Kinder haben Kommando Kinderstadt "Ottopia" in Magdeburg eröffnet

Wählen, regieren, mitbestimmen, in Berufen arbeiten und Geld verdienen: All das wird für Kinder in der Kinderstadt "Ottopia" elebbar. Das Projekt hat am Montag in Magdeburg begonnen. Es werden zirka 4.500 Teilnehmende erwartet.

Kinder demonstrieren für bessere Mülltrennung in der Kinderstadt Ottopia. Sie halten Pappschilder hoch.
Wahlen, Petitionen und Demonstrationen sind nur einige Möglichkeiten, die die Kinder von Ottopia nutzen, um ihre eigenen Interessen zu vertreten. Bildrechte: MDR/Gianluca Carusone

In Magdeburg ist am Montag die Europäische Kinderstadt "Ottopia" eröffnet worden. Zwei Wochen lang können Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren die fiktive Stadt ganz nach ihren eigenen Ideen und Vorstellungen gestalten. Sie sollen dabei nicht nur spielerisch Demokratie erleben, sondern können sich auch in 40 verschiedenen Berufen ausprobieren. Gemeinsam müssen die Kinder auch eine Finanzkrise bewältigen, sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen und Wahlen abhalten.

Kinderstadt "Ottopia" prinzipiell für alle Kinder offen

Kinder können die Kinderstadt zu jeder Uhrzeit betreten und verlassen. Die Verantwortlichen empfehlen allerdings, dass sie möglichst viele zusammenhängende Stunden in der Stadt haben, um sich an den größeren Prozessen wie beispielsweise Abstimmungen zu beteiligen. Prinzipiell können Kinder auch unangemeldet kommen, eine Anmeldung sei jedoch ratsam, da angemeldete Teilnehmer beim Einlass Vorrang hätten. Das Angebot ist in diesem Jahr erstmals kostenlos.

Zur Kinderstadt im Amtsgarten Ottersleben werden etwa 4.500 Teilnehmer erwartet. Betreut werden sie von rund 40 freiwilligen Helfern. Das Projekt wird von der Stadt Magdeburg gefördert. Im Mittelpunkt stehen die Themen gesellschaftliches Zusammenleben, Selbst- und Mitbestimmung sowie Arbeit und Lohn. Wie die Verantwortlichen betonen, setzen sich die Kinder damit völlig eigenverantwortlich auseinander.

Kinderstadt will politische Willensbildung erfahrbar machen

"Kinderstädte sind ein wichtiger Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit. Sie vermitteln frühzeitig Demokratie, machen politische Willensbildung erfahrbar und zeigen Kindern selbstbestimmt und spielerisch, wie unsere Gesellschaft funktioniert", sagt Lea Riedel, die das Projekt gemeinsam mit Antonia Pilz leitet.

In den Vorbereitungen wurde das Projektteam unter anderem von einem eigens eingesetzten Kinderrat unterstützt. Dieser trifft sich monatlich in der Europäischen Jugendbildungsstätte Magdeburg, um das Kinderstadtkonzept weiterzuentwickeln und das Spielgeschehen mitzugestalte.

"Ottopia" verfolgt europäischen Ansatz

"Ottopia" soll eine durch und durch europäische Stadt sein. Dank langjähriger Partnerschaften erwartet das Team laut einer Pressemitteilung auch Kinder aus Frankreich, Litauen und Polen.

In Halle wird alle zwei Jahre auf der Peißnitzinsel eine Kinderstadt veranstaltet. In der Saalestadt wurde das Projekt bereits im Juli veranstaltet. Die Organisatoren zogen hier eine positive Bilanz. Insgesamt hatte die Kinderstadt in diesem Jahr knapp 9.000 Besucher. Zu Spitzenzeiten sind laut Projektleiterin Christin Wenig etwa 600 Kinder gleichzeitig in der Stadt gewesen.

MDR (Andrea Poschwald, Daniel Salpius)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Heute | 08. August 2022 | 19:00 Uhr

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