Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Demonstrationen für und gegen Corona-Auflagen

In mehreren Städten hat es wieder Demos und Gegendemos gegeben. Verfassungsschutzchef Haldenwang sieht bei Corona-Protesten eine neue Szene von Staatsfeinden. Die Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Und der Marburger Bund dankt Dresdner Medizinstudierenden.Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Menschen demonstrieren mit Schildern mit der Aufschrift "Impfen statt Schimpfen!", "Ihr tanzt auf 115.00 Gräbern" und "Quer-"denken" tötet".
Demonstration für die Corona-Maßnahmen Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 15. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:55 Uhr | Wirte in den Niederlanden öffnen trotz Verbots

Fast überall in den Niederlanden haben sich Gastwirte heute über Corona-Vorschriften hinweggesetzt. Sie öffneten für mehrere Stunden ihre Kneipen, Cafés und Restaurants. Damit protestierten sie dagegen, dass die Branche von der Aufhebung des landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist.

Die Regierung in Den Haag hat nach rund vier Wochen einen Teil der Corona-Auflagen aufgehoben - trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.300. Laut Premierminister Rutte dürfen Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen wieder öffnen. Geschlossen bleiben dagegen Gaststätten, Museen, Theater und Kinos.

21:26 Uhr | Eine Milliarde Corona-Impfdosen für ärmere Länder

Das internationale Impfstoffprogramm Covax hat mehr als eine Milliarde Corona-Impfdosen in ärmere Länder geliefert. Die internationale Impfallianz Gavi teilte mit, die einmilliardste Dosis sei in einer Lieferung gewesen, die am Sonnabend in Ruanda angekommen sei.

Insgesamt haben 144 Länder durch das Programm Covax Impfdosen erhalten. Finanziert wurde das durch internationale Spenden in Höhe von zehn Milliarden Dollar. Gavi-Chef Seth Berkley verwies darauf, dass die Impfstoff-Verteilung dennoch sehr ungleich sei. 41 Prozent der Weltbevölkerung hätten noch keine einzige Impfdosis erhalten.

19:55 Uhr | Demos in vielen deutschen Städten

In mehreren deutschen Städten hat es wieder Demonstrationen für und gegen die staatlichen Corona-Regeln gegeben. Im badischen Freiburg zogen laut Polizei etwa 6.000 Gegner der Maßnahmen durch die Stadt. Vorher hätten sich dort rund 2.500 Menschen versammelt, um unter anderem gegen Verschwörungsideologien und Corona-Verharmlosung zu protestieren.

Polizei zu Pferde bei Absicherung einer Demonstration.
Polizei in Frankfurt am Main Bildrechte: dpa

In Hamburg gingen rund 3.000 Menschen aus Protest gegen Corona-Leugner auf die Straße. Trotz eines Verbots kamen auch 3.000 Gegner der Corona-Vorschriften zusammen. Auch in Düsseldorf, Fürth und Frankfurt am Main demonstrierten mehrere tausend Impfgegner.

In Schwerin kamen nach Angaben der Einsatzkräfte gut tausend Menschen zu einer angemeldeten Demonstration zusammen. Parallel fand eine Gegendemonstration mit etwa 20 Menschen statt. In Neubrandenburg zählten die Beamten etwa 570 Demonstranten. In Cottbus hatten sich mehrere tausend Menschen ohne vorherige Anmeldung zu einem Protest gegen Corona-Maßnahmen versammelt.

17:43 Uhr | Ski und Rodel gut

Wintersportler stehen am Fuߟe des Fichtelberges an einem Kontrollpunkt zur G-2- Regelung
Wintersportler am Fuße des Fichtelbergs Bildrechte: dpa

Blauer Himmel, Schnee, Sonne: Sachsens größtes Skigebiet bietet nach der langen Corona-Pause beste Bedingungen für Rodel, Ski und Langlauf. Der erwartete Ansturm von Wintersportlern blieb zum Auftakt allerdings aus. Die meisten Gäste seien Einheimische, teilte die Liftgesellschaft Oberwiesenthal mit.

Seit Mitte März 2020 gab es wegen der Pandemie keinen alpinen Skibetrieb mehr in Sachsen. Nach dem Inkrafttreten von Lockerungen ist Wintersport wieder möglich. Auch Hotels und Pensionen dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

16:57 Uhr | Erster lokaler Omikron-Fall in Peking

In Peking ist von den Behörden der erste Fall einer in der Metropole und nicht im Ausland erfolgten Infektion mit der Omikron-Variante registriert worden. Wohnblock und Arbeitsplatz des Infizierten seien abgeriegelt und versiegelt worden. Zudem seien 2.430 Proben von Menschen genommen, die mit den beiden Orten in Verbindung stünden, sagte ein Beamter des Bezirks Haidian.

16:27 Uhr | Neue Details zu Feiern in der Downing Street

Weitere Enthüllungen über gesellige Runden in der Downing Street während des Lockdowns setzen den britischen Premierminister Boris Johnson zunehmend unter Druck. Presseberichten zufolge hatten sich Mitarbeiter im Londoner Regierungssitz freitags regelmäßig zum Feierabend-Umtrunk getroffen. Auch der Premier soll öfter daran teilgenommen haben. Wie der "Daily Mirror" berichtete, war die "Weinzeit" am Freitagnachmittag in den Online-Kalendern von rund 50 Mitarbeitern der britischen Regierung notiert. Johnson steht seit Wochen wegen der "Partygate"-Enthüllungen unter Druck.

14:51 Uhr | Erneut Betrug in Impfzentrum in Palermo

Vorbereitete Spritzen mit dem Impfstoff von Biontech
Verdacht gegen Krankenschwester in Palermo Bildrechte: dpa

In der sizilianischen Stadt Palermo hat die Polizei erneut eine Krankenschwester festgenommen, die Corona-Impfungen vorgetäuscht haben soll. Die Justiz wirft der Frau vor, einem Impfgegner-Ehepaar zwar die Spritze, aber nicht den Impfstoff injiziert zu haben. Auf einem Überwachungsvideo war zu sehen, wie die Krankenschwester eine volle Spritze in ein Tuch ausdrückt und sie dann leer in einen Oberarm sticht. Erst im Dezember hatten die Polizei eine andere Krankenschwester festgenommen, die in demselben Impfzentrum elf Menschen auf dieselbe Art vermeintlich gegen Covid-19 immunisierte.

14:05 Uhr | Sorgen vor Pflegenotstand durch Impfpflicht

In Sachsen und Thüringen werden zunehmend Stimmen laut, die vor einem bedrohlichem Verlust von Pflegepersonal durch die bevorstehende Corona-Impfpflicht warnen. Der Oberbürgermeister von Freiberg, Sven Krüger, sagte der "Welt am Sonntag", in den städtischen Heimen seien etwa 30 Prozent der Belegschaft ungeimpft. Mit nur 70 Prozent des Personals werde es aber nicht möglich sein, voll belegte Einrichtungen zu versorgen.

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg wandte sich in einem offenen Brief an die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner. Darin schreibt die CDU-Politikerin, nach internen Recherchen habe in der Region etwa jeder dritte Pflege-Beschäftigte keinen Immunitätsnachweis. Ab Mitte März müssen Beschäftigte im Gesundheitsbereich nachweisen, dass sie geimpft sind.

13:44 Uhr | Haldenwang sieht bei Corona-Protesten neue Szene von Staatsfeinden

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, erkennt unter den Demonstranten gegen die Corona-Politik auch eine neue Szene von Staatsfeinden. Diese ließen sich den bisherigen Kategorien wie Rechts- oder Linksextremismus nicht mehr eindeutig zuordnen, sagte Haldenwang der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Dabei brauchten diese Extremisten auch kein spezifisches Thema. Die Pandemie sei nur der Aufhänger: "Ob das jetzt Corona ist oder die Flüchtlingspolitik. Oder auch die Flutkatastrophe: Da hat man teilweise die gleichen Leute gesehen, die versuchten, den Eindruck zu vermitteln, der Staat versage und tue nichts für die Menschen", sagte Haldenwang. Wie groß die Szene sei, könne man noch nicht verlässlich sagen, weil sie ausgesprochen heterogen sei.

Lange habe es so ausgesehen, als versuchten Rechtsextreme erfolglos, das Demonstrationsgeschehen zu prägen. "Das verschiebt sich aktuell. So ist es in Sachsen den "Freien Sachsen" gelungen, einen deutlichen Einfluss auf die vielschichtige Protestbewegung in der Region zu nehmen. Insofern kann man sagen, dass Rechtsextremisten zumindest regional an Einfluss gewinnen."

13:28 Uhr | Spaniens Ministerpräsident sieht neue Pandemie-Phase

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sieht im Umgang mit der Corona-Pandemie eine neue Phase anbrechen. "Die Zukunft der Pandemie zeichnet dank der Impfkampagne einen ganz anderen Horizont als den, den wir in der Vergangenheit erlebt hatten", sagte der 49-Jährige im Interview mit der italienischen Tageszeitung "La Stampa". Deshalb stehe Spanien, so wie auch andere Länder, gerade vor einer neuen Phase im Umgang mit der Pandemie. Man müsse weiter vorsichtig bleiben, aber man wisse auch, dass dank der Vakzine die Belegung in den Krankenhäusern und die Sterblichkeit niedriger seien, erklärte der Sozialist weiter.

12:22 Uhr | 650.000 Impfungen am Freitag

In Deutschland sind inzwischen mindestens 60,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht mindestens 72,6 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Demnach hatten bis einschließlich Freitag 38,7 Millionen Menschen bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten (46,6 Prozent). Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Das RKI gab die Zahl der Impfungen für Freitag mit gut 650.000 an.

Die Bundesregierung strebt eine Quote von 80 Prozent vollständig Geimpfter bis Ende Januar an. Als solcher gilt, wer zweifach geimpft oder die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten hat. Den höchsten Anteil hat bei diesem Wert im Vergleich der Bundesländer Bremen mit einer Quote von 85,1 Prozent. Bei den Auffrischungsimpfungen liegt das Saarland mit 55,5 Prozent vorne. Beide Male bildet Sachsen mit 61,7 Prozent beziehungsweise 37,1 Prozent das Schlusslicht.

11:14 Uhr | EU-Kommission skeptisch wegen Corona-Impfpflicht

In der EU-Kommission wird Skepsis beim Thema Corona-Impfpflicht laut. Die EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen , sagte den Funke-Medien, sie hoffe, dass man nicht so weit gehen müsse. Sie wünsche sich, dass immer mehr Menschen bereit seien, sich impfen zu lassen. Vielleicht sei es dann nicht nötig, zu einer Pflichtimpfung überzugehen. Die gesamte Weltbevölkerung müsse geimpft werden, um die Pandemie zu beenden. Die EU habe sich dem Ziel verpflichtet, bis zum kommenden Jahr eine weltweite Impfrate von 70 Prozent der Bevölkerung zu erreichen

10:56 Uhr | Niederlande heben Corona-Auflagen teilweise auf

Die niederländische Regierung hebt nach rund vier Wochen Lockdown einen Teil der Corona-Auflagen auf - trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.300. Premierminister Mark Rutte kündigte an, dass Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen ab heute wieder öffnen dürften. Geschlossen bleiben Gaststätten, Museen, Theater und Kinos. Gastwirte haben Proteste angekündigt. Einige von ihnen wollen trotz des Verbots öffnen. 

10:21 Uhr | Impfpflicht in Gesundheitsbranche: Arbeitgeber rechnen mit Kündigungen

Am Mitte März gilt in der Gesundheitsbranche eine Impfpflicht. Mehrere Arbeitgeber rechnen deshalb mit Kündigungen – noch ist aber unklar, wie viele es sein werden. "Wir rechnen tatsächlich mit Menschen, die kündigen – die Frage ist, wie viele das sind. Wir haben noch keine konkreten Zahlen", sagte Peer Lück vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Thüringen.

Der Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz und Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald, glaubt dagegen nicht, dass es zu einer Kündigungswelle von Pflegekräften kommt. "Das hat man in Frankreich auch befürchtet. Tatsächlich war es aber nicht so, dass die Impfpflicht zu einem Abspringen aus ihren abgestammten Berufen geführt hat."

09:49 Uhr | Zahl gefälschter Corona-Impfnachweise nimmt zu

In nahezu allen Bundesländern registrieren die Behörden eine zunehmende Zahl gefälschter Corona-Impfnachweise. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Ministerien, Landeskriminalämtern oder Polizeibehörden ergab, stieg die Zahl aufgedeckter Fälle zum Ende des vergangenen Jahres teilweise rapide an.

Die Anzahl der Fälle variiert stark je nach Bundesland zwischen mehreren Dutzend oder mehreren Tausend Fällen im gesamten Jahr 2021. Die Gesamtzahl dürfte laut epd mindestens bei bis zu 20.000 Straftaten bundesweit liegen, wobei einige Länder keine konkreten Daten, sondern lediglich etwa Fälle "im unteren vierstelligen Bereich" melden. Hinzu kommen nicht entdeckte Fälschungen. Das tatsächliche Ausmaß der insgesamt im Umlauf befindlichen gefälschten Impfausweise könne nicht seriös beziffert werden, erklärte die Polizei in Berlin.

Der Bundestag hatte im November auf Drängen insbesondere der Justizminister der Länder mit einer Gesetzesänderung klargestellt, dass die Fälschung eines Impfnachweises genauso strafbar ist wie die anderer Gesundheitszeugnisse. Zu Verurteilungen ist es seitdem wahrscheinlich aber noch nicht gekommen.

Collage: zwei Männer und ein Impfpass 22 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

08:27 Uhr | Fitnessstudios und Kosmetikbetriebe gut gebucht

Fitnessstudios und Betriebe der körpernahen Dienstleistung dürfen in Sachsen seit Freitag wieder öffnen – zur großen Freude vieler Betreiberinnen und Betreiber. Die verschiedenen Betriebe müssen sich an unterschiedliche Regeln halten, um öffnen zu können. Zu Schließungen soll es aber nicht mehr kommen.

08:15 Uhr | Neue Quarantäne-Regeln in Kraft getreten

In Deutschland gelten seit heute neue Quarantäne-Regeln. Das Robert Koch-Institut hat dazu neue Empfehlungen veröffentlicht. Danach sollen Kontaktpersonen von Corona-Infizierten für sieben Tage in Quarantäne, Infizierte für sieben Tage in Isolation. Sie können sich nach sieben Tagen freitesten. Für das Ende einer Isolierung muss man zuvor 48 Stunden ohne Symptome sein. Ohne einen Test sollen Quarantäne und Isolierung jeweils zehn Tage dauern. Die neuen Regeln waren vergangene Woche von Bund und Ländern vereinbart und jetzt von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden.

07:49 Uhr | Schließung von Corona-Testzentren bei mangelnder Hygiene

Bei einem Testzentrum waren Räume schmutzig und unordentlich. Die Flächen wurden seit längerem nicht desinfiziert. Außerdem lagen die Ergebnisse der Corona-Schnelltests häufig nach ungewöhnlich kurzer Zeit vor. Es wurde daraufhin geschlossen – und bleibt dies auch, wie ein Gericht nun entschied.

07:12 Uhr | Omikron macht sich auf Intensivstationen noch nicht bemerkbar

Die Intensivmediziner sehen noch keine Auswirkung der Omikron-Welle auf die Intensivstationen. Divi-Präsident Gernot Marx sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, davon könne man derzeit noch nichts ausmachen. Bei den Covid-19-Patienten könne man zum Glück weiter rückläufige Zahlen vermelden. Die Gesamtzahl sei wieder unter die Marke von 3.000 gefallen. Erwartet wird Marx zufolge, dass im Vergleich zu Delta anteilig deutlich weniger Omikron-Infizierte intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Sollten die Inzidenzen durch die sehr schnelle Verbreitung stark steigen, sei das trotzdem ein Problem.

06:37 Uhr | Marburger Bund dankt Dresdner Medizinstudierenden

Der Marburger Bund hat die Zivilcourage der Dresdner Medizin-Studierenden gewürdigt, die sich am Donnerstag den Gegnern der Corona-Politik entgegengestellt hatten. Der Landesvorsitzende der Ärztegewerkschaft, Torsten Lippold, sagte, die Studentinnen und Studenten hätten ein stilles Zeichen gegen Wissenschafts-Leugnung und für Mitmenschlichkeit gesetzt. Es sei zutiefst bedauerlich, dass angesichts der zunehmenden Radikalisierung der Kritiker für eine solche Demonstration nicht nur Engagement nötig sei, sondern auch Mut.

Lippold kritisierte zugleich das Vorgehen der Polizei, die gegen zahlreiche Studierende Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet hatte. So etwas konterkariere alle Aufforderungen an die schweigende Mehrheit, für ihre Positionen öffentlich sichtbarer einzustehen.

06:34 Uhr | Djokovic erneut in Abschiebe-Hotel in Australien

Novak Djokovic aus Serbien ist während einer Trainingseinheit im Melbourne Park in Melbourne zu sehen.
Djokovic bei einer Trainingseinheit bevor er wieder in das Abschiebehotel musste. Bildrechte: dpa

Der serbische Tennis-Profi Novak Djokovic ist in Australien erneut in Gewahrsam genommen worden. Das teilten Djokovics Anwälte mit, nachdem die australische Regierung sein Visum gestern ein zweites Mal für ungültig erklärt hatte. Medienberichten zufolge wurde er in ein Abschiebe-Hotel gebracht. Morgen früh Ortszeit verhandelt ein Gericht darüber, ob er das Land verlassen muss. Djokovic will in Melbourne an den Australian Open teilnehmen. Weil er nicht geimpft ist, gibt es seit Tagen Diskussionen um seine Einreise.

06:32 Uhr | RKI: Inzidenz bei fast 500

Das Robert Koch-Institut hat erneut einen Höchstwert bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 497 an. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 336. Die nachgewiesenen Neuinfektionen beliefen sich auf 78.022.

Das Risklayer-Projekt, dessen Zahlen in der Regel aktueller als die des RKI sind, meldete 80.800 Neuninfektionen und eine Inzidenz von 513.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 15. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/lauterbach-vierte-impfung-pflegeheimbewohner100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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