Umwelt Naturbewusstsein in Deutschland gewachsen

Die Deutschen entwickeln ein immer stärkeres Bewusstsein für die Natur. Das geht aus einer Studie des Bundesumweltministeriums hervor. Viele wollen sich stärker für den Naturschutz einsetzen. Auf große Skepsis stößt die Gentechnik.

Blühende Sonnenblumen auf einem Feld
Das Naturbewusstsein der Deutschen wächst. Bildrechte: IMAGO

Das Naturbewusstsein der Deutschen ist gewachsen. Zu diesem Schluss kommt die Naturbewusstseinsstudie 2019 des Bundesumweltministeriums. In der repräsentativen Umfrage gaben 62 Prozent der gut 2.000 befragten Menschen an, sich darüber zu ärgern, wenn mit der Natur sorglos umgegangen wird.

"Der Naturschutz findet mehr und mehr Rückhalt in der Bevölkerung", schlussfolgert Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Das gelte mit Blick auf nationale Belange als auch international.

Aus der Studie geht außerdem hervor, dass sich die Menschen nicht bloß reine Informationen über Natur und Umwelt wünschen. Es sei ein deutlicher Anstieg in der Handlungsbereitschaft, sich für Naturschutz einzusetzen, zu erkennen. Die Kommunikations- und Bildungsarbeit solle daher weniger auf die reine Wissensvermittlung ausgerichtet sein, sondern stärker als bisher darauf, "Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln und konkrete Angebote zu deren Umsetzung zu machen".

Blühstreifen für Biologischen Schädlingsbekämpfer 3 min
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Wiesenblumen wie Schafgarbe und Wiesenknopf sind nicht nur wertvolle Nektarspender für Bienen, sie locken auch zahlreiche Nützlinge an. Florfliegen, Spinnen und Co. finden dort Lebensraum und helfen gegen Schädlinge.

MDR FERNSEHEN Do 30.07.2020 19:00Uhr 02:36 min

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Skepsis gegenüber Gentechnik

95 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass eine mögliche Auswirkung von Gentechnik auf die Natur untersucht werden sollte. 81 Prozent sprachen sich für ein Verbot von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft aus. Die deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich zudem für eine Kennzeichnung entsprechender Lebensmittel aus.

Etwa drei Viertel hält die Energiewende für richtig. Allerdings findet den Angaben nach weniger als jeder Vierte Windräder an Land oder Solaranlagen auf Feldern und Wiesen gut. Solaranlagen auf und an Gebäuden befürworten dagegen 58 Prozent. Mehrheitlich negativ gesehen werden mehr Hochspannungsleitungen: Gut jeder Fünfte lehnte sie ab, weiteren knapp 40 Prozent würden mehr Leitungen nicht gefallen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. August 2020 | 11:30 Uhr

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