Trauer Regisseur Wolfgang Petersen gestorben

Star-Regisseur Wolfgang Petersen ist im Alter von 81 Jahren in Kalifornien gestorben. Petersen schuf Filme wie "Das Boot", "Outbreak" oder "Air Force One". Als Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor erlangte er Weltruhm. Seine Tatort-Folge "Reifezeugnis" mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg ist die zweiterfolgreichste in der Geschichte des Tatorts. Petersen litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Der Regisseur Wolfgang Petersen steht beim Empfang der Bavaria Film auf dem Roten Teppich.
Ein Star-Regisseur aus Deutschland: Wolfgang Petersen Bildrechte: dpa

Die Filmwelt trauert um Regisseur Wolfgang Petersen. Der 81-jährige Star-Regisseur starb nach Angaben seiner Assistentin bereits am Freitag im Alter von 81 Jahren im kalifornischen Brentwood an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Für die Filmwelt kam sein Tod überraschend.

Jürgen Prochnow (r) und Herbert Grönemeyer (2.v.r.) in einer Szene des Films "Das Boot".
Jürgen Prochnow (r) und Herbert Grönemeyer (2.v.r.) in einer Szene des Films "Das Boot". Bildrechte: dpa

Petersen arbeitete als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent und schuf Filme wie "Das Boot" mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer, "Outbreak", "Air Force One" und "Der Sturm".

Sein Kinoepos "Das Boot" (1981) mit sechs Oscar-Nominierungen über die Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg bahnte Petersen den Weg nach Hollywood. Dort holte er Hollywood-Stars wie Clint Eastwood für "In the Line of Fire", Dustin Hoffman in "Outbreak", Harrison Ford für "Air Force One", George Clooney in "Der Sturm" und Brad Pitt in "Troja" vor die Kamera.

Erste Filme in der Schulzeit

Der Regisseur Wolfgang Petersen steht beim Empfang der Bavaria Film auf dem Roten Teppich.
Wolfgang Petersen steht bei einem Empfang der Bavaria Film Bildrechte: dpa

Bereits während seiner Schulzeit hatte der in Bremen geborene Petersen mit einer Handkamera die ersten Filme gedreht. 1965 begann er ein Studium der Theaterwissenschaft in Berlin und Hamburg und wechselte ein Jahr später zur Deutschen Film- und Fernsehakademie. Ab 1971 widmete sich Petersen ganz den Filmen.  

Später schuf Petersen auch sechs Folgen für den NDR-Tatort. Sein Tatort "Reifezeugnis" mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg gilt bis heute als der zweiterfolgreichste Tatort überhaupt.

Diese Persönlichkeiten und Prominenten sind 2022 gestorben

Auch im Jahr 2022 trauern wir um prominente Persönlichkeiten, die gestorben sind. Unsere Galerie zeigt, von wem wir bereits Abschied nehmen mussten.

Christian Hummer
Christian Hummer (1990 - 2022) Der Keyboarder der österreichischen Indierock-Band Wanda starb nach langer Krankheit. Seine Band wurde mit Songs wie "Bologna" und "Bussi Baby" bekannt und war auch in Deutschland und der Schweiz erfolgreich. Bildrechte: IMAGO / POP-EYE
Christian Hummer
Christian Hummer (1990 - 2022) Der Keyboarder der österreichischen Indierock-Band Wanda starb nach langer Krankheit. Seine Band wurde mit Songs wie "Bologna" und "Bussi Baby" bekannt und war auch in Deutschland und der Schweiz erfolgreich. Bildrechte: IMAGO / POP-EYE
Der Journalist Fritz Pleitgen sitzt im Wohnzimmer seines Hauses. 2022
Fritz Pleitgen (21. März 1938 – 15. September 2022) war von 1995 bis 2007 Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR). In den Jahren 2001 bis 2002 war der Journalist Vorsitzender der ARD. Er starb im Alter von 84 Jahren in Köln. Bildrechte: dpa
Kenneth Winston Starr, 2018
Kenneth Winston Starr (21. Juli 1946 – 13. September 2022) wurde durch seine Tätigkeit als Chefankläger im Lewinsky-Skandal weltweit bekannt. Sein Abschlussbericht zur sexuellen Beziehung von US-Präsident Bill Clinton mit der Praktikantin Monica Lewinsky dokumentierte viele persönliche und intime Details, die von der Presse detailliert ausgeschlachtet wurden. Lewinsky warf dem Juristen später vor, sie terrorisiert zu haben. Bildrechte: dpa
Jean-Luc-Godard
Jean-Luc Godard (3. Dezember 1930 - 13. September 2022) war Filmregisseur. Als Schöpfer von formal innovativen und inhaltlich gesellschaftskritischen Filmen wie "Außer Atem" mit Jean-Paul Belmondo galt Godard als führender Vertreter der sogenannten "Nouvelle Vague". 2010 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Bildrechte: dpa
Queen Elizabeth II. mit Hut und Mantel
Queen Elizabeth II. (21. April 1926 - 8. September 2022) war länger als jeder andere britische Monarch auf dem Thron – mehr als 70 Jahre. Sie starb im Alter von 96 Jahren friedlich auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral. Ihr Tod löste weltweit große Trauer aus. Bildrechte: IMAGO / PA Images
Hans-Christian Ströbele
Hans-Christian Ströbele (7. Juni 1939 - 29. August 2022) war Anwalt. Unter anderem verteidigte er führende RAF-Mitglieder. Er war Mitbegründer der Partei "Die Grünen". 2002 zog er als erster Grünen über ein Direktmandat in den Bundestag ein. Insgesamt gehörte er dem Parlament 21 Jahre lang an. Ströbele wurde in Halle an der Saale geboren. Bildrechte: IMAGO / Christian Spicker
Michail Gorbatschow blickt in die Kamera.
Michail Gorbatschow (2. März 1931 - 30. August 2022) war ein russischer Politiker. Von 1985 bis 1991 führte er die Sowjetunion. An der Spitze der UdSSR stieß er mit seiner Politik von Glasnost und Perestroika umfassende Reformen in seiner Heimat an. Er setzte sich zudem durch Abrüstungsverhandlungen mit den USA für eine Entspannung mit dem Westen ein und machte dadurch unter anderem die Wiedervereinigung Deutschlands möglich. Für seine Rolle bei der friedlichen Beendigung des Kalten Krieges wurde er 1990 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bildrechte: dpa
 Eva-Maria Hagen, 2014
Eva-Maria Hagen (19. Oktober 1934 - 19. August 2022): Der deutschen Schauspielerin und Sängerin gelingt 1957 mit der Filmkomödie "Vergesst mir meine Traudel nicht" der Durchbruch. Bis 1965 wirkte Eva-Maria Hagen in rund 50 TV- und Kino-Filmen mit, die ihr den Ruf "Brigitte Bardot der DDR" verschaffen. Sie war außerdem die Mutter von Nina Hagen. Bildrechte: dpa
Der Regisseur Wolfgang Petersen steht beim Empfang der Bavaria Film auf dem Roten Teppich.
Wolfgang Petersen (14. März 1941 - 12. August 2022): Der Star-Regisseur und Schöpfer von Filmen wie "Das Boot", "Outbreak" oder "Air Force One" starb im Alter von 81 Jahren in Kalifornien an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bildrechte: dpa
Die Schauspielerin Anne Heche kommt zu der Riani Show im E-Werk.
Anne Heche (25. Mai 1969 - 12. August 2022): Die US-Schauspielerin Heche machte sich mit Rollen in Filmen wie "Donnie Brasco", "Sechs Tage, sieben Nächte" und "Volcano" einen Namen und wurde mit dem Emmy ausgezeichnet. Am 5. August wurde sie bei einem Autounfall schwer verletzt und wurde eine Woche später für tot erklärt. Bildrechte: dpa
Heinz Behrens im Berliner Hansa Theater
Heinz Behrens (30. September 1932 - 9. August 2022): Der Schauspieler wurde insbesondere mit der Rolle als Horst Baumann in der DDR-Fernsehreihe "Maxe Baumann" bekannt. Nach der Wende spielte er wieder verstärkt Theater, unter anderem in der Musikalischen Komödie Berlin. Bildrechte: imago images/POP-EYE
Posmysz
Zofia Posmysz-Piasecka (23. August 1923 - 8. August 2022): Die polnische Holocaust-Überlebende war 1942 als 18-Jährige verhaftet worden, als sie in ihrer Heimatstadt Krakau Flugblätter für den polnischen Widerstand verteilte. Nach zweieinhalbjähriger Haft in Auschwitz wurde sie nach Ravensbrück verschleppt. Dort erlebte sie die Befreiung am 2. Mai 1945. Nach ihrer Rückkehr nach Polen wurde sie durch ihr Hörspiel "Die Passagierin" international bekannt. Bildrechte: Monika Sieradzka
Olivia Newton-John
Olivia Newton-John (26. September 1948 - 8. August 2022): Die Schauspielerin und Sängerin gelangte durch ihre Hauptrolle in der Musicalverfilmung "Grease" an der Seite von John Travolta zu weltweitem Ruhm. Seit rund 30 Jahren kämpfte die vierfache Grammy-Preisträgerin gegen Krebs und engagierte sich in zahlreichen Benefiz-Projekten. Bildrechte: dpa
Nichelle Nichols
Nichelle Nichols (28. Dezember 1932 - 30. Juli 2022): Die US-Schauspielerin und Sängerin wurde durch ihre Rolle als Lieutenant Uhura in der Star-Trek-Kultserie "Raumschiff Enterprise" und nachfolgenden Kinofilmen bekannt. Nichols schrieb auch deshalb Geschichte, weil sie eine der ersten schwarzen Schauspielerinnen war, die eine tragende Rolle in einer Fernseh-Produktion erhielt. Bildrechte: dpa
Uwe Seeler
Uwe Seeler (5. November 1936 - 21. Juli 2022): Die Fußball-Legende galt in seiner aktiven Zeit als bester Mittelstürmer der Welt. Seeler spielte während seiner gesamten aktiven Zeit von 1953 bis 1972 beim Hamburger SV, für den er in 476 Spielen 404 Tore erzielte. Mit 17 Jahren wurde er als bislang jüngster Spieler für die Nationalmannschaft nominiert. Im DFB-Trikot bestritt er zwischen 1954 und 1970 insgesamt 72 Länderspiele und erzielte 43 Tore. Seeler spielte vier Weltmeisterschaften (1958, 1962, 1966 und 1970) für die DFB-Auswahl. Seit 1972 war er Ehrenspielführer der Nationalelf. Bildrechte: IMAGO/Revierfoto
Festspiel-Intendant Dieter Wedel
Dieter Wedel (12. November 1939 oder 1942 - 13. Juli 2022) war ein deutscher Film- und Theaterregisseur, der vor allem in den 1990-Jahren mit TV-Mehrteilern Maßstäbe setzte. Seine erfolgreichsten Produktionen waren "Der große Bellheim", "Der Schattenmann" und "Der König von St. Pauli". Zuletzt hatten mehrere Frauen Missbrauchsvorwürfe gegen Wedel erhoben. Dieser starb kurz bevor ein Gericht entscheiden konnte, ob es zum Vergewaltigungsprozess gegen ihn kommt. Bildrechte: dpa
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 16. August 2022 | 21:30 Uhr

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