Kostenerhöhung Neuer Strombrückenzug in Magdeburg wird teurer

Weil es bei der Vergabe Verzögerungen gab, wird das Magdeburgrer Großbauprojekt rund um den neuen Strombrückenzug teurer als erwartet. Inzwischen rechnet die Stadt mit Gesamtkosten in Höhe von rund 180 Millionen Euro - die aber größtenteils mit Fördermitteln finanziert werden.

Betonpumpen stehen am Fundament des Widerlagers West der neuen Pylonbrücke in der Landeshauptstadt.
Der Bau der neuen Strombrücke in Magdeburg wird erneut teurer. Bildrechte: dpa

Der Neubau des Strombrückenzugs über die Elbe in Magdeburg wird teurer als erwartet. Das hat die Landeshauptstadt nach einer Dienstberatung von Oberbürgermeister Lutz Trümper am Dienstag mitgeteilt. Demnach rechnet die Stadtverwaltung mit einer weiteren Kostenerhöhung um rund 22 Millionen Euro, womit sich die Gesamtkosten des Bauprojekts nun auf etwa 180 Millionen Euro belaufen.

Erneute Kostensteigerung

Ursprünglich waren Baukosten in Höhe von lediglich 120 Millionen Euro für die neue Strombrücke eingeplant. Doch bereits im vergangenen Jahr musste der Stadtrat einer Kostenerhöhung um etwa 38 Millionen Euro zustimmen. Der Stadt zufolge war ein sich hinziehendes Vergabeverfahren ausschlaggebend für die Kostensteigerung.

Hintergrund ist, dass der im Ausschreibungsverfahren unterlegene Baukonzern HOCHTIEF eine Nachprüfung gefordert hatte. Die Stadt hatte sich für den günstigsten Anbieter Züblin entschieden. Dadurch verzögerte sich der Baubeginn für das Projekt immer weiter.

Mehrbedarf höher als angenommen

Und auch der wesentliche Teil der jetzigen Kostenerhöhung sei das Resultat dieser verzögerten Vergabe. So habe ein Gutachten zu den prognostizierten Kosten ergeben, dass der Mehrbedarf für den ersten Nachtrag rund neun Millionen Euro höher liegt, als noch 2020 angenommen worden war. Schuld daran seien unter anderem auch die entstanden Zusatzkosten zum Schienenersatzverkehr der Verkehrsbetriebe, die sich wegen der verzögerten Vergabe erhöht hätten.

Weitere Gründe für die nun gestiegenen Baukosten seien aber auch die archäologische Begleitung des Projekts. Zudem habe es aufgrund des immer wieder hohen Pegelstandes des Elbe Verzögerungen bei den Bohrarbeiten am Ostufer der Alten Elbe gegeben, was letztendlich auch zu Mehrkosten geführt habe.

Finanzierung mit Fördermitteln

Der Stadt zufolge wird ein Großteil der Kosten für das Bauprojekt allerdings mit Fördermitteln finanziert. Am 4. November muss noch der Stadtrat über die geplante Kostenerhöhung abstimmen.

Bauarbeiten am neuen Strombrückenzug bis 2023

An der Strombrücke wird seit Februar 2021 gebaut. Die Brücke soll verlängert werden und künftig das Stadtzentrum mit Brückfeld und Cracau verbinden. Um die beiden Stadtteile zu erreichen, muss man bisher die Zollbrücke und die Anna-Ebert-Brücke überqueren. Bis Ende 2023 soll der neue Brückenzug fertiggestellt sein.

MDR/Thomas Tasler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. September 2021 | 06:30 Uhr

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