Omikron Genesenen-Status gilt ab jetzt drei statt sechs Monate

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass der Status als Genesener jetzt nach drei Monaten ausläuft. Die Verkürzung von bisher sechs Monaten sei auf die ansteckendere Omikron-Variante zurückzuführen, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Wichtig wird die Regelung in Bezug auf 2G+ und die Impfpflicht im Gesundheitswesen.

Zutritt nach 2G-Regel! Geimpft Genesen steht auf einem Schild in einem Geschäft
Die Verkürzung des Genesenen-Status auf drei Monate ist Resultat der Anpassung der Kriterien des RKI. Bildrechte: dpa

Wer Bahnfahren, ins Restaurant oder Café möchte, für den oder die gilt seit geraumer Zeit, den Impf- oder Genesenen-Status oder einen tagesaktuellen offiziellen Test vorzuzeigen. 3G, 2G, 2G+ – die "G"-Varianten sind unterschiedlich. In allen drei Fällen zählen die Genesenen, also alle, die Corona überstanden haben, mit hinein. Dieser Status galt bisher für sechs Monate. Doch nun wird er stark verkürzt.

Verkürzung auf drei Monate

Im Angesicht der neueren Omikron-Variante ist der Status "Genesen" nur noch drei Monate gültig. Darauf wies die Bundesregierung hin. Die Verkürzung sei auf die ansteckendere Omikron-Variante zurückzuführen, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin. Die vorherige Zeitspanne von sechs Monaten habe gegolten, so lange man mit der vorherrschenden Delta-Variante umgehen musste.

RKI ändert Kriterien gemäß dem Stand der Wissenschaft

Diese Festlegung des Robert Koch-Instituts (RKI) sei also aus wissenschaftlicher Sicht erfolgt, erklärte der Ministeriumssprecher. Hintergrund sei, dass aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein.

Die neue Vorgabe knüpft an eine vom Bundesrat am vergangenen Freitag besiegelte Verordnung an und gilt seit Samstag. Demnach müssen Genesenennachweise Kriterien entsprechen, die das RKI auf einer Internetseite bekannt macht. Dazu gehört:

  • Das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen und das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß dem Stand der Wissenschaft erneut ändern, schreibt das RKI.

Quelle: dpa, MDR AKTUELL/vdw

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 17. Januar 2022 | 14:00 Uhr

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