Chronik Das war der Juni 2021

Die CDU geht aus der Wahl in Sachsen-Anhalt als klarer Gewinner hervor. Während die Impfquote steigt, sinkt die Zahl der Coronavirus-Infektionen. Hitze führt in Mitteldeutschland zu Unwettern und in Tschechien zu einem Tornado.

Ereignisse in Mitteldeutschland

  • In Thüringen wird derweil anhaltend über die Frage diskutiert, ob es im September eine Landtagswahl geben soll. Linke, SPD und Grüne sowie die CDU haben sich darauf längst geeinigt, müssen dafür aber gemeinsam einige parlamentarische Hürden nehmen. Außerdem ist in dem Neuwahl-Streit nicht klar, ob bei der Abstimmung zur Auflösung des Landtags die notwendige Zweidrittelmehrheit zustande kommt, weil vier CDU-Parlamentarier nicht zustimmen wollen.

  • In Leipzig und Jena, aber auch in anderen Städten in Deutschland sorgen große Open-Air-Partys von Jugendlichen an öffentlichen Orten für Ärger. Die Städte suchen nach Lösungen.

  • Heftige Unwetter, die auf extreme Hitze folgen, sorgen in Mitteldeutschland für Schlagzeilen. Es kommt zu Starkregen, Blitzeinschlägen und lokalen Überschwemmungen.

Ereignisse in Deutschland und der Welt

  • Sinkende Infektionszahlen und eine immer höhere Impfquote prägen die Lage in der Corona-Pandemie. Ab dem 7. Juni fällt die Impfpriorisierung weg. Nun kann sich jeder um einem Impftermin bemühen. Ab 14. Juni gibt es den digitalen Impfpass in Apotheken. Mitte Juni sinken die Inzidenzen bundesweit in den einstelligen Bereich. Die Corona-Regeln werden nach und nach gelockert. Sorgen macht die sogenannte Delta-Variante. Die Virusmutante soll ansteckender sein und verbreitet sich auch zunehmend in Deutschland.

  • Vom 7. bis 11. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G7 im englischen Cornwall. Die Spitzenpolitikerinnen und -politiker der großen Industrienationen einigen sich unter anderem auf eine globale Mindeststeuer für Unternehmen und ein Infrastukturprogramm für ärmere Länder. Außerdem versprechen Deutschland, die USA und die weiteren Partner Maßnahmen zum Klimaschutz und kritisieren Russland und China.

  • Am 11. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft mit einem Eröffnungsspiel in Rom. Das Turnier wird in elf Stadien in unterschiedlichen europäischen Ländern ausgetragen. Deshalb, und weil während der Pandemie teils Zehntausende Zuschauer zugelassen werden, gibt es Kritik. Zum Politikum wird die Beleuchtung der Münchner Arena während des Spiels der deutschen Mannschaft gegen Ungarn. Mit der Beleuchtung in Regenbogenfarben sollte gegen ein neues Gesetz in Ungarn ein Zeichen gesetzt werden, das sich gegen die Aufklärung von Homosexualität und Transsexualität richtet. Der Europäische Fußballverband UEFA verbietet die Beleuchtung. Die deutsche Mannschaft scheidet bei der EM frühzeitig aus. Sie unterliegt im Viertelfinale England mit 0:2.

  • Nach knapp 29 Jahren wird am 17. Juni die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen aufgelöst. Der letzte Beauftragte Roland Jahn sieht die Akten beim Bundesarchiv in guten Händen.

  • Bei einem außergewöhnlich starken Tornado im Südosten Tschechiens werden am 24. Juni mehrere Dörfer schwer verwüstet. Mindestens fünf Menschen kommen ums Leben, mehr als 200 werden verletzt.

  • Ein 24-jähriger Somalier tötet am 25. Juni in der Würzburger Innenstadt mehrere Menschen mit einem Messer. Die Tat sorgt deutschlandweit für Entsetzen. Vor Ort trauern die Menschen. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Motiv aus.

  • Bei einem Autobombenanschlag in Mali werden zwölf Bundeswehrsoldaten verletzt. Sie werden zurück nach Deutschland ausgeflogen. Die Bundesregierung verteidigt den Einsatz als notwendig.

  • Am 29. Juni werden die letzten Soldaten und Soldatinnen aus Afghanistan ausgeflogen. Damit ist der Einsatz am Hindukusch nach fast 20 Jahren beendet.

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