Jüdisches Leben Sachsen-Anhalt bekommt einen Polizei-Rabbiner

Die Polizei in Sachsen-Anhalt soll einen Polizei-Rabbiner bekommen. Das Innenministerium will dazu mit den jüdischen Gemeinden im Land einen Vertrag unterschreiben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Arbeit der Polizei im Umgang mit jüdischen Menschen und Antisemitismus gegeben.

Ein geöffneter Schrein Aron Hakodesch verwahrt 17 alte Torarollen.
Der Polizei-Rabbiner in Sachsen-Anhalt soll auch Wissen über das Judentum vermitteln. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Uwe Steinert

Sachsen-Anhalt bekommt als zweites deutsches Bundesland einen Polizei-Rabbiner. Das Landesinnenministerium hat am Mittwoch mitgeteilt, dass eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landesverband Jüdischer Gemeinden am Montag unterzeichnet werden soll. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) soll dafür den Verbandsvorsitzenden des Landesverbands, Max Privorozki, treffen.

Rabbiner als Vertrauenspersonen

Rabbiner bei der Polizei sollen Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für jüdisches Leben sein und zudem Wissen über das Judentum vermitteln. Laut Innenministerium gibt es sonst nur in Baden-Württemberg einen Rabbiner bei der Polizei. Bundesweit sollen darüber hinaus weitere Militär-Rabbiner als Seelsorger bei der Bundeswehr eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr war der erste Militär-Rabbiner eingesetzt worden.

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle hatte es von Betroffenen scharfe Kritik an der Polizeiarbeit gegeben. Max Privorozki hatte damals unter anderem kritisiert, dass Bitten der jüdischen Gemeinden nach Polizeischutz für besondere Veranstaltungen nicht nachgekommen worden sei.

dpa, MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. Juli 2022 | 05:00 Uhr

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