Coronavirus-Pandemie Ticker vom Sonntag: Starker Anstieg von Omikron-Fällen in EU-Ländern

Mehrere EU-Länder, wie Dänemark und Großbritannien, haben einen sprunghaften Anstieg von registrierten Omikron-Fällen gemeldet.Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will gut vorbereitet in das Verfahren zur Entscheidung über eine Impfpflicht gehen. Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski, Mitglied im Deutschen Ethikrat, sieht eine allgemeine Impfpflicht kritisch. Alle aktuellen Entwicklungen zur Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Omikron 3D Collage mit Impfdose
In Großbritannien und Dänemark haben sich die registrierten Omikron-Fälle innerhalb weniger Tage verdoppelt bzw. verdreifacht. Bildrechte: imago images/Alexander Limbach

Unser Ticker am Sonntag, 5. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:17 Uhr | Ab Montag strengere Regeln in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verschärft die Corona-Regeln. Dafür hat die Landesregierung am Samstag eine neue Schutzverordnung beschlossen. So gilt ab Montag unter anderem 2G im Einzelhandel. Ausgenommen davon sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Drogerien, aber auch Bau- und Gartenbaumärkte. Es wird den Angaben zufolge außerdem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben: Zusammenkünfte werden auf einen Haushalt und zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren. In Schulen gilt Maskenpflicht für alle Klassenstufen, Silvester soll es ein Feuerwerksverbot geben. Mehr Informationen im Video:

21:56 Uhr | Initiative will Weihnachtsmarkt-Händlern helfen

Viele Weihnachtsmärkte waren in Sachsen schon aufgebaut, als die Landesregierung beschlossen hat, dass wegen Corona dieses Jahr keine Weihnachtsmärkte im Freistaats stattfinden dürfen. Ein Projekt in Dresden versucht nun dem Handel zu helfen, der auf seiner Ware sitzenbleibt. Mehr im Video:

20:56 Uhr | Erneut Corona-Proteste in Thüringen und Sachsen

In Thüringen und Sachsen haben am Sonntagabend wieder mehrere tausend Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. Dabei wurde die bislang größte Kundgebung aus dem thüringischen Sonneberg gemeldet. Dort versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 1.100 Menschen, einige von ihnen mit Fackeln, Lampions und Lichterketten. Obwohl der Aufmarsch gegen die Corona-Auflagen verstieß, ging die Polizei nicht dagegen vor. Sie sprach von einem friedlichen Verlauf. Weitere Proteste gab es unter anderem in Erfurt, Gotha und Bad Langensalza. Schon gestern waren thüringen-weit einige tausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die verschärften Einschränkungen zu protestieren.

Auch in mehreren sächsischen Städt fanden wieder Kundgebungen statt. In Freiburg versammelten sich 150 Menschen auf dem Obermarkt. Ein Mann griff dabei einen Polizisten an und verletzte ihn leicht. Ein Transporterfahrer verweigerte die Fahrzeugkontrolle und fuhr stattdessen auf eine Beamtin zu. Gegen beide Männer wurden Strafanzeige gestellt.

Mehrere Polizisten in schwarzer Montur nehmen eine Person fest.
Polizisten nehmen einen Mann auf dem Freiburger Obermarkt fest, der einen Polizisten angegriffen hatte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

20:08 Uhr | Quedlinburger Weihnachtsmarkt endet auf Händlerwunsch

In Quedlinburg wird der Weihnachtsmarkt am Abend nach nur zwölf Tagen vorzeitig beendet. Wie die Tourismus-Marketing Gesellschaft mitteilte, erfolgt das auf Wunsch der Händler. Knapp drei Viertel hätten sich bei einer Befragung für einen Abbruch ausgesprochen. Als Grund sei die Einführung der 2G+-Regel genannt worden. Damit könnten die Stände ab morgen nicht mehr gewinnbringend oder auch nur kostendeckend betrieben werden. Die Märchenszenen, die Weihnachtsbäume und die festliche Beleuchtung in der Stadt sollen aber wie geplant bis 22. Dezember stehen bleiben.

19:08 Uhr | Verdi warnt vor Gewalt gegen Journalisten bei Corona-Protesten

Die Gewerkschaft Verdi warnt vor zunehmenden Angriffen auf Journalisten bei den Protesten gegen die Corona-Politik. Der Berliner Geschäftsführer der Verdi-Journalistenorganisation DJU, Jörg Reichel, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, ein Teil der Demonstranten sei gewaltbereit. Sie scheuten auch nicht davor zurück, Reporterinnen und Reporter körperlich anzugreifen. Die Hemmschwelle sei mittlerweile sehr niedrig. Reichel bezog das vor allem auf weite Teile Sachsens. Dort gebe es auch kaum Schutz durch die Polizei, da die Behörden das Gewaltpotenzial der Protestierer stets unterschätzten. Da müsse dringend gehandelt werden.

17:55 Uhr | Auch Großbritannien meldet starken Anstieg an Omikron-Fällen

Nach Dänemark hat auch Großbritannien bekanntgegeben, dass die Zahl der bestätigten Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron im Land sprunghaft gestiegen ist. Die britischen Behörden meldeten einen Anstieg um 50 Prozent auf nun 246 Fälle. Omikron war erst vor kurzem von Wissenschaftlern in Südafrika entdeckt worden. Seitdem wurden auch in zahlreichen europäischen Ländern Infektionsfälle mit der Variante nachgewiesen. Viele Staaten haben inzwischen Corona-Schutzmaßnahmen für die eigene Bevölkerung verstärkt.

16:58 Uhr | Thüringen will Schausteller mit Corona-Hilfen unterstützen

Von Weihnachtsmarkt-Absagen gebeutelte Unternehmen haben Anspruch auf Corona-Hilfen. Das hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) klargestellt. Unter anderem die CDU-Landtagsfraktion hatte zusätzliche Hilfszahlungen für Händler und Gastronomie ins Gespräch gebracht. Tiefensee sagte, Schausteller, Marktleute und Veranstalter von abgesagten Märkten könnten die bis Ende März verlängerte Corona-Überbrückungshilfe nutzen. Sie erstatte anteilig vom Umsatzeinbruch betriebliche Fixkosten und gewähre einen inzwischen erhöhten Eigenkapitalzuschuss. Unverkäufliche Saison- oder verderbliche Waren könnten die Unternehmer abschreiben. Soloselbständige können Tiefensee zufolge monatlich bis zu 1.500 Euro als Neustarthilfe erhalten. Um die schnelle Bearbeitung und Auszahlung zu gewährleisten, will der Minister, falls nötig, die Aufbaubank kurzfristig im Corona-Winter mit zusätzlichem Personal ausstatten.

15:01 Uhr | Dänemark: Sprunghafter Anstieg an Omikron-Fällen

In Dänemark ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron sprunghaft angestiegen. Wie die dänischen Gesundheitsbehörden mitteilten, sind mittlerweile 183 Infektionen mit Omikron nachgewiesen worden. Damit habe sich die Zahl der nachgewiesenen Fälle in Dänemark binnen 48 Stunden mindestens verdreifacht. Diese Entwicklung sei "besorgniserregend". Nach Angaben der Europäischen Union hatte Dänemark noch drei Tage zuvor, am 2. Dezember, lediglich sechs Fälle verzeichnet.

Dänemark hatte wegen der womöglich besonders ansteckenden Omikron-Variante kürzlich seine Corona-Schutzmaßnahmen ausgeweitet. So gilt seit vergangenem Montag erneut eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Gesundheitseinrichtungen.

14:52 Uhr | Niederlande: Ansturm auf Booster-Impfungen führt zu Verkehrschaos

Der Ansturm auf Booster-Impfungen gegen das Coronavirus hat in mehreren niederländischen Städten zu Verkehrschaos geführt. Wie der Gesundheitsdienst für Zentral-Holland mitteilte, ist deshalb das Angebot von Dritt-Impfungen ohne Termin für Menschen über 60 beendet worden. Am Samstag hatten sich lange Schlangen auf den Straßen zu Impfzentren in Leiden, Gouda und Alphen aan den Rijn gebildet. Tausende seien in der Hoffnung, eine Impfung ohne Termin zu erhalten, ins Auto gesprungen, hieß es.

In den Niederlanden sind Auffrisch-Spritzen im Moment vorrangig für ältere Menschen vorgesehen, deren vorige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen ging am Wochenende nach wochenlangem Anstieg erstmals wieder leicht zurück. Wegen vieler Neuinfektionen gilt seit einer Woche ein "Abend-Lockdown": Geschäfte, Kulturstätten, Restaurants und Sportclubs müssen bis 17 Uhr schließen. Nur Supermärkte sind länger offen.

13:50 Uhr | Buschmann: Impfpflicht gut vorbereiten

Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will das parlamentarische Verfahren zur Entscheidung über eine Corona-Impfpflicht nicht überstürzen. Auch die Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht seien sich darin einig, dass die Impfpflicht "nicht vor Februar oder März" kommen müsse, sagte Buschmann dem TV-Sender Phoenix. Zunächst müssten zum Beispiel genügend Impfstoff und genügend Impfärzte organisiert werden.

13:40 Uhr | Dobrindt widerspricht Empfehlung von Wissing

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Empfehlung des designierten Verkehrsministers Volker Wissing kritisiert, an Weihnachten möglichst zu Hause zu bleiben. "Es gibt kein Ausreiseverbot aus Deutschland, auch kein Reiseverbot innerhalb Deutschlands in den Weihnachtsferien", sagt Dobrindt der "Augsburger Allgemeinen". Natürlich seien Reisen möglich, und natürlich unter Beachtung der Coronaregeln. Es verwundere ihn, wenn Wissing als Kritiker der bisherigen Corona-Regeln jetzt offensichtlich an neue umfangreiche Reisebeschränkungen denke. FDP-Generalsekretär Wissing hatte in der "Bild am Sonntag" dazu geraten, Weihnachten zu Hause zu verbringen und "keine größeren Reisen durchs Land zu planen."

13:15 Uhr | Einzelhandel: Maßnahmen drücken den Umsatz

Der deutsche Einzelhandel ist mit den Umsätzen auch am zweiten Adventswochenende unzufrieden. Wie der Handelsverband mitteilte, hatten die Corona-Maßnahmen bereits zuvor für einen schwachen Auftakt des Weihnachtsgeschäfts gesorgt. Das gehe aus einer Umfrage des Verbands unter etwa 1.600 Unternehmen hervor. Demnach fielen die Umsätze der Einzelhändler (außer Lebensmittel) um durchschnittlich 26 Prozent geringer aus als im Vorkrisenjahr 2019. Der Verband bekräftigte seine Forderung, Wirtschaftshilfen anzupassen und den Handel zu unterstützen.

12:16 Uhr | Ethikrat-Mitglied gegen allgemeine Impfpflicht

Eine allgemeine Impfpflicht sieht die Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski, Mitglied im Deutschen Ethikrat, kritisch. Dem "Kölner Stadtanzeiger" sagte Rostalski, eine Impfpflicht für diejenigen, die kein erhöhtes Risiko aufweisen, mit Covid-19 auf der Intensivstation zu landen, lasse sich generell nicht rechtfertigen. Ihrer Ansicht nach hat der deutsche Staat außerdem noch nicht "alle Instrumente in die Hand genommen" bevor er zur Impfpflicht greife. Bedenken gegen eine allgemeine Impfpflicht seien Ausdruck eines Gespürs, "dass der Staat zu weit geht". Sich gegen eine solche Verpflichtung zu verwahren, entspreche einer tiefen Überzeugung vom Recht und seiner Geltung. Die Wissenschaftlerin spricht sich angesichts der großen Zahl von Covid-Intensivpatienten im Alter von über 50 bzw. über 60 Jahren für eine Impfpflicht für über 60-Jährige aus.

12:07 Uhr | Hilfen für Thüringer Marktleute und Schausteller

Für Schausteller und Marktleute, deren Geschäft durch die Schließung aller Weihnachtsmärkte in Thüringen weggebrochen ist, soll es zusätzliche Hilfen geben. Das erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt. Dazu gebe es eine Regelung in der bis März 2022 verlängerten Überbrückungshilfe. Über die anteilige Erstattung betrieblicher Fixkosten hinaus sei ein höherer vereinfachter Eigenkapitalzuschuss vorgesehen, kündigte der SPD-Politiker an.

Beleuchtete Weihnachtsbuden stehen auf einem Markt, davor ein mit Flatterband abgesperrter Durchgang. 5 min
Bildrechte: MDR/Jan Schönfelder
5 min

Kurz nach der Eröffnung mussten die Weihnachtsmärkte in Thüringen schon wieder schließen. Die Weihnachtsmarktfrage hat sich in dem Bundesland zu einem absoluten Politikum hochgeschaukelt. Ein Rückblick.

MDR KULTUR - Das Radio Do 25.11.2021 18:00Uhr 04:35 min

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10:58 Uhr | Urlaubsflüge ab Erfurt gut gebucht

Urlaubsflüge vom Flughafen Erfurt-Weimar sind trotz Pandemie und Corona-Regeln gut gebucht. Das teilte die Flughafenleitung mit. Der Winterflugplan mit Zielen wie Kanarische Inseln oder Hurghada in Ägypten laufe ohne Einschränkungen. Um Weihnachten und zum Jahreswechsel seien die Flüge gut besetzt, aber noch nicht ausgebucht. Der Flughafen war monatelang coronabedingt bis Ende Juni geschlossen. Daher rechnet der Airport in diesem Jahr mit nur 75.000 Passagieren. 2019 waren es noch gut 156.000 Fluggäste.

10:42 Uhr | Über das Geschäft mit gefälschten Impfpässen

Angesichts der massiven Einschränkungen für Ungeimpfte wird die Nachfrage nach gefälschte Impfnachweisen gegen Covid-19 mutmaßlich immer größer. Zwei Reporter von MDR exactly haben sich unter Pseudonym auf die Suche nach einer solchen Fälschung begeben und sind über den Messengerdienst Telegramm auch rasch fündig geworden. Dann trafen sie den jungen Mann, der die Fälschungen angeboten hatte. Die ganze Geschichte dazu im folgenden Artikel:

09:31 Uhr | Drei sächsische Landkreise bei Inzidenz über 2.000

Bundesweit weisen mittlerweile drei Landkreise eine Inzidenz von über 2.000 auf – alle liegen in Sachsen. Der höchste Wert wird aus dem Kreis Mittelsachsen mit rund 2.209 gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Auch die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegen laut RKI über der 2.000er-Schwelle. Nach den Daten des Risklayer-Projekts (siehe Grafik) liegen die Werte in den betroffenen Landkreisen bei 2.357,7 (Mittelsachen), 2.274 (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) sowie 2.062 (Landkreis Meißen).

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Daten des RKI sowie von Risklayer erneut leicht gesunken. Nach Angaben von Risklayer lag der Wert am Morgen bei rund 479. Gestern hatte er bei 483 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages mehr als 42.000 positive Tests. Vor einer Woche waren es noch gut 2.300 mehr. Im Zusammenhang mit dem Virus starben laut RKI 94 weitere Menschen.

08:14 Uhr | Polen und Schweiz jetzt Hochrisikogebiete

Seit Mitternacht gelten auch Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete. Die Bundesregierung hatte die beiden Länder am Freitag zu der Liste von knapp 60 Staaten hinzugefügt. Auf dieser stehen auch bereits die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien, Österreich und Tschechien. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Fünf Tage nach der Einreise kann man sich mit einem negativen Test freitesten. Die Schweiz hat ihrerseits gestern für Deutsche die Einreiseregeln verschärft. Danach muss jeder, der in die Schweiz reist, einen negativen PCR-Test vorweisen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte. Zudem muss nach Einreise ein zweiter Test gemacht werden. Ausnahmen gibt es nur für grenznahe Regionen wie Baden-Württemberg und Bayern.

07:10 Uhr | Künftiger Verkehrsminister rät von Reisen zu Weihnachten ab

Der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat an die Bundesbürger appelliert, zu Weihnachten zu Hause zu bleiben. Wissing sagte der "Bild am Sonntag", der Winter 2021 werde dramatischer als der vergangene Winter. In der aktuellen Situation seien Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. Es scheine sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu verbringen und nicht größere Reisen durchs Land zu planen.

06:47 Uhr | Sächsische Linke: Regierung mitverantwortlich für radikale Demos

Die Linke in Sachsen gibt der Landesregierung eine Mitschuld an der Radikalisierung der Corona-Proteste. Die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz sagte MDR AKTUELL, das Corona-Management sei ein Riesenproblem. Der eine sage dies, der andere sage das. Außerdem würden beschlossene Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt. Nach der sächsischen Corona-Verordnung sind derzeit nur Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt. Trotzdem versammeln sich immer wieder mehr Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.

Auch in vielen Thüringer Städten gab es gestern wieder solche Proteste. Die größte Kundgebung wurde am Abend aus Greiz mit etwa 1.500 Menschen gemeldet. In Eisenach protestierten etwa 500 Menschen, in Kahla und Bad Liebenstein jeweils rund 250. Weitere Aktionen fanden unter anderem in Rudolstadt und Sondershausen statt.

06:28 Uhr | Experten: Noch mindestens fünf Jahre Corona

Britische Experten gehen davon aus, dass das Coronavirus noch mindestens die nächsten fünf Jahre die Gesellschaft beherrschen wird. Das berichtet die Zeitung "Independent", die aus einer Analyse der Regierungsberater zitiert. Demnach gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es fünf bis zehn Jahre dauere, bis sich Covid-19 in einen endemischen Zustand eingependelt habe, bei dem das Virus weiter präsent, aber keine Bedrohung mehr sei. Die Experten forderten, das aktive Pandemie-Management langfristig fortzusetzen. Würden außer Impfungen keine anderen Maßnahmen ergriffen, könnte der endemische Zustand schneller erreicht werden. Dies führe aber auch zu höheren Todeszahlen und einer stärkeren Belastung der Gesundheits- und Pflegedienste.

06:15 Uhr | Erneut Proteste in Wien – 40.000 Menschen bei Demos

Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen halten in Wien einen Banner mit der Aufschrift Wir sind das Volk
Vereinzelt kam es in Wien zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Bildrechte: dpa

In Wien sind gestern erneut zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht zu protestieren. In der österreichischen Hauptstadt fanden mehrere Demonstrationen statt, an denen sich der Polizei zufolge mehr als 40.000 Menschen beteiligten. Etwa 1.200 Polizisten waren im Einsatz, es gab mehrere Festnahmen. Teilnehmer hätten mit Pyrotechnik geworfen, die Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, teilte die Polizei mit.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonntag, 5. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

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