Die Medienschau

Kommentare zur Nominierung von Kamala Harris als US-Vizekandidatin

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist das die wohl beste Entscheidung, die Joe Biden treffen konnte.", schreibt taz.online . "Wie Barack Obama 2018 ist auch Harris erst seit wenigen Jahren [...] auf nationaler Ebene bekannt. [...] Es ist nicht einfach, Kamala Harris eindeutig zu verorten. Gerade das macht sie manchen suspekt, aber für Biden interessant. [...] Mit Kamela Harris ist für alle etwas dabei: Der historische Schritt der ersten schwarzen Frau als Vizekandidatin und sowohl progressive als auch neoliberale Aspekte in ihrer Karriere."

Die Volksstimme in Magdeburg findet: "Es wird eng für Donald Trump. Mit Kamala Harris an seiner Seite steigen die Chancen für Joe Biden, das liberale, multikulturelle und jüngere Amerika ausreichend zu mobilisieren. Der erfahrene Präsidentschaftskandidat hat allein nicht das Zeug dazu, Aufbruchsstimmung zu erzeugen. [...] Entscheidend wird sein, ob Trump seine Wähler noch einmal an die Wahlurnen bringt."

Die Märkische Oderzeitung aus Frankfurt ist der Meinung: "Joe Biden geht auf Nummer sicher. Kamala Harris soll als ergänzendes Yin zum alten weißen Yang - das Biden nun mal ist - funktionieren [...]. Doch Harris nur als das Feigenblatt an seiner Seite zu sehen, hieße, ihren tatsächlichen politischen Wert zu verkennen. Es war Harris, die Biden in den demokratischen Vorwahlen am härtesten attackiert hat - in Sachen Rassismus und Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen."

Bei FAZ.net ist zu lesen: "Biden hatte mit vielen Bewerberinnen gesprochen, doch der Druck aus der Partei, eine schwarze Frau auszuwählen, war angesichts der Massenproteste gegen Rassismus, Diskriminierung und Poliziegewalt immer größer geworden - Biden hat sich dem nicht verweigert. Das politisch-gesellschaftliche Klima hat ihm die Entscheidung quasi abgenommen.

Und zum Schluss fasst die Rhein-Neckar-Zeitung zusammen: "Harris könnte schon aufgrund ihres Alters ( aber auch aufgrund des Alters von Biden ) nicht nur die erste weibliche Vizepräsidentin werden, sondern auch die erste Präsidentin überhaupt. [...] Die Reaktionen aus dem Trump-Lager zeigen in ihrer Verbissenheit und Aggressivität, dass Biden mit der Kür von Harris alles richtig machte. Jetzt liegt es in der Hand der amerikanischen Wählerinnen und Wähler die Welt von diesem Albtraum-Präsidenten zu befreien."