Hochwasserschutz Drei Viertel der Deiche in Sachsen-Anhalt saniert

In Sachen Hochwasserschutz geht es vorwärts in Sachsen-Anhalt: Rund drei Viertel aller Deiche im Land sind mittlerweile laut Landesbetrieb für Hochwasserschutz saniert. Im kommenden Jahr soll der Norden des Landes ein Schwerpunkt sein.

Ein Bagger steht auf einem Elbe-Deich.
Mittlerweile sind 75 Prozent der Deiche in Sachsen-Anhalt saniert. Bildrechte: Bernd-Volker Brahms

Rund drei Viertel aller Deiche in Sachsen Anhalt sind saniert. Das hat der Leiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz, Burkhard Henning, MDR SACHSEN-ANHALT bei einem Vor-Ort-Termin in Kleutsch bei Dessau-Roßlau mitgeteilt. Der Deich dort wird zurzeit erhöht und verstärkt.

Henning sagte, man sei froh, dass alle Baufirmen trotz Corona und Lieferengpässen vor allem bei Stahl weitergemacht hätten und keine Baustelle abgebrochen werden musste. Wenn man bedenke, dass im Jahr 2002 von den 1.350 Kilometern Deich im Land nur fünf Prozent den technischen Regelwerken entsprochen hätten, sehe man, welch große Leistung vollbracht worden sei.

Norden bleibt Schwerpunkt

Eines der wichtigsten Projekte in diesem Jahr war Henning zufolge die Deichrückverlegung an der Elbe bei Sandau im Landkreis Stendal. Auch im kommenden Jahr soll der Norden des Landes ein Schwerpunkt sein. Sanierungsarbeiten stehen aber auch am Umflutkanal bei Magdeburg und an der Saale an.  

Deiche müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Entsprechen sie den technischen Regelwerken nicht, drohen sie zu brechen. Welche Folgen das haben kann, zeigten in Sachsen-Anhalt die Flutkatastrophen in den Jahren 2002 und 2013. Im August 2002 war in Pouch bei Bitterfeld ein Deich geborsten und die Stadt drohte zu überfluten.

Männer stehen am Fluss. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR (Grit Lichtblau, Cornelia Winkler)

 

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. Dezember 2021 | 13:30 Uhr

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