Feuchtbiotop Neuer Beobachtungsturm an den Brietzer Teichen

Die Brietzer Teiche in der Altmark sind ein wichtiges Feuchtgebiet am Grünen Band und beherbergen seltene Vogelarten. Nun ist für Besucherinnen und Besucher ein neuer Beobachtungsturm aus Holz eingeweiht worden. Bis zu 25 Personen sollen darauf das Feuchtbiotop überblicken können.

Kiebitze brüten an den Brietzer Teichen
An den Brietzer Teichen in der Altmark brüten unter anderem Kiebitze. Bildrechte: Dieter Damschen / BUND

In der Altmark ist am Donnerstag ein neu gebauter Beobachtungsturm für Besucherinnen und Besucher der Brietzer Teiche übergeben worden. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bietet die zweistöckige, etwa fünf Meter hohe Holzkonstruktion einen guten Überblick über das bedeutende Feuchtgebiet am Grünen Band. Der Bau sei für Gruppen bis zu 25 Personen ausgelegt.

Seltene Vogelarten am Grünen Band zu sehen

Durch den neuen Beobachtungsstand unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen könnten Besuchergruppen das Feuchtgebiet überblicken, ohne die dort heimischen Tiere zu stören.

Die Brietzer Teiche bei Salzwedel stellen laut BUND eines der bedeutendsten Feuchtgebiete in der nördlichen Altmark dar und sind unter anderem das Zuhause vieler seltener Vögel wie Rohrweihe und Bekassine. Auch seltene Libellen seien zu beobachten.

Der Beobachtungsturm wurde laut BUND vollständig aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Teich
Die Brietzer Teiche gelten als bedeutendes Brutgebiet für stark gefährdete Vogelarten. (Symbolfoto) Bildrechte: Katharina Häckl

Brutinseln als Hotspots für Kiebitze und andere Arten

Der BUND hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass das Bauvorhaben die Attraktivität des Gebietes weiter erhöhen werde. "Besonders verbessern werden sich zudem die Beobachtungsmöglichkeiten für die Brutvögel in diesem Gebiet", erklärte Dieter Leupold, Projektleiter Grünes Band. Die neu geschaffenen Brutinseln vor dem Turm hätten sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot etwa für den Kiebitz entwickelt.

Leupold sagte, in dem Feuchtbiotop könnten das ganze Jahr über Beobachtungen gemacht werden. "Im Frühjahr und Herbst sind es besonders die durchziehenden Wat- und Wasservögel, die die Teiche aufsuchen, im Winterhalbjahr kommen dann noch nordische Gänse und Singschwäne dazu, die auf den Wasserflächen übernachten."

MDR (Felix Fahnert), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. September 2022 | 15:30 Uhr

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