MDR SACHSEN-ANHALT - Nachrichten

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Tausende demonstrieren gegen hohe Preise

Tausende Sachsen-Anhalter haben heute Abend wegen der hohen Energiepreise demonstriert. Zu einer Versammlung in Bitterfeld kamen nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen. Der AfD-Landtagsabgeordnete Roi sprach von 2.500 Teilnehmern und einem neuen Rekord. Roi forderte eine Volksabstimmung über die Russland-Sanktionen und warf der Bundesregierung wegen des Rohstoffhandels mit Aserbaidschan und Saudi-Arabien Doppelmoral vor. Die Bundestagsabgeordnete von Storch sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die hohen Energiepreise trieben Menschen zur AfD, die "bei Corona" noch nicht da gewesen seien. Das gelte auch für den Westen Deutschlands. In der Magdeburger Innenstadt gab es zwei Kundgebungen und Demonstrationszüge mit laut Polizei insgesamt 2.700 Teilnehmern. In Reden wurden die USA als Feind bezeichnet und ihnen unterstellt, für die Sprengung der Nordstream-Pipelines verantwortlich zu sein. Störungen wurden nicht gemeldet. Weitere Veranstaltungen waren unter anderem für Querfurt, Halle, Aschersleben, Naumburg und Wernigerode angemeldet.


Tausende Sachsen-Anhalter feiern Tag der Deutschen Einheit

Der Tag der Deutschen Einheit ist heute bundesweit gefeiert worden, auch in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nahmen rund 5.000 Besucher an Führungen über das Gelände teil. Weitere Anlaufpunkte für Geschichtsinteressierte und Ausflügler waren unter anderem das Grenzdenkmal in Hötensleben im Landkreis Börde und die direkt nebeneinander liegenden Grenzdörfer Böckwitz im Altmarkkreis Salzwedel und Zicherie in Niedersachsen. Der Brocken war das Ziel einer Sternwanderung mit mehreren Hundert Teilnehmern. Ort der zentralen Einheitsfeiern in Deutschland war diesmal die thüringische Hauptstadt Erfurt.


MDRfragt: Mitteldeutsche sehen Nachteile in Ostherkunft

Auch 32 Jahre nach der Einheit sehen zwei Drittel der Menschen in Mitteldeutschland die Deutschen nicht als zusammengewachsene Nation. Das geht aus einer nichtrepräsentativen Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt hervor. Dennoch bewertet die Mehrheit die Deutsche Einheit für sich persönlich als positives Ereignis. 74 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass es heute noch eine Rolle spielt, ob man aus dem Osten oder dem Westen Deutschlands kommt. Befragt wurden mehr als 27.000 Menschen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Die gesamte Auswertung finden Sie auf mdr.de.


IAEA: Chef des ukrainischen AKW Saporischschja freigelassen

Der Chef des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist wieder freigelassen worden. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde mit. Behörden-Chef Grossi erklärte, er habe die Bestätigung erhalten, dass der AKW-Chef wohlauf nach Hause zurückgekehrt sei. Er war nach ukrainischen Angaben am Freitag von einer russischen Patrouille festgenommen worden. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde gab Russland an, ihn befragen zu wollen. Das Atomkraftwerk Saporischschja steht seit Monaten unter russischer Kontrolle.


Jüdische Gemeinde Halle: Ausreichend geschützt nach Anschlag

Die jüdische Gemeinde in Halle sieht sich knapp drei Jahre nach dem Anschlag auf die Synagoge offenbar besser geschützt. Der Vorsitzende Privorozki sagte der "Jüdischen Allgemeine", die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden, der Landesregierung und der Stadt habe inzwischen ein wesentlich höheres Niveau erreicht. Privorozki forderte die Politiker trotzdem auf, nachhaltiger zu handeln und strategisch zu denken. Man könne nicht nur auf Ereignisse reagieren. Der antisemitische Anschlag auf die Hallesche Synagoge jährt sich am kommenden Sonntag zum dritten Mal.


Altmarkkreis Salzwedel: Autofahrer bei Engersen tödlich verunglückt

Bei einem Verkehrsunfall im Altmarkkreis Salzwedel ist ein Autofahrer ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben war der 75-Jährige heute Mittag auf der Kreisstraße zwischen Engersen und der Bundesstraße 71 auf nahezu gerader Strecke von der Fahrbahn abgekommen und mit einem Straßenbaum zusammengestoßen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Straße musste für vier Stunden gesperrt werden. Warum es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Wegen einer Baustellensperrung der B 71 wird die holprige Kreisstraße derzeit von einigen Autofahrern als Umleitungsstrecke genutzt.


BUND: Grünes Band leidet unter Trockenheit

Der Bund für Umwelt und Naturschutz beklagt Folgen der Trockenheit am Grünen Band. Der stellvertretende Landesvorsitzende Leupold forderte bei MDR SACHSEN-ANHALT, sofort dagegenzusteuern. So müssten in nassen Zeiten mehr Flächen länger unter Wasser stehen können. Dafür sei es nötig, Stauanlagen wieder instand zu setzen und in einem gewissen Umfang Entwässerungsanlagen zurückzubauen. Nach den Worten Leupolds ist am Grünen Band bereits die komplette Fischfauna ausgefallen. Dadurch finde zum Beispiel der Fischotter keine Nahrung mehr. Das Grüne Band am ehemaligen innerdeutschen Todesstreifen gilt als eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Europas.


Großer Bahnhof in Wallendorf – chilenischer Militärattaché bei Eröffnung von Gedenkstein für preußischen Offizier Körner zu Gast

Der 700-Seelen-Ort Wallendorf im Saalekreis hat heute hohen Besuch aus Chile gehabt. Der Militärattaché Oberst Eugenio Ribba war bei der Eröffnung eines Gedenksteins für den preußischen General Emil Körner zu Gast. Körner war 1846 in Wallendorf, das damals noch Wegwitz hieß, geboren worden und später Militärberater in Chile. Auf Körner geht auch die Pickelhaube zurück, die noch heute bei Militärparaden zu sehen ist.

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