MDR macht ARD Kultur" – unter dieser Überschrift würdigt der Berliner Tagesspiegel die beschlossene ARD-Gemeinschaftseinrichtung, die in der MDR Programmdirektion Halle koordiniert wird. Die ARD stärke ihre Präsenz in Mitteldeutschland, heißt es, und lindere zugleich die "Schmerzen" Sachsen-Anhalts und Thüringens, die sich gegenüber Sachsen benachteiligt sähen.

Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Tipp am Morgen- ist die Zeichnung eines Fingers zu sehen, der auf ein Smartphone zeigt.
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Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Sachsen-Anhalt am Morgen: Tipp am Morgen

Tipp: Der Corona-Test-Test

Stäbchen in die Nase schieben, bohren, Tränen unterdrücken – und das ganze im anderen Nasenloch noch einmal. Corona-Selbsttest anwenden können Sie sicher auch längst aus dem Effeff. Und in diesen Tagen, um nicht völlig auf Freunde oder Verwandte verzichten zu müssen, geht der Griff doch wieder häufiger zur Test-Schachtel, meist aus dem Supermarkt. Das Paul-Ehrlich-Institut hat 122 in Deutschland verfügbare Antigenschnelltests umfangreich getestet. Viele sind sehr zuverlässig, ein Teil der Tests ist praktisch nutzlos. Hier der große Vergleich:

Neben einer Grafik mit der Aufschrift -Was außerdem wichtig wird- ist die Zeichnung einer Person zu sehen, die durch ein Fernglas sieht.
Bildrechte: MDR/Maximilian Schörm

Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Sachsen-Anhalt am Morgen: Was heute außerdem wichtig wird

Was heute außerdem wichtig wird

  • 🚉 Stillgelegt: Fast der komplette Eisenbahnknoten Halle ist in der Nacht vorübergehend stillgelegt worden. Es ist das Finale nach monatelangen Bauarbeiten und Sperrungen. Bis Montagmorgen dauert es, bis das neue elektronische Stellwerk und die neuen Gleisanlagen im Südosten der Stadt in den Knoten eingebunden werden.

  • Aufgestellt: Es ist Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen. Mit einer besonderen Aktion beteiligt sich zum Beispiel die Stadt Weißenfels: Am Nachmittag stellt die gleichnamige Initiative eine "rote Bank" auf dem Marktplatz auf.
  • 🏆 Ausgezeichnet: Unternehmer, Verein und Kommune des Jahres werden heute vom Ostdeutschen Sparkassenverlag ausgezeichnet. Die Preisträger werden am Vormittag bekanntgegeben.
  • 🏗️ Betoniert: Wegen Bauarbeiten am neuen Strombrückenzug in Magdeburg kommt es heute zu Verkehrseinschränkungen. Bis voraussichtlich 19 Uhr werden rund 1200 Kubikmeter Beton zur Baustelle auf dem Werder transportiert. Damit wird die zweite Hälfte der neuen Pylonbrücke betoniert.

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Quelle: MDR SACHSEN-ANHALT

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