Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitagr: Hunderte Betten der Notfallreserve aktiviert

Deutschlandweit haben Kliniken bereits hunderte Betten der Notfallreserve aktiviert. Das erhöhte Kurzarbeitergeld wird auch nach Dezember ausgezahlt. Sachsen beschließt Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Niedersachsen will ab Heiligabend bis ins neue Jahr die Corona-Regeln verschärfen. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Freitag, 10. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:21 Uhr | Corona-Daten-Update zu Impfpflicht und Long Covid

Im multimedialen Corona-Daten-Update: Die Impfpflicht für Pflegekräfte kommt. Bundestag und Bundesrat haben am Freitag einer entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt. Für wen die Impfpflicht gilt, wie sie durchgesetzt werden soll und wie sich Impfpflicht und Impfzwang unterscheiden. Zudem geht es unter anderem um Long Covid.

20:56 Uhr | Thüringer Bürgermeister appellieren für Solidarität statt Proteste

Zahlreiche Thüringer Stadtoberhäupter haben dazu aufgerufen, neuen geplanten Protesten gegen die Corona-Politik fernzubleiben. In einem gemeinsamen parteiübergreifenden Appell betonen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die aktuelle Lage sei dramatisch. Deshalb sei es wichtig, solidarisch gegen die Pandemie zusammenzustehen. Rechtswidrige Zusammenkünfte, bei denen Hygieneregeln nicht eingehalten würden, führten nur zu weiter steigenden Infektionszahlen. Unterschrieben haben den Aufruf unter anderem die Stadtoberhäupter von Erfurt, Jena, Weimar, Gera, Altenburg und Eisenach.

Update 20:32 Uhr | Köpping: Höchstens 20 Personen bei privaten 2G-Treffen

In Sachsen bleiben bis einschließlich 9. Januar strikte Corona-Regeln bestehen. Sozialministerin Petra Köpping erklärte, privates Feuerwerk sei dieses Jahr erneut verboten. Bei privaten Treffen von ausschließlich Geimpften und Genesenen dürfen höchstens 20 Personen zusammen kommen. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, darf nur ein Haushalt sich mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres zählen jeweils nicht mit. Die Gastronomie muss ab einer regionalen Inzidenz von 1.500 schließen. Die neuen Regeln treten am Montag in Kraft. Dabei bleiben auch viele bisherige Regeln wie Ausgangsbeschränkungen in Corona-Hotspots und das Verbot von Weihnachtsmärkten bestehen.

20:24 Uhr | Divi: Hunderte Betten der Notfallreserve bereits aktiviert

Die Kliniken in Deutschland haben bereits mindestens 693 sogenannte High-Care-Betten aus der Notfallreserve aktiviert. Das gab der Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, via Twitter bekannt. In diesen Betten werden Patientinnen und Patienten in der Regel künstlich beatmet.

Karagiannidis betonte, wenn die Notfallreserve aktiviert wird, bedeute das Einschränkungen für die Behandlung in anderen Bereichen der Kliniken. Wegen der hohen Zahl an Covid-Intensivpatienten stehen viele Kliniken unter Druck. Zahlreiche planbare Operationen mussten bereits verschoben werden.

19:27 Uhr | OVG Sachsen billigt neue Corona-Notfallverordnung

Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat zentrale Bestimmungen der aktuellen Corona-Notfallverordnung bestätigt. Per Eilverfahren entschieden die Bautzener Richter, dass die vorgesehenen Schließungen von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Clubs und Bars rechtmäßig sind. Auch das Verbot touristischer Übernachtungen wurde für zulässig erklärt. Ebenfalls angemessen sei die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Zur Begründung hieß es, die Verordnung verfolge das legitime Ziel, Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Zudem solle die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens sichergestellt werden.

In einem weiteren Eilverfahren entschied das OVG, dass die 2G-Regel nicht für Fahrprüfungen gilt. Die seien formal nicht Teil der Fahrschule und deshalb von den dort geltenden Einschränkungen ausgenommen.

18:43 Uhr | Juristische Einschätzungen zu allgemeiner Covid-Impfpflicht

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitssektor ist beschlossen, doch auch die Forderungen nach einer allgemeinen Impfpflicht werden lauter. Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft, in anderen EU-Ländern sind es teils deutlich über 80 Prozent. Epidemiologen sind sich einig, dass die Quote in Deutschland höher sein muss, um gut durch die Pandemie zu kommen. Für eine Impfpflicht gibt es aber rechtliche Hürden. Nach Einschätzung von Rechtswissenschaftlern spricht etwa der Schutz des Gesundheitssystems für eine solche Pflicht.

Für Beschäftigte unter anderem in Pflegeeinrichtungen und Kliniken ist heute bereits eine Impfpflicht beschlossen werden. Sie gilt ab Mitte März.

18:28 Uhr | Thüringen plant strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Die Thüringer Landesregierung will noch vor Weihnachten strengere Corona-Maßnahmen auf den Weg bringen, für Menschen mit frischem Impfschutz sind dagegen Erleichterungen geplant. Das geht aus einer Übersicht hervor, die an die Landkreise und kreisfreien Städte geschickt und am Freitag bekannt wurde. Vor allem Veranstaltungen sollen stärker als bisher beschränkt werden, auch wenn sie nicht öffentlich sind. Für Ungeimpfte und nicht von Covid-19 Genesene sehen die Pläne noch einmal strengere Kontaktbeschränkungen vor. Sobald eine ungeimpfte Person bei einem Treffen dabei ist, dürfen höchstens noch zwei haushaltsfremde Personen dabei sein.

Wo 2G+ gilt, soll dagegen die Testpflicht für diejenigen entfallen, die bereits eine Booster-Impfung haben oder deren zweite Impfung oder Genesung weniger als sechs Monate zurückliegt.

18:01 Uhr | Höheres Kurzarbeitergeld verlängert

Das erhöhte Kurzarbeitergeld wird auch nach Dezember ausgezahlt. Der Bundestag beschloss, die Regelungen zum höheren Kurzarbeitergeld bis Ende März zu verlängern. Sie sehen vor, dass Beschäftigte ab dem vierten Bezugsmonat 70 Prozent der Nettoentgeltdifferenz erhalten - statt 60 Prozent. Lebt ein Kind im Haushalt, soll der Satz auf 77 Prozent steigen. Ab dem siebten Bezugsmonat sind gemäß der erhöhten Sätze 80 Prozent vorgesehen, mit Kind 87 Prozent.

Die Regelungen gelten für Beschäftigte, die bis zum 31. März während der Pandemie einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld hatten. Wer seit April 2021 erstmals in Kurzarbeit gegangen ist, hat ab Januar bis März ebenfalls Anspruch auf die erhöhten Leistungssätze.

17:05 Uhr | Caritas begrüßt Einfühung von einrichtungsbezogener Impfpflicht

Die Caritas hat die Einführung einer Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich begrüßt. Verbands-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa sagte MDR AKTUELL, die Regelung ziele darauf, die Impfquote zu erhöhen. Sie sei zuversichtlich, dass die Zustimmung auch unter den Caritas-Beschäftigten groß sei. Man werde nun mit impfskeptischen Kolleginnen und Kollegen noch intensiver ins Gespräch gehen.

Die Stiftung Patientenschutz warnte dagegen vor weiterer Personalnot. Vorsitzender Eugen Brysch sagte, die Impfpflicht berge Sprengstoff. Bundestag und Bundesrat hatten heute beschlossen die Impfpflicht für Beschäftigte in Heimen, Kliniken und Praxen zum 15. März einzuführen. Außerdem können die Bundesländer nun wieder Sport- und Freizeitveranstaltungen verbieten und Clubs, Diskotheken und Restaurants schließen. Impfen dürfen künftig auch Apotheker, Zahn- und Tierärzte.

16:21 Uhr | Niedersachsen kündigt verschärfte Corona-Regeln über Feiertage an

In Niedersachsen wird es von Heiligabend an bis zum 2. Januar landesweit verschärfte Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen geben. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil in Hannover an. Unter anderem müssen dann Diskotheken schließen und Veranstaltungen sind nur mit weniger Menschen erlaubt.

Weil erklärte, er sei "beunruhigt über das, was Anfang des Jahres auf uns zukommen kann". Gestern hatte der Chef des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis gewarnt, die bundesweite Inzidenz müsse sich auf unter 200 mehr als halbieren. Das sei nötig, damit die Intensivstationen arbeitsfähig blieben. Die Zahl der Neuansteckungen gilt als wichtiger Indikator, wie viele Menschen in absehbarer Zeit intensivmedizinische Behandlung benötigen.

15:49 Uhr | Gericht lässt Ungeimpfte wieder zum Friseur

In Niedersachsen dürfen auch Ungeimpfte wieder zum Friseur oder zur Fußpflege. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg kippte die 2G+-Regel für körpernahe Dienstleistungen. Demnach waren nur Geimpfte und Genesene mit aktuellem negativen Testnachweis zugelassen. Nach Ansicht der Richter ist ein Komplettausschluss von Ungeimpften für diese Bereiche nicht zulässig. Es müssten aber weiter strenge Hygiene-Vorschriften mit Testnachweis, FFP2-Maske und Kontaktverfolgung eingehalten werden. Eilanträge gegen 2G+ in Kinos, Klubs und Sportanlagen lehnte das Gericht dagegen ab.

15:04 Uhr | Rumänien verschärft Einreiseregeln wegen Omikron

Rumänien hat neue Reisebeschränkungen und Quarantäneregeln erlassen. Begründet wurde das mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Die neuen Regeln sollen ab sofort bis zum 8. Januar gelten und die Ausbreitung des Virus in der Winterferienzeit eindämmen. Einreisende in das Land müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Ungeimpfte müssen in Quarantäne.

In Berlin teilte das Robert Koch-Institut mit, dass die Bundesregierung Rumänien nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet einstuft. Das Land werde am Sonntag von der Risikoliste genommen. Gleiches gelte für Armenien, den Iran, die Mongolei und die Philippinen.

13:42 Uhr | Kinderärzte: Stiko-Empfehlung angemessen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte findet die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Covid-19-Impfung von Kindern angemessen. Sprecher Jakob Maske sagte, es gebe eine klare Empfehlung für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen oder Angehörigen mit hohem Risiko wie auch die Möglichkeit, dass gesunde Kinder eine Impfung bekommen können.

Durch eine Öffnungsklausel für die Eltern hat die Stiko nach den Worten von Maske die Impfung gesunder Kinder ermöglicht. Er betonte, momentan sei der Beratungsbedarf in den Praxen groß. Grundsätzlich seien die Kinderärzte jedoch vorbereitet und "würden es begrüßen, wenn die Impfungen auch tatsächlich in den Kinderarztpraxen erfolgen".

13:26 Uhr | Länder stimmen Gesetzesänderung zu

Die erste begrenzte Impfpflicht für Gesundheitspersonal ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat heute auch der Bundesrat den von SPD, Grünen und FDP vorgelegten neuen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.

13:11 Uhr | Warentest: FFP2-Masken nicht gut für Kinder

Die Stiftung Warentest empfiehlt für Schulkinder keine FFP2-Masken, sondern OP-Masken. Als Grund nannten die Tester, dass sechs- bis zwölfjährige Kinder eine weniger kräftige Atmung als Erwachsene und nur die Hälfte des Lungenvolumens haben. Keine der geprüften FFP2-Masken habe sich für Kinder als tauglich erwiesen. Ihr Atemwiderstand sei zu hoch, der Trage-Komfort gering. Deshalb seien OP-Masken im Schulalltag die bessere Wahl. Wenn ein hohes Infektionsrisiko bestehe, etwa im vollen Schulbus, könnten Kinder kurzzeitig eine FFP2-Maske tragen. Die Experten empfehlen dafür aber nur die "Aura 9320+" von Hersteller 3M.

12:45 Uhr | Rüge für Maskenkauf der Uniklinik Magdeburg

Der Landesrechnungshof in Sachsen-Anhalt hat den umstrittenen und mehrere hunderttausend Euro teuren Kauf von FFP2-Masken für die Uniklinik Magdeburg kritisiert. Er widerspreche grundlegend dem Vergaberecht und habe "Grundsätze der Transparenz, der Nichtdiskriminierung und des Wettbewerbs außer Acht" gelassen. Es geht um eine freihändige Auftragsvergabe des Klinikums Ende 2020 an eine Firma in Nordrhein-Westfalen, deren Gesellschafter unter anderem der Sohn von Uniklinik-Chef Hans-Jochen Heinze ist. In der Angelegenheit ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Magdeburg.

12:20 Uhr | Biontech: Auffrischung nach drei Monaten

Biontech-Mitgründer Ugur Sahin hat sich für eine dritte Impfung bereits ab drei Monaten nach der zweiten ausgesprochen. Mit Blick auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus seien zwei Dosen noch keine abgeschlossene Impfung, sagte er dem "Spiegel". Ob Biontech einen neuen, angepassten Impfstoff produzieren werde, sei noch nicht entschieden und noch offen, ob er benötigt werde. Allerdings sprach Sahin auch davon, dass ohnehin in relativ kurzem Abstand eine vierte Dosis mit dem bisherigen Mittel folgen müsse. Biontech sei bereits dabei, seine Produktionskapazität auf rund vier Milliarden Dosen für das nächste Jahr aufzustocken.

11:52 Uhr | Bundestag beschließt die erste Impfpflicht

Der Bundestag in Berlin hat heute eine neue Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Unter anderem gibt es nun eine Impfpflicht für Personal in Krankenhäusern und Altenheimen ab Mitte März. Einrichtungsbezogen soll sie überall dort gelten, wo schutzbedürftige Menschen betreut werden, unter anderem auch in Einrichtungen für Behinderte, Tageskliniken, Arztpraxen, bei den Rettungsdiensten oder in sozialpädagogische Zentren.

Mit der Gesetzesänderung können die Länder nun zudem Schließungen von Clubs, Diskotheken und Restaurants anordnen. Um Auffrischungsimpfungen zu beschleunigen, sollen zeitweise auch Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker. Die Neuregelung soll noch heute vom Bundesrat in einer Sondersitzung gebilligt werden. Neben der Novelle des Infektionsschutzgesetzes wurde auch über eine Verordnung entschieden, die Kontaktbeschränkungen auch für geimpfte und genesene Personen ermöglicht.

11:42 Uhr | Tschechien: Impfpflicht für ältere Menschen

Die scheidende Regierung in Prag hat als eine ihrer letzten Handlungen eine Covid19-Impfpflicht für alle Menschen ab einem Alter von 60 Jahren verabschiedet. Sie soll am 1. März 2022 in Kraft treten, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Verpflichtend würde die Impfung dann auch für das Gesundheits- und Pflegepersonal, für Ärzte und Medizinstudenten, Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten. Ob es bei der Verordnung bleibt, muss sich aber noch zeigen. Vertreter der künftigen Koalition aus liberalen und konservativen Parteien haben sich bereits gegen eine solche Impfpflicht ausgesprochen.

11:10 Uhr | "Epidemische Lage" für Sachsen-Anhalt

Auch die schwarz-rot-gelbe Regierung in Sachsen-Anhalt will im Landtag eine epidemische Lage feststellen lassen. Das geht aus einem Antrag für die am Dienstag beginnende Sitzung hervor. Der Beschluss soll ihr die Möglichkeit geben, weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, Freizeit- und Kultureinrichtungen und die Gastronomie zu schließen, Messen und Kongresse zu untersagen. Als Gründe werden hohe Infektionszahlen genannt, die "Gefahr der Überlastung des Gesundheitswesens" und eine Impfquote, die "eine Beruhigung des Infektionsgeschehens gerade nicht annehmen" lasse. In Sachsen stellte der Landtag Anfang der Woche die epidemische Lage fest.

10:31 Uhr | KMK-Beschluss: Schulen sollen offen bleiben

Die Kultusministerinnen und -minister haben ihren Kurs für offene Schulen in der Coronavirus-Pandemie bekräftigt. Präsenzunterricht habe höchste Priorität, um das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe zu gewährleisten, heißt es im Beschluss der KMK. Für den Deutschen Lehrerverband dürfen Schließungen bei hohen Inzidenzen unter Schülern jedoch "kein absolutes Tabu" sein. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte der Präsident Heinz-Peter Meidinger, es sei "gefährlich, heute zu versprechen, dass es Schulschließungen nie wieder geben wird".

10:00 Uhr | Direkte Auswirkungen bei der Polizei

Die vierte Welle der Coronavirus-Pandemie hat auch Sachsen-Anhalts Landespolizei im Griff. Mehr 100 als Beamte waren zuletzt erkrankt außer Dienst, sechs befanden sich in Quarantäne. Die Zahlen bewegen seit gut zwei Wochen auf ähnlichem Niveau. Nach Angaben des Innenministeriums in Magdeburg sind Einsatz- und Arbeitsfähigkeit aber sichergestellt.

09:45 Uhr | Merz für mehr Druck auf Impfunwillige

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat einem Interview mit MDR AKTUELL von einem Ende der Geduld bei den Covid-19-Impfungen gesprochen. Das aktuelle Gespräch mit dem Kandidaten für den CDU-Vorsitz drehte sich jedoch auch um andere Themen.

09:16 Uhr | Politische Systeme in der Pandemie

Funktionierende Demokratien sind einer Studie zufolge besser durch die Pandemie gekommen als andere Staaten. Sie profitierten von einer vorausschauenden und teilhabeorientierten politischen Steuerung, erklärte die Bertelsmann Stiftung bei der Vorstellung ihrer Studie "Sustainable Governance Indicators 2021".

Demnach liegt die Bundesrepublik bei der Bewertung ihres politischen Krisenmanagements auf dem fünften Platz hinter Neuseeland, Südkorea, Schweden und Dänemark. Am Ende liegen Polen, Ungarn und die Türkei. Bei der Krisenfestigkeit des Sozialstaats wurde Deutschland ebenfalls auf dem fünften Platz gesehen und mit seiner Wirtschaftspolitik auf dem ersten.

08:26 Uhr | Ethik-Professor für Ausnahme von Kindern

Nach Ansicht des Jenaer Ethik-Professors Nikolaus Knoepffler sollten Kinder von einer allgemeinen Covid-19-Impfpflicht ausgenommen werden. Ihre Einbeziehung wäre ohne allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission zunächst auch gar nicht möglich.

Knoepffler, auch Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Landesregierung, brachte im Gespräch mit dem MDR auch eine Altersgrenze von 50 Jahren ins Gespräch, ab der eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene gelten könne. Als mögliche Sanktionen nannte er einen Zuschlag auf die Krankenkassenbeiträge oder auch eine Selbstbeteiligung an möglichen Krankenhauskosten.

08:00 Uhr | Impfpflicht: Lauterbach für Bußgelder

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringt weiter auch auf eine allgemeine Impfpflicht gegen Covid-19. "Ins Gefängnis muss niemand", wird er vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zitiert. Bußgelder seien aber "unvermeidbar". Über deren Höhe müsse man noch mit Psychologen und Ökonomen reden.

Karl Lauterbach (SPD)
Karl Lauterbach Bildrechte: dpa

Unklar blieb neben der Höhe möglicher Bußgelder auch, ob und wie eine Haft auch dann vermieden werden soll, wenn Betroffene nicht zahlen.

Nach bisherigen Plänen der neuen Regierungskoalition soll über eine Covid-19-Impfpflicht für alle Menschen im neuen Jahr entschieden werden. In dem Gespräch plädierte Lauterbach auch für eine Kita-Impfpflicht und dafür, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten – etwa dadurch, "dass Sonn- und Feiertagsdienste für diese wichtigen Berufe komplett abgabenfrei entlohnt werden".

07:47 Uhr | Impfen im Dresdner Dynamo-Stadion

In Sachsen unterstützen Sportvereine den Kampf gegen die Pandemie. Für kommenden Dienstag hat Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden in der Initiative "Team Sport Sachsen" eine Impf-Aktion gegen Covid-19 im Rudolf-Harbig-Stadion angekündigt. Die nötigen Online-Termine gebe es ab sofort, teilte der Verein mit.

07:20 Uhr | Unangemeldete Kundgebung in Gera

In Gera in Thüringen hat die Polizei eine unangemeldete Versammlung von Gegnern der Pandemie-Schutzmaßnahmen gestern Abend aufgelöst. Wie ein Sprecher sagte, kamen rund 100 Menschen nahe dem Marktplatz zusammen, wo aus einem Lastwagen heraus Geschenke verteilt worden seien. Über soziale Medien sei dazu aufgerufen worden. Den Angaben zufolge hielten sich die Teilnehmer aber größtenteils an die Maskenpflicht.

07:15 Uhr | Bundestag entscheidet über Impfpflicht

Bundestag und Bundesrat entscheiden heute über eine erste begrenzte Impfpflicht und weitere Krisenregelungen in der Coronavirus-Pandemie. Die Gesetzespläne der neuen Koalition von SPD, FDP und Grünen sehen vor, dass Beschäftigte in Medizin und Pflege bis Mitte März 2022 geimpft oder genesen sein müssen. Zudem sind Regelungen geplant, nach denen auch in Apotheken, Zahnarztpraxen und durch Tierärzte geimpft werden kann. Ergänzt und verlängert werden sollen die Möglichkeiten für die Länder, regional härtere Einschränkungen zu beschließen.

06:45 Uhr | Noch keine neue Entscheidung zu Impfstatus

Nach der gestrigen Bund-Länder-Runde vermisst der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine Entscheidung über den Umfang einer vollständigen Impfung gegen Covid-19. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Rheinischen Post", es seit bedauerlich, dass noch nicht entschieden worden sei, ob künftig drei Impfungen erforderlich seien. Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach sich bereits dafür aus. Allerdings wird über diese Frage auch auf der EU-Ebene noch beraten.

06:15 Uhr | Richtlinien zu Auflösung von Versammlungen

In der Debatte um das Vorgehen bei Protesten gegen die Pandemie-Schutzmaßnahmen will Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) den Kommunen klare Handlungsrichtlinien geben. Er sagte dem MDR, er werde erklären, wann Versammlungen aufzulösen seien, etwa wenn die Infektionsschutzregeln nicht eingehalten werden. Anlass ist unter anderem eine größere Versammlung am Mittwoch in Saalfeld. Dort war nicht eingegriffen worden, obwohl hunderte Menschen ohne Masken eng zusammenstanden.

06:10 Uhr | Menschen wollen familiäre Besuche begrenzen

Wegen der Pandemie-Lage wollen über Weihnachten rund 70 Prozent der Deutschen ihre familiären Besuche einschränken. Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap für die ARD. Jeder vierte Befragte will demnach aber nicht auf private Kontakte verzichten. Im Dezember 2020, als für die Feiertage strengere Beschränkungen galten, hatten 83 Prozent angekündigt, Kontakte zu Weihnachten zu beschränken. Bund und Länder hatten bei ihrer ersten Beratung vorerst keine neuen Regelungen dazu vereinbart.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 10. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

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