Archäologie 4.500 Jahre alte Pfeilspitze in Dessau gefunden

Eigentlich war er auf der Suche nach einem verloren gegangenen Schmuckstück. Doch was Ringjäger Steven Kutzbach vom Grund des Dessauer Waldbades ans Tageslicht beförderte, war eine Jahrtausende alte Pfeilspitze. Der Zufallsfund soll demnächst im Naturkundemuseum ausgestellt werden.

Hand hält wenige Zentimeter große dunkle Pfeilspitze
Über 4.000 Jahre schlummerte die Pfeilspitze auf dem Grund des Wadbades in Dessau. Bildrechte: Jana Müller

Bei der Suche nach einem verlorenen Ehering auf dem Grund des Dessauer Waldbades hat ein Taucher eine alte Pfeilspitze gefunden. Archäologe Hans-Peter Hinze begutachtete den wenige Zentimeter großen Fund. Nach ersten Erkenntnissen geht er davon aus, dass die Pfeilspitze vor etwa 4.500 Jahren in der Jungsteinzeit im Einsatz gewesen sein könnte.

Die Pfeilspitze aus Feuerstein sei gut erhalten und sehr scharfkantig. Vermutlich sei sie aber eher an einem Messer befestigt gewesen, so Hinze.

Ringjäger findet Pfeilspitze

Gefunden hatte die Pfeilspitze Steven Kutzbach, der es sich mit seinem Verein "Ringjäger" zur Aufgabe gemacht hat, verloren gegangene Schmuckstücke wiederzufinden. Dazu war er auch ins Dessauer Waldbad gerufen worden. Eine Besucherin hatte beim Baden ihren Ehering verloren. Den fand Kutzbach wieder, hatte mit dem Ring rein zufällig die steinerne Pfeilspitze in seiner Wattschaufel.

Ab November im Museum

Der außergewöhnliche Zufallsfund soll ab November im Dessauer Museum für Naturkunde und Vorgeschichte ausgestellt werden. Über den kuriose Fund hatte zunächst die Mitteldeutsche Zeitung berichtet.

MDR (Jana Müller, Moritz Arand)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Oktober 2022 | 10:30 Uhr

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