Im Jerichower Land Wolfsrudel zwischen Magdeburg und Gommern nachgewiesen

Im Jerichower Land ist ein Wolfsrudel nachgewiesen worden. Wie bekannt wurde, sollen die Tiere bereits seit mehreren Jahren zwischen Gommern und Magdeburg leben. Das Landesamt für Umweltschutz rät dazu, Sichtungen zu melden sowie die Tiere nicht anzulocken oder zu füttern.

Zwei Wolfswelpen streifen durch Heidelandschaft..
In dem Wolfsrufel sollen sich auch Welpen befinden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Im Jerichower Land ist ein bislang nicht bekanntes Wolfsrudel nachgewiesen worden. Wie das Landesamt für Umweltschutz mitteilte, wurde es in der Nähe von Wahlitz zwischen Gommern und Magdeburg entdeckt. Die Tiere hätten sich bereits vor drei Jahren dort angesiedelt. Seither wurden mindestens zwei Welpen geboren. Einer soll bereits im Dezember 2020 bei einem Verkehrsunfall getötet worden sein.

Wie verhalte ich mich, wenn ich einen Wolf sehe? Da Wölfe dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist ein Zusammentreffen mit Menschen zwar selten, aber generell möglich. Man sollte in diesem Fall nicht auf den Wolf zugehen und ihn auf keinen Fall anlocken oder füttern. Dadurch besteht vor allem bei jungen Tieren die Gefahr, dass sie sich an Menschen gewöhnen und ihre natürliche Scheu verlieren. 

Hunde sollten in Wolfsgebieten grundsätzlich an der Leine gehalten werden. Es ist möglich, dass sich freilebende Wölfe für ihren Artgenossen, den Hund, interessieren und ihn womöglich als Eindringling auf ihrem Territorium ansehen. Hunde müssen daher immer in Rufweite bleiben und auf Zuruf gehorchen. Unabhängig davon ist es laut § 28 des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt verboten, "Hunde in der freien Landschaft einschließlich angrenzender öffentlicher Straßen unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Hunde sind in der Zeit vom 1. März bis 15. Juli anzuleinen."

Quelle: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

Wer einen Wolf sieht, sollte es melden

Alle Wolfs-Sichtungen sowie weitere Hinweis-Funde wie Spuren oder Risse, die auf Aktivitäten von Wölfen hindeuten, sollten an das Wolfskompetenzzentrum gemeldet werden. Dies sei für eine möglichst genaue Erfassung des Wolfs-Bestandes in Sachsen-Anhalt unerlässlich, hieß es.

Kontakt zum Wolfskompetenzzentrum

Mail: wzi@lau.mlu.sachsen-anhalt.de
Telefon: +49 3939 06 481

MDR (Michael Rosebrock, Fabian Frenzel)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 08. März 2022 | 10:00 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/ea813fb1-817c-42e5-a5ac-fc65cacc0e27 was not found on this server.

Mehr aus Jerichower Land, Magdeburg, Salzlandkreis und Börde

Kinder demonstrieren für bessere Mülltrennung in der Kinderstadt Ottopia. Sie halten Pappschilder hoch. mit Video
Wahlen, Petitionen und Demonstrationen sind nur einige Möglichkeiten, die die Kinder von Ottopia nutzen, um ihre eigenen Interessen zu vertreten und für die Belange anderer einzutreten. Bildrechte: MDR/Gianluca Carusone

Mehr aus Sachsen-Anhalt

Eine Collage aus einer Polizistin mit Radarmessgerät und einer Mutter mit Kind. 1 min
Bildrechte: MDR
1 min 08.08.2022 | 18:00 Uhr

Die drei wichtigsten Themen vom 08. August aus Sachsen-Anhalt erfahren Sie hier kurz und knapp in nur 60 Sekunden. Präsentiert von MDR-Redakteur Julian Mengler.

MDR S-ANHALT Mo 08.08.2022 18:00Uhr 01:09 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-nachrichten-aktuell-achter-august-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Luftaufnahme von der Elbe bei Aken 4 min
Bildrechte: MDR
4 min 08.08.2022 | 16:54 Uhr

Im Lödderitzer Forst fand die bisland größte Deichrückverlegung in Deutschland statt. 2018 wurde das Projekt feritg, das den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und dem Salzlandkreis beim Hochwasser mehr Schutz bieten soll.

Mo 08.08.2022 16:36Uhr 03:38 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/flut-learnings-deichverlegung-aken-naturschutz100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video