Hohe Preise Köthens Oberbürgermeister fordert sofortige Hilfe vom Bund

Der Oberbürgermeister von Köthen, Bernd Hauschild, hat in einem offenen Brief eine sofortige Hilfe des Bundes gefordert. Auf Grund der hohen Energiepreise drohten sonst Massenschließungen von Unternehmen und immer mehr Menschen seien auf Wärmehallen und Tafeln angewiesen. Mit seinen Forderungen ist er nicht alleine.

Bernd Hauschild, Oberbürgermeister von Köthen (parteilos), lächelt leicht in die Kamera.
Bernd Hauschild, Oberbürgermeister von Köthen (parteilos), fordert Hilfen vom Bund (Archivbild). Bildrechte: dpa

Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild (parteilos) hat von der Bundesregierung sofortige Hilfe gegen die stark gestiegenen Gas- und Strompreise gefordert. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb Hauschild, die Bürger Köthens machten sich mit Blick auf den Winter Sorgen um eine warme Stube und bezahlbare Elektrizität. Er spreche sich für die Deckelung der Energiepreise aus.

Nach den Coronajahren drohen laut Hauschild nun erneut Massenschließungen in Köthens Innenstadt. Vor allem mittelständischen Händler und Betriebe wie Bäckereien und Metzgereien seien gefährdet. Um dem entgegenzuwirken, brauche es Hilfeleistungen des Bundes.

Hauschild verwies in dem Brief auch auf die hohen Lebensmittelpreise, wodurch immer mehr Menschen Unterstützung durch die Köthener Tafel brauchen. Auch warnte er davor, dass Menschen mit geringem Einkommen womöglich Wärmehallen aufsuchen müssten und sich dort mit Krankheiten infizieren könnten.

Viele Forderungen erreichen den Bund

Mit seinen Forderungen ist Bernd Hauschild nicht allein. Viele Menschen kämpfen mit den anstehenden Kosten. Neben vielen Unternehmen haben auch Kommunen und Länder um die Hilfe des Bundes gebeten. "Ich habe die große Hoffnung, dass es Ausgleichsleistungen auch vom Bund und vom Land geben wird. Die muss es einfach geben", sagte etwa Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris MDR SACHSEN-ANHALT am Montag.

Debatten um Entlastungspaket und Abwehrschirm

Die Debatten zwischen Bund und Ländern um das geplante Entlastungspaket in Höhe von 60 Milliarden Euro halten derweil an. Die Länder hatten kritisiert, dass sie ihrer Meinung nach zu hohe Anteile des Entlastungspakets finanzieren müssten.

Bundeskanzler Scholz verkündete heute, auf die umstrittene Gasumlage zu verzichten und stattdessen einen umfangreichen Abwehrschirm auf den Weg zu bringen, um Energiepreise zu begrenzen. Das Paket soll einen Umfang von 200 Milliarden Euro haben. Zu den geplanten Maßnahmen gehört eine sogenannte Gaspreisbremse. Scholz betonte, die Bundesregierung werde alles tun, damit Rentner, Familien, Handwerksbetriebe und die Industrie die Energiepreise bezahlen können.

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MDR (Max Hensch, Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 29. September 2022 | 17:45 Uhr

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