Kurze Geschichte der Storchschnäbel

Weltweit gibt es über 400 Geranium-Arten, man findet die Pflanzen auf allen Kontinenten in den kühl-gemäßigten Klimazonen. Dementsprechend groß ist ihre Vielfalt, die noch durch Zucht- und Hybridsorten vergrößert wird. In Mitteleuropa sind einige Geranium-Arten heimisch, wie der Blutrote Storchschnabel (auch Blutstorchschnabel genannt), der Wiesen-, der Waldstorch- oder der Sumpfstorchschnabel sowie das Ruprechtskraut.

Pinke Blume, ein armenischer Storchschnabel
Die Arten- und Sortenvielfalt der Greanien begeistert viele Menschen. Bildrechte: MDR/Dörthe Gromes

Wen einmal das Geranium-Fieber gepackt hat, den lässt es so schnell nicht mehr los. Staudengärtnerin Annemarie Eskuche aus Ostenholz hat sich mit ihrem Familienbetrieb unter anderem auf Geranium-Sorten spezialisiert: "Ich bin von Geranium begeistert, weil Blüten- und Blattformen so unglaublich vielfältig sind und viele Arten sehr pflegeleicht, robust und flexibel einsetzbar sind", begründet sie ihre Leidenschaft für diese Pflanzengattung. Der deutsche Name Storchschnabel leitet sich von der Form der Samenstände ab, die lang sind und spitz zulaufen, also an einen Storchen- oder Kranichschnabel erinnern. Das griechische Wort "géranos" (Kranich) stand Pate für die botanische Bezeichnung der Pflanzengattung. Als überwiegend einfach blühende Pflanzen sind Storchschnäbel wertvolle Futterpflanzen für die Insektenwelt.

Nahe Verwandte: Pelargonien und Geranien

Pelargonien (Pelargonium) sind heute vor allem als Balkonpflanzen beliebt und weit verbreitet. Landläufig werden sie oft als Geranien bezeichnet, was botanisch gesehen nicht korrekt ist. Zwar gehören sowohl Pelargonien als auch Geranium zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae), allerdings zu unterschiedlichen Gattungen. Die Benennungsverwirrung resultiert aus dem Umstand, dass bis ins späte 18. Jahrhundert Pelargonien zur Gattung Geranium gezählt wurden. Pelargonien und Geranium lassen sich ganz einfach über die Blüte unterscheiden. Erstere haben unterschiedlich große Blütenblätter: drei kleine Kronblätter unten, zwei große oben. Geranium hingegen haben fünf gleich große Blütenblätter.

Pelargonie mit kleinen rosa Blüten und gezackten Blättern.
Zum Vergleich: Diese gern als Geranie bezeichnete Pelargonie hat drei kleinere Kronblättern unten und zwei größeren oben. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Quelle: Annemarie Eskuche, Staudengärtnerei Eskuche in Ostenholz

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 16. Mai 2021 | 08:30 Uhr

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